Tim Cook wird indischen Premierminister treffen

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Nach einem Bericht der Economic Times wird Apple-Chef Tim Cook zusammen mit anderen Silicon-Valley-Unternehmergrößen den indischen Premierminister Narendra Modi treffen. Die Zusammenkunft soll noch in diesem Monat stattfinden, wenn Modi zu einem Besuch in den USA erwartet wird.

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Für Cook ist es nicht das erste Treffen mit einem Regierungsvertreter. In der Vergangenheit war er schon mit den Premierministern von Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten und sogar mit US-Präsident Barack Obama zusammengetroffen.

Apple hat das geplante Treffen mit Narendra Modi schon bestätigt. Über die Gesprächsgegenstände werde noch verhandelt, hieß es von Seiten Apples. Der Konzern, so schreibt die Economic Times, habe die Bedeutung Indiens lange Zeit unterschätzt. Die nötigen Schritte zu einer Aufwertung würden nun nachgeholt.

Mögliche Diskussionsthemen

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich Cook dafür einsetzen möchte, Narendra Modi zu einer Sondererlaubnis für Apple zu bewegen. In Indien ist es für Apple bisher nicht möglich, eigene Geschäfte zu eröffnen. Dafür müsste der Konzern einen Teil seiner Fertigungskapazitäten nach Indien verlagern. Das schreiben die dortigen Gesetze vor. So ist der iPhone-Hersteller bisher auf Drittanbieter angewiesen, hat somit nicht die volle Kontrolle über den Verkauf seiner Produkte.

Im Gegenzug zur Sondererlaubnis könnte Apple von Premierminister Modi auch dazu verpflichtet werden, Standorte für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in dem Land zu schaffen. In diesem Punkt sei eine Einigung nicht unwahrscheinlich, Apple scheint dazu bereits Interesse gezeigt haben.

Parallel zu der Ambition, Apple Stores zu eröffnen, arbeitet der Hersteller derzeit daran, die Zahl der Weiterverkäufer in Indien auf 500 zu erhöhen. Zudem konnte im Juni ein fünfter Vertriebsträger hinzugewonnen werden.

Indischer Markt gewinnt an Bedeutung

Apple ist also ganz klar auf Expansionskurs. Die Frage ist nun, welche Wege sich in Zukunft für Apple in Indien eröffnen.

Apple-Zulieferer Foxconn plant derzeit in Indien Investitionen für neue Fabriken in Höhe von fünf Milliarden Dollar. Ob dort allerdings iPhones vom Band rollen, ist unbekannt.

Die iPhone-Verkaufszahlen waren im dritten Quartal 2015 um 93 Prozent angestiegen. Das sagte Tim Cook anlässlich der Quartalsbilanz im Juli. Damit liegt das Land leicht vor China, wo die Absätze um 87 Prozent angestiegen waren. Das ist vielleicht auch der Hauptgrund, warum Tim Cook seine frühere Meinung, wonach Indien eher zweitrangig sei, nun geändert hat.

Die neuen iPhones sollen deshalb auch früher auf den Markt kommen als in den Vorjahren. Ab der zweiten oder dritten Oktoberwoche würden iPhone 6s und 6s Plus verfügbar sein. Die Apple Watch werde schon in diesem Monat eingeführt. (via)

Kategorie: iPhone

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