Swatch sichert sich Wortmarken „One More Thing“ und „Tick Different“, CEO Hayek nennt Apple Watch „Spielzeug“

| 16:13 Uhr | 9 Kommentare

Bereits Ende letzter Woche wurde bekannt, dass sich Swatch die Wortmarken „One More Thing“ und „Tick different“ gesichert hat. Nicht nur dem eingefleischten Apple-Fan dürfte dabei die Verbindung zum Hersteller aus Cupertino auffallen. Was führt Swatch im Schilde? Will man einfach nur Aufmerksam generieren? Vor rund 20 Jahren waren Swatch-Uhren sehr beliebt und auch wir können uns nicht davon freisprechen, dass ein oder andere Modell besessen und getragen zu haben. Mittlerweile sind Swatch-Uhren nicht mehr ganz so „in“.

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Swatch sichert sich Wortmarken „One More Thing“ und „Tick Different“

Der Schweizer Uhrenhersteller hat sich die Wortmarken „One More Thing“ und „Tick Different“ gesichert. Bei „One More Thing“ handelt es sich um eine Aussage, die der Apple Mitbegründer Steve Jobs „groß“ gemacht hat. Jobs nutzte den Ausspruch immer dann am Ende einer Keynote, wenn er noch ein Highlight für die Zuschauer in petto hatte.

Auch Apple CEO Tim Cook machte von dem Slogan bereits Gebrauch und kündigte die Apple Watch sowie Apple Music mit „One More Thing…“ an.

Mit „Tick Different“ spielt Swatch auf die Apple Werbekampagne „Think Different“ an, die im Jahr 1997 installiert wurde und bis ins Jahr 2002 lief. Die jeweiligen Wortmarken wurden für allerhand Kategorien geschützt. Fraglich ist, ob Apple oder ein anderen Unternehmen Einspruch gegen die Wortmarken einlegt.

Swatch CEO: Apple Watch ist ein „Spielzeug“

Passend dazu möchten wir euch noch auf ein Interview von Swatch CEO Nick Hayek im schweizer Tagesanzeiger aufmerksam machen. So gibt dieser auf die Frage „Das funktioniert heute noch, aber die Zukunft wird den Smartwatches gehören, sagen Branchenkenner. Können Sie es sich leisten, diesen Trend zu ignorieren?“ folgendes zu verstehen

Wir ignorieren die Smart-Technologie überhaupt nicht, aber wir müssen ja nicht jedem Megatrend im Herdentrieb hinterherspringen. Als die ersten Mobiltelefone mit Uhranzeige im Display auf den Markt kamen, hiess es von sogenannten Branchenexperten, das sei das Ende von Swatch und mechanischen Uhren sowieso. Das Gegenteil war der Fall. Nun stehen wir angeblich wieder am Abgrund. Wir machen Uhren, keine Computer fürs Handgelenk. Auch nach der Lancierung der Samsung-, Sony- und Apple-Smartwatches spielen diese Computer-Uhren keine gewichtige Rolle. Die grossen Schlachten werden beim Smartphone-Absatz ausgetragen. Die Apple Watch ist ein interessantes Spielzeug, aber keine Revolution. Wir verkaufen dagegen ein witziges Produkt, das Spass macht und nicht den Anspruch erhebt, alles zu können und zu revolutionieren. Es ist zuallererst eine Uhr.

Kategorie: Apple

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9 Kommentare

  • Joe

    Schnell sich kurz zwei Wortmarken sicher, die ja eigentlich nichts mit Plastikweckern zu tun haben und dann behaupten, man habe nichts mit den Smartphones am Hut. Wenn sich da mal Hayek nicht täuscht und einen zukünftigen Markttrend übersieht.

    24. Aug 2015 | 16:48 Uhr | Kommentieren
  • Chris

    Was hat den „Tick different “ mit Apple zu tun? „Think“ ja versteh ich, aber „Tick“? Für TickTack für ne Uhr oder wie?

    24. Aug 2015 | 16:51 Uhr | Kommentieren
  • Tobias

    Das erinnert stark an das Sichern des Edge Patents durch Apple.
    Das ist auch nicht viel anders leider.

    24. Aug 2015 | 16:55 Uhr | Kommentieren
  • Jeffrey

    @Chris, ich denke mal das sie doch eine SmartSwatch bringen und dann mit dem Slogan Tick different werben. Zumindest kann man es sich so offen lassen und man hat wieder Aufmerksamkeit. Natürlich sollte man es dann nicht SS abkürzen xD

    24. Aug 2015 | 17:06 Uhr | Kommentieren
  • Iceman

    Tick different ?? Alle Achtung… da sollte sich Apple aber warm anziehen. Da werden ja schwere Geschütze aufgefahren von den Eidgenossen. Man kann über die Apple Watch sagen was man möchte, aber alleine das System des Bandwechsels ist phänomenal. Da sind die Biviers und Hayeks und weiss der Henker wie sie alle heissen nicht mal im Ansatz drauf gekommen. Apple hat in 5 Jahren Entwicklung vielleicht ähnliches an Innovation geleistet, wie die gesamte Uhrenindustrie in 200 Jahren.

    24. Aug 2015 | 20:09 Uhr | Kommentieren
    • Gast1

      Sehe ich auch so , allerdings gibt es da ein paar Marken die sind echt
      was ganz besonderes .
      Das wird aber auch nie der Anspruch der AW sein.

      24. Aug 2015 | 20:12 Uhr | Kommentieren
  • Gast1

    Dieser Vogel wird schon sehen was da von Apple kommt.
    Jedenfalls sind die Zahlen nicht berauschend und werden
    sicher nicht jeden erfreuen.
    Besonders die Marken im Mittelfeld , den Billigquatsch braucht keiner
    ( verhökert Plastikuhren für 100€ und mehr die in der Herstellung
    nicht mal 5€ kosten , ist ja schlimmer als Apple selbst) und die Nobelmarken
    haben eh schon zu knabbern.

    Sollte nicht so blöde Sprüche machen , wie die Watch kann nix , was kann denn ein
    Swatch außer der Uhrzeit.

    24. Aug 2015 | 20:09 Uhr | Kommentieren
  • Phil

    Assoziation: swatch= Kaugummiautomat

    25. Aug 2015 | 9:39 Uhr | Kommentieren
  • Iceman

    Den Anspruch, besser oder hochwertiger zu sein oder einen noch einen nachhaltigeren Werterhalt zu bieten, wollte die AW meines Erachtens nie haben. Ein Vergleich mit mechanischen / automatischen Uhren funktioniert deshalb nur schwierig. Hier könnte man höchstens die Qualität des Gehäuses oder der Armbänder miteinander vergleichen. Auf der einen Seite ein komplett elektronisches Herz mit allen daraus machbaren Funktionen und auf der anderen Seite ein rein mechanisches Werk, mit echten Komplikationen, die ausschliesslich durch Konstruktionen des Uhrwerkes ausgelöst werden. Das lässt sich nicht vergleichen. Wenn man allerdings AW und dieses „Basketball-Smart-Ding“ vergleichen will und kann, dann ist das Ergebnis klar. „klatsch-o-meter“ und „tick different“ gegen ein echtes Top Produkt und erstklassige Systemintegration. Sorry, Herr Hayek, setzen, sechs.

    25. Aug 2015 | 10:29 Uhr | Kommentieren

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