Spotify und die neuen Datenschutzrichtlinien

| 7:31 Uhr | 1 Kommentar

Ende letzter Woche hat Spotify seine Datenschutzrichtlinien angepasst. Vielleicht werdet ich schon beim Öffnen der Spotify-App auf diese aufmerksam gemacht worden sein. Datenschutz ist im heutigen Internetzeitalter immer ein „Reizwort“ und so kochte kurz nach Bekanntwerden der neuen Spotify-Datenschutzbestimmungen eine Diskussion über die Anpassungen hoch. Zunächst sah sich Spotify CEO Daniel Ek veranlasst, per Twitter verschiedene Statements abzugeben und anschließend äußerte er sich offiziell in einem Blogbeitrag.

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Spotify CEO Daniel Ek zu den neuen Datenschutzrichtlinien

Mittlerweile sind ein paar Tage vergangen, die Diskussion über die neuen Datenschutzrichtlinien ist wieder etwas abgeebt und mit diesem Abstand möchten wir euch kurz auf das offizielle Statement von Ek aufmerksam machen. Vermutlich wurde das Thema etwas heißer diskutiert, als es tatsächlich notwendig war.

Unter anderem spricht der CEO darüber, warum die Änderungen vorgenommen wurden, warum Daten gesammelt werden und inwiefern diese mit Drittanbietern ausgetauscht werden. In erster Linie geht es Spotify um Verbesserungen für das Nutzererlebnis. Gleichzeitig verspricht Spotify, zu 100 Prozent die Nutzerdaten zu schützen. Zudem will man dem Anwender die volle Kontrolle über die eigenen Daten lassen.

Fünf Punkte spricht Daniel Ek in seinem Blogpost an

Fotos: Man werde niemals ohne Zustimmung auf Fotos zugreifen oder die gesamte Foto-Mediathek scannen und importieren. Mit der Fotofreigabe will man personalisierte Cover für Wiedergabelisten schaffen oder Fotos für das Profilbild verwenden.

Ortsbestimmung: Die Ortsbestimmung möchte Spotify dazu nutzen, persönliche Empfehlungen auszusprechen oder Trends zu euerer Örtlichkeit bereit stellen. Das Ganze erfolgt nur in Absprache mit dem Anwender.

Stimme: Ohne Zustimmung werde man nicht auf das Mikrofon zugreifen. In zukünftigen Spotify-Versionen könnte man z.B. Sprachsteuerung implementieren.

Kontakte: Auch hier gilt: Ohne Zustimmung kein Scannen oder Importieren von Kontakten. Spotify dient als soziale Plattform. Gemeinsam mit Freunden kann man Musik entdecken oder Musik mit Freunden teilen.

Teilen: Das Teilen von Daten sei nicht neu. Einige Kunden buchen Spotify über ihren Mobilfunkprovider und hierbei werden die notwendigen Daten getauscht. Auch mit Werbetreibenden werden Daten geteilt, allerdings nur nicht-personalisierte Informationen.

Wir empfinden es als normal, dass Unternehmen von Zeit zu Zeit ihre Datenschutzrichtlinien anpassen. Hätte Spotify im Vorfeld darüber informiert bzw. über die Anpassungen aufgeklärt, hätte man sich reichlich Kritik ersparen können.

Kategorie: App Store

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1 Kommentare

  • prutscher

    Wenn ich das alles a so gar nicht möchte, brauche ich dafür dann aber auch nicht die Zustimmung/Freigabe der Nutzer!?

    24. Aug 2015 | 8:24 Uhr | Kommentieren

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