Test: 27″ iMac, Quad-Core, 2,7GHz Quad-Core i5, 4GB Ram, 1TB Festplatte, AMD Radeon HD 6770M

| 18:55 Uhr | 5 Kommentare

imac2011
Anfang Mai 2011 hat Apple die neue iMac Generation vorgestellt (Apple Store Link). Nun knapp 7 Wochen später hatten wir die Möglichkeit, uns mit dem kleineren der beiden 27″ iMac-Modelle intensiver zu beschäftigen (wenn man bei 27-Zoll überhaupt von “kleineren” sprechen kann). Vielmehr ist die etwas leistungsschwächere Variante der beiden 27″ iMac 2011 gemeint. Bereits Wochen vor der eigentlichen Vorstellung deutete vieles daraufhin, dass Apple “in Kürze” die neuen Geräte vorstellen wird. Lagerbestände der aktuellen Generation sanken und es schien nur eine Frage der Zeit. Und so kam es am 03. Mai auch. Der Apple Online Store ging offline und die neuen iMacs lachten wenig später die Kunden an.

Die Unterschiede zwischen iMac 2010 und iMac 2011 liegen eindeutig im Inneren des Gehäuses. Neue Prozessoren, neue Grafikchips, Thunderbolt und FaceTimeHD dienen hier als Stichworte.

Vier unterschiedliche Standard-Modelle lasen sich bestellen. Zwei 21,5 Zoll Varianten und zwei 27″ iMac 2011. Der “kleine” 21,5″ iMac kommt serienmäßig mit einem Quad-Core Intel Core i5 Prozessor, 2,5GHz, 4GB Ram, 500GB Festplatte und AMD Radeon HD 6750M Grafikkarte mit 512MB Ram daher (Preis 1149 Euro). Der leistungsstärkere 21,5 iMac hat eine 2,7GHz Quad-Core Intel Core i5 CPU, 4GB Ram, 1TB Festplattenspeicher und eine AMD Radeon HD 6770M Grafikkarte mit 512B Ram an Bord (Preis 1449 Euro). Kommen wir zu den 27″ iMac 2011. Das kleine 27″ Modell verfügt über einen 2,7GHz Quad-Core Intel Core i5 Prozessor, 4GB Arbeitsspeicher, eine 1TB Festplatte und eine AMD Radeon HD 6770M Grafikkarte mit 512MB Ram (Preis 1649 Euro). Der leistungsstärkste Serien-iMac verfügt über eine 3,1GHz Quad-Core Intel Core i5 CPU, 4GB Arbeitsspeicher, 1B Festplattenspeicher und eine AMD Radeon HD 6970M Grafikkarte mit 1GB Ram (Preis 1899 Euro).

Unboxing

Sobald der Paketdienst einem das riesige Paket übergeben hat, steigt spontan die Vorfreude auf das Gerät, doch zuvor, muss der iMac noch von der Verpackung befreit werden. Der iMac kommt in einer Apple-typischen Verpackung. Das Bild eines iMac ziert den Karton und die wichtigsten Daten zum Gerät sind abgedruckt. Sobald die Kartonage geöffnet ist, lacht den Kunden ein kleiner innenliegender (weißer) Karton an. In diesem befinden sich das Handbuch, das Netzteil, zwei DVDs für Snow Leopard, iLife und Co., sowie die Magic Mouse und die drahtlose Apple Bluetooth Tastatur. Darunter befindlich der eigentliche iMac, zusätzlich eingepackt in einer dünnen Folie und gepolstert durch Styropor an den vier Kanten des Kartons. Das Herausziehen des iMacs ist schnell passiert und schon steht der wuchtige 27-Zöller vor uns. Immerhin wiegt er mit seinen Maßen 51,7cm x 65cm x 20,7cm (HxBxT) 13,8kg. Netzkabel in den iMac und in die Steckdose, schon geht es los.

Display

Wie bereits erwähnt steht ein 27-Zoll iMac vor uns. Genauer gesagt handelt es sich um ein 27″ TFT-Widescreendisplay mit LED Hintergrundbeleuchtung und Hochglanzanzeige, die 27-Zoll entsprechen knapp 69cm Bildschirmdiagonale, die Auflösung beträgt 2560 x 1440 Pixel und bietet Full-HD Videos (und mehr) ein gutes Zuhause. Der Bildschirm ist wirklich beeindruckend groß. Zu nah sollte er nicht vor dem Anwender stehen, sonst kann er seine Wirkung nicht vollends entfalten. Die Hochglanzanzeige dürfte “Indoor” zu keinerlei Problemen führen, eine Lampe, die unmittelbar auf das Display ausgerichtet ist, spiegelt selbstverständlich. Farben werden gut dargestellt. Der große Bildschirm bietet mehr als ausreichen Platz, um viele Fenster, Skype, Apps etc. unterzubringen.

Tastatur / Maus / Magic Trackpad

Die kabellose Apple Wireless Tastatur ist bei der Bestellung standardmäßig vorkonfiguriert. Alternativ lässt sich ein kabelgebundenes Keyboard (mit Ziffernblock) ohne Aufpreis bestellen. Uns liegt das Bluetooth Gerät vor. Was soll man sagen: optimal. Kein Kabelsalat, dünnes Design, guter Druckpunkt beim Tastenanschlag.

mouse_trackpad
Bis zur Vorgängergeneration konnte sich der Kunde nur für eine Apple Maus ohne Aufpreis entscheiden. Sollte alternativ zur Maus ein Magic Trackpad gekauft werden, wurde eine Zusatzgebühr fällig. Dies ändert sich mit dem iMac 2011. Ohne Aufpreis kann anstatt der Apple Magic Mouse das Magic Trackpad geordert werden. Soll beides gemeinsam gekauft werden, werden 69 Euro fällig. Die drahtlose Magic Mouse liegt gut in der Hand und tut genau das, was sie soll.

Lautsprecher

Die integrierten Stereolautsprecher (17 Wat) hinterlassen einen guten Eindruck. Sowohl bei Videos als auch bei reiner Musik geben sie den Sound gut wieder. Mit High-End-Geräte kann man die internen Lautsprecher natürlich nicht vergleichen.

Leistungsvermögen

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Zur Erinnerung: Bei unserem Test kam ein 27″ iMac mit 2,7GHz Quad-Core Intel Core i5 Prozessor, 4GB Arbeitsspeicher, 1TB Festplatte und AMD Radeon HD 6770M Grafikkarte mit 512MB Ram zum Einsatz. Wer es noch genauer wissen will, dem sei gesagt, dass der Prozessor 6 MB gemeinsam genutztem L3-Cache (On-Chip) nutzt, der Arbeitsspeicher 1333MHz DDR3 Frontsidebus verwendet und die AMD Radeon HD 67700M auf 512 MB GDDR5 Arbeitsspeicher setzt.

Prozessor: Der hier getestete iMac lässt optional keinen stärkeren Prozessor zu. Beim großen 21,5″ iMac (optional 2,8GHz Quad-Core Intel Core i7) und beim großen 27″ iMac (optional 3,4GHz Quad-Core Intel Core i7) ist eine leistungsstärkere CPU möglich, Aufpreis jeweils 200 Euro.

Arbeitsspeicher: Standardmäßig verbaut Apple bei allen iMac 4GB Ram. Gegen Aufpreis sind bei den iMacs maximal 16GB möglich. Für 200 Euro Aufpreis gibt es bei Apple 8GB und für 16GB Arbeitsspeicher müsst ihr 600 Euro Aufpreis auf den Tisch legen. Um den iMac Speicher preiswerter zu erhöhen, haben wir hier einen Tipp für euch. (Kaufempfehlung + bebilderte Anleitung). 4GB dürften jedoch im Normalfall ausreichen. Solltet ihr natürlich speicherhungrige Programme ausführen, können 8GB oder 16GB nicht verkehrt sein.

iMac_Geekbench_Vergleich
Wir haben den iMac einem Geekbenchtest unterzogen, er erreichte 7978 Punkte. Weitere iMac Benchmark Tests findet ihr hier. Im Vergleich zum Vorjahresmodell hat der iMac 2011 einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht.

Festplatte

Standardmäßig kommt unser Test-iMac mit einer 1TB Festplatte (7200 U/Min). Für den Normalo sollte die Kapazität absolut ausreichen. Der Unterschied zu einer 5400 U/Min Festplatte ist merklich. Gegen Aufpreis lassen sich andere Speichergrößen, -arten und Kombinationen verbauen. 2TB (150 Euro); 256GB SSD (500 Euro); 1TB HDD + 256GB SSD (600 Euro); 2TB HDD + 256GB SSD (750 Euro).

FaceTime HD Kamera

Genau wie beim MacBook Pro 2011 setzt Apple seit der 2011er Generation nicht mehr auf die bisherige iSight sondern auf die sogenannte FaceTime HD Kamera (Frontkamera). Im Vergleich zur iSight verfügt die FaceTime HD Kamera über die dreifache Auflösung. Besonders beim FaceTime Chat zwischen MacBook Pro 2011 und iMac 2011 erkennt man die deutliche PIxelsteigerung. Bei Skype gibt es nicht wirklich einen Unterschied, da Skype nur VGA Qualität unterstützt.

Thunderbolt

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Ebenso mit dem MBP 2011 eingeführt, verbaut Apple bei der aktuellen iMac Generation Thunderbolt. Während beim 21,5″ iMac ein Thunderbolt-Port zum Einsatz kommt, sind es bei den 27″ Modellen und somit auch bei unserem Testgerät zwei Anschlüsse. Die neue Thunderbolt-Schnittstelle basiert auf DisplayPort und PCI Express und lässt Verbindungen bis zu 10Gbit/s zu (doppelte USB 3.0 Geschwindigkeit). Zusätzlich stellt Thunderbolt 10 Watt für Peripheriegeräte zur Verfügung. Mittels Adapter können vorhandene FireWire- oder USB-Geräte angeschlossen werden. Auch Displays können mit dem passenden Adapter (DisplayPort, DVI-, HDMI- oder VGA-Anschluss) verbunden werden.

Gerne hätte wir die neue Schnittstelle für euch getestet. Mangels Periphere bzw. Thunderbolt-Kabel zum Anschluss an das MacBook Pro 2011 (als externes Display) müssen wir diesen Test verschieben.

Anschlüsse und drahtlose Kommunikation

Hier gibt es bis auf den Thunderbolt-Port keine Unterschiede zum Vorgänger. Unser Testgerät verfügt über einen Audioeingang / -ausgang, vier USB 2.0 Anschlüee, einen FireWire 800 Anschluss, einen Gigabit-Netzwerkanschluss und die bereits genannten zwei Thunderbolt-Ports. Einen SDXC Kartensteckplatz bietet der iMac ebenso. Darüberhinaus sind 802.11n WiFi und Bluetooth 2.1+EDR mit an Bord.

Preis und Verfügbarkeit

Seit Anfang Mai 2011 steht der iMac 2011 nun im Apple Online Store bereit. Die gute Nachricht direkt zu Beginn: Alle vier Standardmodelle sind sofort lieferbar. Je nachdem welche CTO-Version ihr bestellt, kann es etwas länger dauern. Solltet ihr euch z.B. für die 256GB SSD Platte entscheiden, kann es bis zu 7 Geschäftstage dauern, bis Apple das Gerät verschickt.

Für das kleine 21,5″ Modell verlangt Apple 1149 Euro, für das große 21,5″ Modell werden 1449 Euro fällig. Beim 27″ iMac mit 2,7GHz müsst ihr 1649 Euro auf den Tisch legen und für das große 27″ Modell mit 3,1GHz sind es 1899 Euro.

Optional lassen sich je nach Modell andere (leistungsstärkere) Komponenten verbauen. 8GB Speicher für 200 Euro, 16GB für 600 Euro. Die 256GB SSD kostet 500 Euro, eine 2TB Festplatte z.B. 150 Euro. Wollt ihr unbedingt eine Apple Magic Mouse zusammen mit dem Magic Trackpad bestellen werden zusätzlich 69 Euro fällig. Dazu bietet Apple natürlich diverse vorinstallierte Software.

Fazit: Kaufen oder nicht Kaufen ?

Das ist hier die Frage. Der iMac an dem dieser Test gerade getippt wird, ist unser zweiter iMac. Anwender, die auf All-in-One Geräte stehen, sind bei diesem Apple Desktop-Rechner absolut richtig. Apple hat das Rad ganz sicher nicht neu erfunden. Rein optisch gesehen, hat sich in den letzten Jahren nicht wirklich viel verändert. Unter der Haube hat der iMac zum Vorgängermodell einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht. Man merkt die neuen Sandy Bridge Prozessoren und die neue Grafikeinheit. Besonders das Spielen auf dem iMac macht nun deutlich mehr Spaß. User, die sich für den 27″ iMac 2011 entscheiden, brauchen auf ihrem Schreibtisch unbedingt den gewissen Sitzabstand zum Display, ansonsten scheint der 27-Zoll Display zu groß und man sitzt zu nah vor dem Gerät. Wenn man verzweifelt nach einem Kritikpunkt sucht, kann man maximal die Hochglanzanzeige (geschmackssache) und den Anschaffungspreis nennen. Ansonsten ist der iMac 2011 schon ziemlich perfekt. 

Alles in allem ist der iMac nach wie vor das beste All-in-One Gerät in der Computerbranche. Das Design besticht und auch unter der Haube (oftmals ein Kritikpunkt aus der Gamerszene) hat sich einiges getan. Wem der Anschaffungspreis nicht zu hoch erscheint, der sollte unbedingt zuschlagen.

Hier findet ihr den iMac im Apple Online Store

Kategorie: Mac

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5 Kommentare

  • hansdampf

    ich hab einen ;)

    26. Jun 2011 | 19:14 Uhr | Kommentieren
  • Svenson

    Ich auch, das ist so ein genialer Rechner. Danke für den Test

    26. Jun 2011 | 19:18 Uhr | Kommentieren
  • Anonymous

    Echt, mein erster iMAc, einfach super . Absolute Kaufempfehlung

    26. Jun 2011 | 20:27 Uhr | Kommentieren
  • AzNsTyLe

    hab auch einen :D
    1. mac und macht schon bock x)

    26. Jun 2011 | 21:21 Uhr | Kommentieren
  • Manni

    Zitat: “Mittels Adapter können vorhandene FireWire- oder USB-Geräte angeschlossen werden.”

    Ist das so? Kann ich da jetzt mittels Adapter meinen DV-Camcorder anschließen?

    28. Jun 2011 | 21:16 Uhr | Kommentieren

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