Schweizer Uhrenexporte brechen ein

| 15:59 Uhr | 3 Kommentare

Seit ein paar Monaten zeichnet sich bereits ab, dass die schweizer Uhrenindustrie schwächelt. Im Oktober erlebten die Exporte den größten Rückgang seit sechs Jahren. Allein in Hong Kong  und somit dem wichtigsten Markt für die schweizer Uhrenhersteller sind die Zahlen um 39 Prozent gesunken.

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Schweizer Uhrenexporte brechen ein

Betrachtet man den Weltmarkt sind sind die Exporte um 12 Prozent auf knapp 1,85 Milliarden Euro gesunken. So gaben es Verantwortliche der schweizer Uhrenhersteller an. Bricht man die Zahl auf die tatsächlichen Arbeitstage runter, so lag der Rückgang „nur“ bei 7,6 Prozent. Exporte in Richtung USA sanken um 12 Prozent, so Bloomberg.

“2015 has been one to forget for the watchmakers,” said Jon Cox, an analyst at Kepler Cheuvreux in Zurich.

Das Jahr 2015 stellt ein Jahr dar, welches Uhrenhersteller schnell vergessern sollten, so eine Analystenmeinung. Betroffen sind sowohl höherpreisige Uhren als auch günstigere Uhren, z.B. von Swatch oder Fossil.

Fraglich ist, warum die Exporte so stark sinken. Zum einen ist da sicherlich die Apple Watch zu nennen. Diese ist seit April auf dem Markt, wurde weltweit bereits in zahlreichen Ländern eingeführt und hat sich millionenfach verkauft. Die Apple Watch macht der schweizer Uhrenindustrie insbesondere im mittleren Preissegment das Leben schwer. Zudem dürfte die schwächelnde Wirtschaft im asiatischen Raum maßgeblich zum Exporteinbruch beitragen.

Verschiedene schweizer Uhrenhersteller haben bereits angekündigt, ebenso Smartwatches auf den Markt zu bringen Erst kürzlich hat TAG Heuer ein erstes Modell vorgestellt. Zudem hat Fossil für 260 Millionen Dollar Misfit gekauft, um einen Fuß in den Markt für Wearables zu bekommen.

Kategorie: Apple

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3 Kommentare

  • Robert

    Wen wundert es: der Schweizer Franken ist viel zu hoch, daher alles aus der Schweiz viel zu teuer.

    Selber Schuld sage ich nur, die Schweizer Wirtschaft wird es mitbekommen das sie uns die CHF Kredite so teuer gemacht hat.

    20. Nov 2015 | 17:12 Uhr | Kommentieren
    • Krusty

      Der „Franken-Schock“ war im Januar 2015. Seitdem gab es in der obigen Grafik aber auch Monate mit Exportzuwächsen (März, Juni), also kann der Frankenkurs nicht der wesentliche Grund für den Exportverlauf sein. Es liegt wohl doch eher am Kaufverhalten der Leute.

      20. Nov 2015 | 19:35 Uhr | Kommentieren
  • ZumindestEinWenigReflektiert

    Lieber Robert
    Warum denn bitte ist die Schweizer Wirtschaft selber schuld daran, dass der CHF so stark wurde? Dies liegt vorallem daran, dass der CHF eine sehr sichere Währung ist. Kommt hinzu, dass aufgrund der geringen Grösse des Landes, Spekulanten ein eifaches Spiel haben, die Währung zu stärken und somit Gewinn aus dem Devisenhandel zu ziehen.

    20. Nov 2015 | 18:16 Uhr | Kommentieren

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