Jimmy Iovine zu „Wert der Kuration“ und „Beats 1“

| 22:19 Uhr | 0 Kommentare

Apple Music ist dieser Tage in aller Munde. Rund sechs Wochen ist es mittlerweile her, dass Apple seinen Musik-Streaming-Dienst an den Start gebracht hat. Seitdem rührt der iPhone-Hersteller kräftig die Werbetrommel und hat bereits zahlreiche exklusive Titel präsentiert.

Jimmy Iovine im Interview

jimmy_iovine_portrait

Foto: Apple

In der letzten Woche haben wir euch bereits auf zwei Interview von Jimmy Iovine mit Wired und dem London Evening Standard aufmerksam gemacht. Auch mit dem deutschen Magazin Intro hat der Apple Music Chef gesprochen. Lohnt sich in jedem Fall mal bei den Kollegen vorbei zu gucken und das Interview zu lesen. Natürlich ist viel „PR“ in dem Interview, es zeigt jedoch deutlich, worauf Apple bei seinem Musik-Streaming-Dienst Wert legt.

Zwei allgemein Zitate haben wir für euch parat. Jimmy Iovine von Apple Music über…

…Wert der Kuration

„Für mich ist Apple Music näher an der Musik und dem Hörer als andere. Streaming selbst ist eine reine Technologie. Bei der Frage, was man damit macht – da fängt dann die Kunst an. Das war unser Ansatz. Wir wollten ein Ökosystem erschaffen, das Labels und vor allem junge, neue Künstler als Tool nutzen können, um ihren Ideen die optimale Plattform zu geben. Und wir waren wirklich die ersten, die Streaming mit Kuration zusammengedacht haben.

Alle anderen Streamingdienste haben anfangs auf die Kraft des Algorithmus gesetzt, was zu Ergebnissen führt, die zwar mit Blick auf das Genre Sinn machen mögen, oft aber unemotional wirken. Wir hingegen haben diesen Prozess mit menschlicher Kuration zusammengeführt. Gefühl, Intuition und Kreativität sind dabei genauso wichtig wie es Daten sind.“

…Beats 1

„Wir wollten etwas erschaffen, dass über den bloßen Service hinaus geht – und ich glaube, das unterscheidet uns ebenfalls von den anderen. Ich bin durch Plattenläden und durch das Radio musikalisch sozialisiert worden. Aber vor allem die amerikanische Radiolandschaft ist in den letzten Jahren vor die Hunde gegangen. Es sind programmierte Playlists, die sich auf Forschungserkenntnisse berufen, deren Parameter bestimmte Altersgruppen, Genres und Tempi sind. Mir wurde damals oft gesagt, Radio DJs seien eine aussterbende Art, man brauche lediglich Moderatoren, die Nachrichten und Programmpunkte ablesen. Aber so sollte es nicht sein. Ein guter DJ – ob im Club oder im Radio – weiß, wann du dich langweilst, noch bevor du es selber tust.

Trent wusste gleich, dass der BBC-Moderator Zane Lowe der richtige Mann ist, um so einen Sender aufzubauen. Der Typ ist der Wahnsinn. Er liebt Musik und er kann sie dir mit einer Begeisterung vorstellen, dass du ihm das sofort abkaufst. Bei einem sehr frühen Gespräch mit Trent über unsere Pläne sagte er zu mir: ‚Was wäre denn, wenn es eine Radiostation mit Herz und Seele gäbe, die überall auf der Welt zu empfangen ist?‘ Ich sagte ihm: ‚Das alle sie hören, ist leicht. Der Part mit dem Herz und der Seele – der ist kompliziert.‘ Kurz darauf brachte er Zane ins Spiel und meine Sorgen waren vergessen.“

Kategorie: Apple

Tags:

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *