Künstliche Intelligenz: Steht sich Apple selbst im Weg?

| 15:00 Uhr | 0 Kommentare

Nach einem Bericht von Bloomberg behindert sich Apple in der Entwicklung auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz selber. Als Beispiel wird die Konferenz Neural Information Processing Systems im letzten Jahr genannt, auf der sich der Konzern in der Preisgabe von Informationen stärker als erwartet zurückgehalten hatte. Weiter wird angeführt, dass Apple bislang keinen einzigen Forschungsbericht auf dem Gebiet veröffentlicht hat, ganz im Unterschied zu Google, das regelmäßig über seine Fortschritte Bericht erstattet und so das eigene Wissen mit den Konkurrenten teilt.

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Künstliche Intelligenz

Insider berichten sogar davon, dass bei Apples Forschungsabteilungen die Türen immer verschlossen sind, sobald kein Mitarbeiter mehr im Raum ist. Das mutet ein wenig nach Geheimhaltungs-Paranoia an. Jeder, der nicht beauftragt ist, an einem solchen Projekt mitzuarbeiten, darf auch tunlichst nichts davon erfahren, sogar konzernintern.

Eine solche interne Unternehmenspolitik mag auch so manche Experten abschrecken, bei Apple eine Stelle anzutreten. Denn wer arbeitet schon gern in einem Job, über den er nicht offen sprechen darf! Und für Fachkräfte mit wissenschaftlichen Ambitionen ist es zwingend erforderlich, dass sie die Fachwelt über ihre Arbeiten auf dem Laufenden halten. Ohne Publikationen kann man sich in dieser Branche keinen Namen machen. Ohne Namen kein Aufstieg, ohne diese Möglichkeit keine Lust auf Apple. Insofern schließt der Konzern fähige Leute quasi ungewollt aus.

Dennoch schreiten die Forschungsarbeiten zur künstlichen Intelligenz bei Apple voran. Es wurde neues Personal eingestellt und es waren auch Firmen wie Perceptio and VocalIQ übernommen worden. Dass Apple bald einmal den ein oder anderen Forschungsbericht veröffentlichen könnte, ist nur gerüchteweise zu vernehmen.

Die künstliche Intelligenz wird zusehends auch für Cupertino wichtiger. Produkte wie Siri oder das ebenfalls geheime Apple Car stützen sich stark auf solche Technologien. Wenn Apple will, dass die Geräte in Zukunft besser mitdenken können, dann müssen die Entwickler auch ein wenig von der Leine gelassen werden. Das ist das Fazit des Bloomberg-Berichts.

Auf der anderen Seite… Es ist ja nichts Neues, dass Apple ein „verschlossenes“ Unternehmen ist. In den letzten Jahren war dies der Fall und sicherlich werden auch die kommenden Jahre unter einer ähnlichen Firmenphilosophie fortgeführt. Der Erfolg des Unternehmens gibt Apple bisher auf jeden Fall recht.

Kategorie: Apple

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