Li-Fi Hinweise in iOS: Apple erforscht ultraschnelle optische Datenübertragung

| 21:25 Uhr | 1 Kommentar

Die jüngsten iOS-Versionen beinhalten Referenzen auf Li-Fi, einem experimentellen ultra-schnellen Wireless-Network-Protokoll. Li-Fi benutzt Lichtimpulse, um Daten zu übermitteln. Bis Li-Fi möglicherweise irgendwann mal Wi-Fi in Teilbereichen ablösen wird, werden noch ein paar Jahre vergehen. Apple bereitet sich zumindest ein Stück weit auf die Einführung vor und experimentiert mit der Technologie. im iOS-Code sind nun die ersten Hinweise auf Li-Fi aufgetaucht.

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Li-Fi Referenzen in iOS aufgetaucht

Seit iOS 9.1 findet man in iOS erste zarte Hinweise auf Li-Fi, so Appleinsider. Li-Fi wird von Wikipdia wie folgt beschrieben

Li-Fi (englisch light fidelity) ist ein 2011 vom an der University of Edinburgh arbeitenden deutschen Forscher Harald Haas geprägter Begriff für ein Verfahren der optischen Datenübertragung auf kurze Distanzen (englisch Visible Light Communications, VLC) und ein optisches Äquivalent zu den funktechnisch realisierten WLAN.

Weiter heißt es

Durch An- und Ausschalten spezieller Leuchtdioden (LEDs) können für die optische Nahbereichskommunikation hohe Datenübertragungsraten erzielt werden: 2013 wurden im Labor 10 Gigabit pro Sekunde erzielt. Als Empfänger fungieren Fotodioden, in der eine Umwandlung der Lichtsignale in elektrische Impulse erfolgt.

Li-Fi bringt Vor- und Nachteile mit sich. Auf der einen Seite bietet diese Technologie eine größere Bandbreite zur Datenübertragung. Zudem ist dieses Übertragungsverfahren auch in Bereichen einsetzbar, wo Funksignale wegen der elektromagnetischen Verträglichkeit problematisch sein können, etwa in Flugzeugen oder Krankenhäusern. Auf der anderen Seite ist Li-Fi in der Regel auf eine direkt Datenübertragung per Sicht angewiesen, was eine Übertrgung durch Hindernisse unmöglich ist.

Kurzum: Li-Fi steckt noch in den Kinderschuhen und es wird noch eine Zeit lang dauern, bis es massentauglich ist. Apple kümmert sich bereits zu einem frühen Zeitpunkt um die Technologie, um erforscht mit iOS, wie diese eingesetzt werden kann.

Kategorie: iPhone

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1 Kommentare

  • Eddi

    Das wird dann wie damals in der Zeit vor Bluetooth wo man die Handys mit Infrarot nebeneinander gelegt hat und so die wenigen kb großen Klingeltöne innerhalb weniger Sekunden übertragen konnte 😀

    Naja wenns diesmal schneller geht, warum nicht. Schön wär eine Bündelung aller Technologien sodass sich das Smartphone den schnellsten Übertragungsweg (Li-Fi, NFC, Bluetooth, WLAN, LTE) automatisch sucht oder das ganze bündelt. Wird sicher irgendwann darauf hinauslaufen, dass alle ineinandergreifen. Fehlt dann ja eigentlich nur noch eine akustische Datenübertragung wenn es quasi alle elektromagnetischen Wellenlängen gibt die man sich so vorstellen kann.

    19. Jan 2016 | 1:11 Uhr | Kommentieren

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