Test: Magic Trackpad 2, Magic Mouse 2, Magic Keyboard

| 20:50 Uhr | 9 Kommentare

Apple hat vor wenigen Wochen den neuen iMac 2015 sowie neues Magic Zubehör vorgestellt. Neben einem komplett neuen 21,5 Zoll Retina 4K iMac hat Apple den 21,5 Zoll iMac (non Retina) und 27“ Retina 5K iMac aktualisiert. Beim Flaggschiff, dem 27 Zoll Retina 5K iMac, setzt Apple erstmals auf die neuen Intel Skylake Prozessoren. Dazu passend hat Apple das Magic Trackpad 2, Magic Mouse 2 und Magic Keyboard auf den Markt gebracht. Alle neuen Produkte findet ihr hier im Apple Online Store.

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Test: Magic Trackpad 2, Magic Mouse 2, Magic Keyboard

Wir haben uns das neue Magic Zubehör näher angeguckt und verraten euch, welche Veränderungen Apple zur Vorgängerversion vorgenommen hat und wie sich die einzelnen Zubehörartikel schlagen. Lohnen sich Magic Trackpad 2, Magic Mouse 2 und Magic Keyboard?

Als Testgerät kommt ein 27 Zoll Retina 5K iMac (Ende 2015) zum Einsatz. Dieser wird standardmäßig mit dem Magic Keyboard und der Magic Mouse 2 geliefert. Dazu passend betreiben wir das neue Magic Trackpad 2. Nach dem Auspacken des iMacs und der ersten Inbetriebnahme sucht OS X El Capitan beim Einrichten des Gerätes nach euren Eingabegeräten. Sowohl am Magic Trackpad 2, Magic Mouse 2 als auch am Magic Keyboard befindet sich ein kleiner Schalter, mit dem ihr die Zubehörprodukte einschalten könnt. Magic Mouse 2 und Magic Keyboard werden unmittelbar erkannt, so dass ihr das Einrichten des iMac abschließen könnt.

Anschließend haben wir noch das Magic Trackpad 2 mit dem iMac verbunden. Hierfür habt ihr zwei Möglichkeiten. So könnt ihr beispielsweise am Mac per Bluetooth nach dem Trackpad 2 suchen. Wir haben uns allerdings für Option 2 entscheiden. Das mitgelieferte Lightning-Kabel mit dem Trackpad 2 sowie den iMac verbinden und schon ist das Trackpad nahezu in Echtzeit eingerichtet. Daraufhin ist auch das Trackpad per Funk verbunden, so dass ihr das Lightning-Kabel wieder entfernen könnt. Das „lästige“ Suchen nach neuen Bluetooth-Geräten entfällt und das neue Zubehör ist schneller denn je einsatzklar. Insbesondere weniger erfahrene Anwender dürfte sich über diese Installationsmöglichkeiten freuen.

Magic Trackpad 2

Das Magic Trackpad 2 stellt in unseren Augen das Highlight des Magic Zubehörs dar. Das mag daran liegen, dass uns die Force Touch Technologie überzeugt. Im Rahmen eines separaten Tests haben wir uns ausführlich dazu geäußert.

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Das neue Trackpad hat im Vergleich zur Vorgängerversion eine 29 Prozent größere Oberfläche. Diese bietet mehr Spielraum für eure Finger bei der Bedienung des iMac. Egal wo ihr auf dem Trackpad drückt, reagiert das Trackpad präzise. Die verbaute Force Touch Technologie erweitert die Möglichkeit dahingehend, dass das Trackpad zwischen einem leichten und einem festen Druck unterscheidet. Man spürt eindeutig beim Klicken, wenn man die tiefere Ebene erreicht. Darüber könnt ihr zum Beispiel beim Vorspulen bei Filmen die Geschwindigkeit regeln, in der Karten-App zoomen oder eine Vorschau zu verschiedenen Dingen ans Tageslicht befördern..

Die alt-bekannten Multi-Touch bleiben natürlich unberührt und funktionieren so, wie man sie vom normalen Trackpad gewohnt ist.

Beim Design hat Apple auch Hand angelegt und das Trackpad noch „zeitloser“ gemacht. Das Magic Trackpad 2 setzt auf eine Keilform, bei der die gesamte Glasoberfläche als Eingabefläche dient. Der Akku ist integriert. Apple verspricht, dass 2 Stunden Ladezeit ausreichen, um das Magic Trackpad 2 einen Monat lang einsetzen zu können. Zwei Minuten Ladezeit liefern genug Strom, um das Gerät einen Arbeitstag nutzen zu können. Dies gilt übrigens auch für die Magic Mouse 2 sowie das Magic Keyboard.

Über die Akkulaufzeit können wir nicht viel sagen. Wir haben das Magic Trackpad einmal komplett aufgeladen und nach mehreren Tagen in Gebrauch steht die Akkustandsanzeige noch auf „voll aufgeladen“.

Magic Mouse 2

Optisch unterscheidet sich die zweite Generation der Magic Mouse nur marginal vom Vorgänger. so bietet die Magic Mouse auf der Unterseite eine Lightning-Buchse, damit diese aufgeladen werden kann. Das Innenleben der Maus hat Apple komplett umgekrempelt. Auch hier setzt Apple auf einen wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Akku anstatt auf Einwegbatterien. In Sachen Umweltschutz sicherlich die richtige Entscheidung.

Apple bewirbt die Magic Mouse 2 dahingehend, dass die neue interne Struktur mit dem integrierten Akku und weniger beweglichen Teilen zu einem stabileren und leichteren Produkt führt. Darüberhinaus hat Apple eigenen Worten zufolge die Unterseite der Magic Mouse 2 überarbeitet, damit sie besser gleitet und und weniger Widerstand bietet.

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Tatsächlich fühlt sich die Maus etwas leichter und stabiler an, das verbesserte Gleiten können wir nur bedingt wahrnehmen. Alles in allem punktuelle Verbesserungen. Die Magic Mouse war sehr gut, die zweite Generation ist noch einmal einen Hauch besser geworden. Am sinnvollsten finden wir den integrierten Akku. Solltet ihr bereits über die erste Magic Mouse Generation verfügen und mit dieser keinerlei Probleme haben, dann bleibt dabei. Steht bei euch der Kauf eines iMac an oder möchtet ihr euch eh eine neue Magic Mouse anschaffen, dann erhaltet ihr mit der Magic Mouse 2 ein klasse Produkt, welches ihr mit dem iMac, Mac Pro oder MacBook nutzen könnt.

Man kann darüber diskutieren, ob der Lightning-Port an der Unterseite ideal positioniert ist. Dadurch, dass man die Magic Mouse nur sehr selten auflädt und eine Ladezeit von 2 Stunden ausreicht, um das Gerät einen Monat nutzen können, stört uns die Buchse an der Unterseite nicht. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass zwei Minuten Ladezeit dafür sorgen, dass das Gerät den ganzen Tag durchhält, so stört uns de Buchse an der Unterseite nicht.

Magic Keyboard

Sprechen wir noch über das neue Magic Keyboard. Allein optisch gefällt uns dieses schon besser als die Vorgängerversion. Es wirkt gradlinig und zeitlos. Apple integriert auch beim Magic Keyboard einen Akku, so dass das Wechseln von Batterien auch hier entfällt.

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Eine Tastatur wird daran gemessen, wie der Anwender das Antippen der Tasten empfindet. Hier hat Apple alles richtig gemacht. Das Keyboard wirkt stabil und die einzelnen Tastenanschläge verkörpern eine gute Balance sowie eine einheitliche Bewegung. Apple spendiert dem Magic Keyboard einen überarbeiteten Scherenmechanismus, der die Tastenstabilität um 33 Prozent erhöht.

Das Magic Keyboard ist gut gelungen. Eine Kleinigkeit vermissen wir jedoch. Wir genießen sowohl beim MacBook Air als auch beim Retina MacBook die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur, so dass diese auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut genutzt werden kann. Dies hätten wir uns auch für das Magic Keyboard gewünscht. Wir können allerdings schwierig einschätzen, welchen Einfluss dies auf die Akkuleistung gehabt hätte.

Fazit

Mit allen drei Magic Zubehörteilen hat Apple einen Schritt nach vorne gemacht. Das gradlinige Design, der integrierte Akku sowie die Force Touch Technologie beim Magic Trackpad 2 gefallen uns am Besten. Alle drei Produkte stellen keine Revolution dar, allerdings erhaltet ihr sowohl mit dem Magic Trackpad 2, der Magic Mouse 2 sowie dem Magic Keyboard ein klasse Produkt, welches perfekt zum iMac passt. Magic Mouse 2 oder Magic Trackpad 2 als Eingabegerät für den iMac? Wir tendieren zum Trackpad.

9 Kommentare

  • domayoyo

    da sieht man wieder wie sehr die leute auf marketing fluff herein fallen…das neue keyboard ist vielleicht schicker und für manche leichter zu laden…dennoch ist es nervig auf dem gerät kolumnen oder längere textdokumente zu schreiben und das ist nun mal ein nogo…ich hatte das gerät übrigens die letzten 3 wochen in benutzung…

    09. Nov 2015 | 4:45 Uhr | Kommentieren
    • Krusty

      Könntest du noch erläutern, was genau daran nervig ist? Ist der Anschlag zu kurz oder zu hart, oder fühlt sich die Oberfläche anders an?

      09. Nov 2015 | 7:19 Uhr | Kommentieren
    • Sven

      Hi, nutze das Keyboard jetzt auch seit zwei Wochen. Die Tastatur ist perfekt vom Anschlag und dabei sieht sie noch gut aus. Auch lange Texte lassen sich damit super schreiben.

      09. Nov 2015 | 8:57 Uhr | Kommentieren
  • Christoph

    Mir ist völlig unverständlich, warum das Magic Keyboard nicht zusammen mit Apple TV 4 funktioniert. „Die Zukunft des Fernsehens sind Apps“ – schön, aber wenn viele die Eingabe möglichst sicherer Passwörter verlangen, wäre eine Tastatur schon hilfreich, denn die Eingabe über die Fernbedienung kommt Folter recht nah 😉

    09. Nov 2015 | 7:04 Uhr | Kommentieren
    • MrUNIMOG

      Da wird vermutlich ein Update der Remote-App bald Abhilfe schaffen.

      09. Nov 2015 | 17:33 Uhr | Kommentieren
    • Atx

      Wieso funktioniert das nicht? Beim Apple TV 3 konnte man doch auch Bluetooth Tastaturen anschließen

      10. Nov 2015 | 10:57 Uhr | Kommentieren
      • Krusty

        Das wird wohl am neuen tvOS liegen, das beim Apple TV 4 erstmals zum Einsatz kommt.

        10. Nov 2015 | 11:47 Uhr | Kommentieren
      • Christoph

        Wieso es nicht funktioniert, weiß ich nicht, aber es ist Fakt und vom Support bestätigt. Mich interessiert halt, ob das mit einer neuen OS-Version behoben werden soll, sonst schicke ich die Tastatur nämlich wieder zurück …

        10. Nov 2015 | 13:47 Uhr | Kommentieren
  • MrUNIMOG

    Was ich nicht verstehe: Wieso gibt es auf dem neuen Magic Keyboard noch die Medienauswurf-Taste oben rechts? Die ist doch wirklich ein Relikt vergangener Zeiten, nun da kein aktueller Mac mehr über ein integriertes optisches Laufwerk verfügt.

    Von Besitzern eines externen Laufwerkes mal abgesehen, sind deren einziger verbliebener Nutzen die Tastenkombinationen für Neustart, Ruhezustand, Herunterfahren und deaktivieren des Bildschirms.
    Die würden aber genauso gut funktionieren, wenn man die Taste einfach wie schon bei den MacBooks zum Ein-/Ausschalter umwidmen würde.

    09. Nov 2015 | 17:54 Uhr | Kommentieren

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