Apples COO Jeff Williams spricht über die Rolle der Apple Watch in der Medizin

| 7:38 Uhr | 0 Kommentare

Jeff Williams ist erst seit kurzem der Chief Operating Officer (COO) bei Apple. Als solcher trägt er die Verantwortung für alle Betriebsabläufe und Leistungen, die Apple erbringt. Am Montag hat er im Radiointerview die neuen Möglichkeiten erklärt, die iPhone und Apple Watch für die Gesundheitsvorsorge bringen. Außerdem sprach er sich für die Abschaffung der Kinderarbeit in den Fabriken der Apple-Zulieferer aus.

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Wird Apple in Zukunft dazu beitragen können, dass die Mediziner Krankheiten schneller diagnostizieren und Krankheitsausbrüche präziser vorhersagen können. Williams schätzt: ja, definitiv. Mit ResearchKit und HealthKit sind bereits jetzt zwei vielversprechende Anwendungen auf dem Markt.

Das habe auch etwas mit Demokratie zu tun, so Williams. Bei Apple sei man überzeugt, dass die Technik hier etwas bewirken kann. Verbesserungsbedarf gibt es zweifellos: Auf der einen Seite stünden heute die ausgefeiltesten technischen Lösungen der Medizin bereit – sie seien andererseits aber nicht für alle Menschen dieser Welt zugänglich. Daran könne der iPhone-Hersteller etwas ändern, so der Chef-Betriebswirtschaftler.

Als Beispiel nannte Williams den Autismus. Eine Früherkennung sei für die Therapie entscheidend. Vor allem in der Kindheitsphase, das heißt so lange sich das menschliche Gehirn noch entwickelt, seien die Heilungschancen deutlich besser als später. Apple könne hier seinen Beitrag leisten. Ein Gutachten habe gezeigt, welche Möglichkeiten eine Smartphone-App bieten kann. Eine Studie hierfür wurde bereits angekündigt.

Apple hat mit HealthKit und ResearchKit schon zwei erfolgversprechende Produkte auf den Markt gebracht. Die Apple Watch spielt nach Ansicht des Experten dabei eine Schlüsselrolle. Mit der Vielzahl an Sensoren und Gesundheits-Apps stünden viele Möglichkeiten offen.

Konsequent gegen Kinderarbeit vorgehen

Jeff Williams scheut sich auch nicht vor negativen Themen. „Keine Firma spricht gern über Kinderarbeit“, sagte Williams. Apple dagegen, so stellte der COO klar, verleugnet das Problem nicht. Sobald dem Konzern ein Fall gemeldet wird, schreite man ein und ziehe das betreffende Unternehmen zur Rechenschaft. Über diese Aktivitäten gibt es dann einen jährlichen Bericht.

Es ist kein Geheimnis, dass bei den Zuliefererbetrieben im Ausland auch schon Minderjährige zum Beispiel in der iPhone-Produktion beschäftigt waren. Dafür gab es viel Kritik, unter anderem von Arbeitervertretungen. Daraufhin musste Apple handeln. (via)

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