Tim Cook dementiert: Apple ist kein Steuersünder

| 12:22 Uhr | 1 Kommentar

Apple wird schon seit langer Zeit vorgeworfen, alles zu tun, um in den USA so wenig Steuern wie möglich zu zahlen. Es geht um Tricks, Steuerzahlungen zu umgehen und um riesige Konzerneinnahmen, die sich im Ausland angehäuft haben. Sie kann der Konzern nicht in die USA zurück transferieren und dort im operativen Geschäft einsetzen, ohne einen Großteil davon an den Fiskus zu verlieren. Für diese Haltung musste Apple in der Vergangenheit schon viel Kritik seitens der Politiker einstecken.

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Im Interview mit dem Fernsehsender CBS hat sich Apple-Chef Tim Cook nun den Vorwürfen gestellt. Auf die Frage, wie er Apples Steuerpolitik vor dem US-Kongress rechtfertigen würde, sagte er: Apple zahle mehr Steuern als jedes andere US-Unternehmen. Den Konzern als Steuersünder anzuprangern sei einfach „politischer Blödsinn„, so Cook.

Die Geldmengen im Ausland resultierten daraus, dass Apple zwei Drittel seiner Umsätze außerhalb der USA erwirtschaftet. So weit, so gut. Auf den Grund für die ausbleibende Rücküberführung der Auslandsgelder angesprochen, gab Cook unumwunden zu: „Wir würden sonst 40 Prozent davon verlieren.“

Dass Apple die geforderten Steuern nicht zahle, sei allein dem Staat zuzuschreiben. Schuld sei also nicht der Konzern, sondern, so Cook, ein ungerechtes, weil rückwärts gewandtes Steuersystem.

Apple nutzt legale Steuertricks aus, um so wenig Steuern wie möglich zu zahlen. Nicht mehr und nicht weniger. Allerdings scheint dies einigen Politikern nicht zu gefallen, so dass sie Apple hierfür regelmäßig anprangern.

Bilder aus Jony Ives Design-Schmiede

CBS hat aber auch noch ein weiteres Thema auf Lager. Für Sonntag ist ein Beitrag angekündigt, der einen Einblick in die Produkte-Schmiede von Apples Star-Designer Jony Ive zeigen soll. Auch Tim Cook werde sich äußern, diesmal zu den Themen Privatsphäre und Schutz persönlicher Daten. Diese Thematik ist in den USA heftig umstritten. Seitens der Polizeibehörden wird dem Konzern vorgeworfen, Kriminelle durch starke Verschlüsselung zu schützen.

Kategorie: Apple

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1 Kommentare

  • MrT

    Er hat ja auch Recht. Apple hinterzieht keine Steuern und macht nichts illegales. Man reizt – wie viele andere Firmen – ja nur geltendes Recht bis zum Anschlag aus und verlagert eben diverse Firmensitze bspw. in das viel zitierte Irland, um eben nur deutlich weniger Steuern zu zahlen.

    Große Firmen werden einen Teufel tuen und hinterziehen, da sitzen dicke Steuerkanzleien dahinter, die alles ganz genau ausloten. Und dann kann man sich hinstellen und sagen: WIIIRRRR machen nix verbotenes.

    Recht haben sie

    19. Dez 2015 | 20:50 Uhr | Kommentieren

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