Swiss Alp Watch versus Apple Watch – Schweizer Uhrenhersteller mit Sinn für Humor (und für’s Geschäft)

| 9:11 Uhr | 2 Kommentare

Nun ist es so weit: Nachdem die Computerhersteller kleine Computer hergestellt haben, die aussehen wie Uhren, hat sich ein Schweizer Uhrenhersteller vorgewagt und eine Uhr hergestellt, die aussieht wie – die Apple Watch natürlich.

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Die Firma heißt Moser Schaffhausen AG. Ein Traditionsunternehmen, schon Lenin hatte auf die Marke H. Moser & Cie gesetzt. Die neue Uhr, die der Apple Watch zum Verwechseln ähnlich sieht – nicht nur im Aussehen, sondern auch in den Maßen gleichen sich die beiden – ist aus 18-karätigem weißen Gold gefertigt. Dazu gibt es ein beige-grünes Lederarmband, auf den ersten Blick der markanteste Unterschied zur Apple Watch.

Damit hat Moser sozusagen auch die erste Apple Watch produziert, die ohne einen Prozessor auskommt. Im Inneren der Luxusuhr dreht und tickt es noch wie zu Heinrich Mosers Zeiten.

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Die auffallende Ähnlichkeit ist dem Hersteller sogar alles andere als peinlich. Moser-Chef Edouard Meylan meinte dazu, offenbar nicht ganz ohne Ironie, dass sein Unternehmen mit der Swiss Alp Watch den Kunden vor Augen führen möchte, dass der traditionelle Weg, die mechanisch getriebene Armbanduhr eine Zukunft hat – trotz aller Digitalisierung, die vor kaum einem Gewerbe Halt macht.

Die Swiss Alp Watch ist als absolute Rarität konzipiert mit nur 50 produzierten Exemplaren. Da mag der Preis von rund 25.000 Dollar fast schon überraschen, denkt man an die teuerste Apple Watch Edition, die auch nur ein paar Tausend Dollar weniger kostet. Dass sich Apple wegen dieser Dreistigkeit beschwert, scheint unwahrscheinlich. Eine bedrohliche Konkurrenz stellt Schaffhausen für Cupertino wohl eher nicht dar.

Dabei hatte sich die Branche der renommierten Uhrenhersteller zunächst über Apples Ambition lustig gemacht. Vor der Markteinführung der Apple Watch im April letzten Jahres regnete es Schweizer Spott über Kalifornien. Der Chef von TAG Heuer, Jean-Claude Biver, sagte damals, dass die Apple Watch so aussieht, als hätte sie ein Student im ersten Semester entworfen. Nach seinem Geschmack sei sie außerdem „zu feminin“ gehalten.

Nun ja, TAG Heuer ist nicht Moser, in Schaffhausen hat man nichts gegen weibliche Rundungen am Gerätegehäuse, zumal sie nicht in China entstehen, sondern von Hand im firmeneigenen Werk gefertig werden. „Das ist sehr rar“, steht auf der Unternehmens-Website. (via)

Kategorie: Apple

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2 Kommentare

  • Krusty

    Das ist sicher ein gefundenes Fressen für Apples Patentanwälte.

    07. Jan 2016 | 19:19 Uhr | Kommentieren
  • negecy

    Ist doch völliger Schwachsinn, dieser überteuerte Mechanikkram kann mich weder in Sport unterstützen, in dem er meinen Puls misst, zumal ich die Uhr dort nicht verschwitzen wollte (ich habe die Apple Sport Watch und die reicht vollkommen, zumal ich dann bei einer neuen Generation auch nicht zu hohe Verluste habe), auch kann ich so in Meetings nicht mal kurz und ohne unhöflich zu sein auf eine einkommende Nachricht oder Anruf schauen.

    07. Jan 2016 | 21:24 Uhr | Kommentieren

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