Healthbook: So funktioniert die neue iOS 8 App

| 16:26 Uhr | 4 Kommentare

Sieben Jahren ist es mittlerweile her, dass Apple das Original iPhone vorgestellt hat, auch die Präsentation der ersten iPad-Generation liegt schon vier Jahre zurück. Es stellt sich die Frage, was als nächstes kommt. Ein Apple Fernseher, eine iWatch? Gesundheit und Fitness? An der zuletzt genannten Produktkategorie scheint Apple intensiv zu arbeiten. Healthbook, eine App, die Ende des Jahres zusammen mit iOS 8 auf den iOS-Geräten laden soll, soll dabei eine wichtige Rolle einnehmen.

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Erstmals tauchte der Begriff Healthbook im Januar auf. Bei Healthbook wird es sich um eine zentrale Anlaufstelle für Messdaten verschiedener Fitnesswerte und Vitalfunktionen handeln. Nun gibt es neue Informationen zu Healthbook und so langsam wird klar, was Apple im Fitness- und Gesundheitsbereich im Schilde führt.

Healthbook

healthbook_icon_konzeptIn Healthbook werden alle wichtigen Fitness- und Gesundheitsdaten von euch gesammelt. Dabei soll der Aufbau der App ein Stuck weit der jetzigen Passbook-Applikation (verschiedene Karten) ähneln. Jede Wert erhält eine eigene Karte. So könnt ihr beispiel

sweise die Karte für den Puls, Blutdruck, Blutzucker, Schlag, Sauerstoffsättigung, Gewicht etc. angucken.

Die eingebundenen Screenshots zeigen, wie Healthbook aussehen soll. Die enthaltenen „Reiter“ sind lediglich Beispiele und kein Hinweis darauf, an welchen Bereichen Apple derzeit arbeitet.

Wird eine Kategorie aufgeblättert, so kann sich der Anwender verschiedene Infos angucken. Beim Gewicht gibt es das tatsächliche Gewicht, den BMI, Fettanteil etcs. In einem Diagramm wird der zeitliche Verlauf dargestellt.

Fitness

Drei der Reiter sollen sich mit dem Bereich Fitness beschäftigen: Aktivität, Gewicht und Nahrung. Bei der Aktivität werden Schritte, verbrannte Kalorien, Strecke angezeigt. So wie bei vielen Apps, die bereits im App Store zur Verfügung stehen. Beim Gewicht könnt ihr, wie bereits erwähnt, das Gewicht, BMI und den Fettanteil einsehen. Unter dem Bereich Nahrung können Anwender das eingeben, was sie verzehrt haben.

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Im Vergangenen Jahr hat Apple den Fitness-Experten Jay Blahnik angeworben. Dieser dürfte maßgeblich an der Entwicklung beteiligt sein.

Puls und Blutdruck

Puls und Blutdruck werden beim Arzt, in der Apotheke, im Krankenhaus, zu Hause oder wo auch immer regelmäßig geprüft. Es gibt Zubehör, aber auch Apps, die diese Vitalwerte messen. Healthbook wird diese Werte an einem zentralen Ort speichern.

Sauerstoffsättigung und Blutzucker

Die Überwachung des Blutes soll zu den wichtigsten Funktionen von Healthbook in iOS 8 gehören. Demnach soll die App die wichtigsten Daten des Anwender aus diesen Bereichen Anzeigen. Sauerstoffsättigung, Blutzucker etc. Vor einiger Zeit hat Apple Dr. Michael O´Reilly angeheuert, dieser ist Blutsensor-Spezialist und soll maßgeblich bei der Entwicklung beteiligt sein.

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Diabetes ist eine weit verbreitete Krankheit. In den USA sind alleine 26 Millionen Menschen erkrankt und bei 1,9 Millionen Menschen wird Diabetes in den USA jährlich neu diagnostiziert. Erkrankte müssen ihren Blutzucker täglich mehrfach messen. Healthbook soll bei der Speicherung der Daten helfen. Zu Unterscheiden gibt es Diabetes Typ 1 und Typ 2. Typ 1 erkrankte Menschen müssen täglich bis zu 6x ihren Blutzuckerspiegel messen, so 9to5mac. Zwar gibt es im App Store bereits etliche Apps hierfür, doch Apple möchte augenscheinlich eine vorinstallierte und zentrale Stelle hierfür bieten.

Schlafüberwachung

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Fitnessarmbänder wie Jawbone Up bieten schon heute eine Schlafüberwachung an. Auch diese möchte Apple in Healthbook integrieren. Schlafzyklen, Wachphasen etc., alles an einem zentralen Ort. Hierfür wurde unter anderem Roy Raymann angeheuert.

Notfallkarte

Neben den bisher genannten Karten wird Apple zusätzlich eine sogenannte Notfall-Karte anbieten. Diese soll verschiedene „kritische Daten“ über den Anwender enthalten. Neben dem Namen sollen auch das Geburtsdatum, Medikationen, Gewicht, Augenfarbe, Blutgruppe, Organspende-Status etc. enthalten sein. Diese Informationen könnten im Notfall für die behandelnden Ärzte von großer Bedeutung sein.

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Zudem können in der Notfallkarte auch Notfall-Telefonnummrn von Verwandten und Bekannten hinterlegt werden. Diese Notfallkarte sollte in jedem Fall über den Lockscreen zugänglich sein, da bei einem gesperrten iPhone die Ärzte oder Ersthelfer keinen Zugriff auf die Daten haben.

Datenquellen: M7, App Store, Dritt-Anbieter-Zubehör, iWatch

Klingt alles schön und gut bisher, doch wie sollen die Daten in die iOS 8 App Healthbook gelangen? Wir gehen davon aus, dass sich Apple mehrerer Quellen bedient. Der Motion Coprozessor M7, andere Apps, Zubehör von Drittanbietern und die iWatch dürften eine große Rolle spielen.

Schritte, Wegstrecke und Kalorien könnte Apple direkt vom M7 Chip erlangen. Für Puls, Blutdruck, Blutzucker und Co. bedarf es diverser Sensoren, die Apple zum Teil selbst (iWatch?) bereit stellt oder von externen Geräten (Zubehör) bezieht. Healthbook könnte als zentralen Anlaufstelle für sämtliche Daten dienen. Aktuell setzen Anwender beispielsweise auf den Withings Smart Body Analyzer zum Messen des Gewichts, Puls und des Fettgehalts und z.B. auf Jawbone Up, um die tägliche Bewegung und den Schlaf festzuhalten. Healthbook soll alle Daten unter einem Dach bereit stellen.

Wann?

Die iOS 8 Entwicklung ist im vollen Gange und Healthbook soll Bestandteil von iOS 8 werden. Wahrscheinlich stellt Apple im Juni dieses Jahres zur Worldwide Developers Conference die erste Entwicklerversion von iOS 8 vor. Sollte Healthbook allerdings an Hardware gekoppelt sein, die Apple noch nicht vorgestellt hat, so könnte Healthbook auch kurz vor dem Verkaufsstart des iPhone 6 oder iWatch nachgereicht werden. Grundsätzlich rechnen wir allerdings damit, dass Healthbook noch in diesem Jahr auf den iOS-Geräten landet.

4 Kommentare

  • Benjamin

    Healthbook ist nicht an iOS 8 gebunden, sondern es wird eine nachinstallierbare App sein, die mit der iWatch released wird…

    17. Mrz 2014 | 20:44 Uhr | Kommentieren
    • zeromg

      iOS 10 wird ein komplett neues Design vorweisen und als erstes OS 128 Bit unterstützen. Der Touch-Screen wird abgelöst durch wildes rumfuchteln. Neu werden auch Gemütszustände aufgezeichnet und eine psychiatrisches Gutachten abgegeben. blablbla

      18. Mrz 2014 | 7:48 Uhr | Kommentieren
      • Frida

        Witzig

        18. Mrz 2014 | 15:09 Uhr | Kommentieren
      • Donald D

        Wenn jeder Kommentar „so witzig“ wäre, wäre das Internet mit Spam ünbersättigt und keiner würde mehr browsen.

        03. Jun 2014 | 6:30 Uhr | Kommentieren

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