Apple generiert mehr iPhone-Umsätze in drei Monaten als Android jemals

| 18:33 Uhr | 5 Kommentare

Es mag kaum überraschen: Apple hat der Verkauf der iPhones in einem Quartal mehr eingespielt, als Google mit Android jemals eingenommen hat. Während Apple einen Großteil der Umsatz mit Hardware einnimmt und die App Store Umsätze das i-Tüpfelchen darstellt, kann Google mit Android deutlich weniger Endgeräte verkaufen.

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Der Gerichtsprozess zwischen Google und Oracle hat interessante Interna zutage gefördert. Google hatte an Apple im vorletzten Jahr eine Milliarde Dollar gezahlt, damit die Google-Suche weiter auf den iPhones tonangebend bleibt. Bekannt war auch schon, dass Google einen Teil der laufenden Werbeeinkünfte an Apple abführt.

Google macht mit Android 22 Mrd. Dollar Gewinn

Ein Anwalt von Oracle hat nun aber enthüllt, was nicht bekannt war: Dass Android für Google bisher insgesamt 31 Milliarden Dollar eingespielt hat. Der Gewinn-Anteil davon beträgt 22 Milliarden Dollar. Das war Thema beim Nachrichtenanbieter Bloomberg.

Der Gewinn aus Android-Software überrascht ohne Zweifel. Aber im Vergleich zu dem, was Apple mit dem iPhone-Verkauf einnimmt, ist er verschwindend gering. Die Einnahmen aus Googles Android entsprechen dagegen fast den Einnahmen Apples aus dem iPhone-Verkauf im dritten Quartal, dieses hatte 32 Milliarden in die Kassen von Cupertino gespielt.

Natürlich hinkt der erste Vergleich. Bei Google geht es um ein reines Dienstangebot via Software. Apple hingegen verkauft Hard- und Software. Die Einnahmen Googles aus Android stammen wesentlich aus dem Google Play Store, dem App-Angebot für das mobile, auf der Arbeit der Linux-Entwickler basierende Betriebssystem und aus den Klicks auf Online-Werbung.

Software-Verkauf für Apple ein Nebengeschäft

Vielleicht kann man an diesem schiefen Vergleich aber am besten sehen, wie ein Anbieter in der IT-Branche wirklich erfolgreich wird: Indem er voll und ganz selbst entwickelte Produkte verkauft. Ein bisschen Samsung, ein wenig Google, eine Portion Linux und etwas von hier und da steckt in jedem handelsüblichen Galaxy-Smartphone.

Dagegen das iPhone – das ist nahezu vollkommen von Apple, auch wenn das reine Material vielleicht von sonstwoher stammt und die Produktion in China erfolgt. Mit anderen Worten: Der erfolgreiche Konzern behält den gesamten Prozess und die Konzeption aller Bestandteile – Software und Hardware – in der Hand.

Aber auch die Teile lohnen sich. Apple dürfte aus dem App-Store-Geschäft schätzungsweise 17 Milliarden Dollar pro Jahr eingenommen haben – bei 40 Milliarden Dollar, die an App-Anbieter weitergeleitet wurden.

5 Kommentare

  • Krusty

    Google verkauft auch selbst entwickelte Smartphones: die Nexus-Serie.

    24. Jan 2016 | 19:02 Uhr | Kommentieren
  • Wolfi

    Was ist das für eine Handyhalterung auf dem Foto?

    24. Jan 2016 | 19:18 Uhr | Kommentieren
  • Phil

    Was ist denn das für ein komischer Vergleich! Versteht mich nicht falsch ich habe auch ausschließlich Apple Produkte und kein einziges Android Gerät. Aber dennoch finde ich es komisch dass man ein Produkt was im Schnitt 800 € kostet mit einem anderen Produkt was null Euro kostet zu vergleichen und dann zu sagen dass das Produkt für 800 € mehr Geld einnimmt als das andere! Das wäre ja genau so als wenn man sagt die Bahn nimmt mit ihren Fahrkarten mehr Geld ein als Rolltreppenhersteller mit der reinen Nutzung ihrer Produkte einnehmen! Das ist natürlich klar dass die Bahn gewinnt weil man normalerweise für die Nutzung von Rolltreppen keine Gebühren bezahlen muss.

    24. Jan 2016 | 20:34 Uhr | Kommentieren
  • Walli

    Das ist mit Abstand der schlechteste und der am Meisten einseitig bewertete Artikel der hier auf dieser Seite je veröffentlicht wurde. Ist folgende Passage euer Ernst?
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    „Vielleicht kann man an diesem schiefen Vergleich aber am besten sehen, wie ein Anbieter in der IT-Branche wirklich erfolgreich wird: Indem er voll und ganz selbst entwickelte Produkte verkauft. Ein bisschen Samsung, ein wenig Google, eine Portion Linux und etwas von hier und da steckt in jedem handelsüblichen Galaxy-Smartphone.
    Dagegen das iPhone – das ist nahezu vollkommen von Apple, auch wenn das reine Material vielleicht von sonstwoher stammt und die Produktion in China erfolgt. Mit anderen Worten: Der erfolgreiche Konzern behält den gesamten Prozess und die Konzeption aller Bestandteile – Software und Hardware – in der Hand.“
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    1. ihr solltet selbst am Besten wissen, dass bei Apple eigentlich nur die Software, das Design und der Chip aus eigener Hand sind. Display, RAM, LTE Module, NFC Chip etc. – alles kommt von anderen Herstellern, auch Samsung. Wie ihr diese Tatsache einfach so unter den Tisch fallen lässt ist mir völlig umbegreiflich und erschreckt mich sehr.
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    2. Bereits im ersten Absatz werft ihr Google indirekt vor nicht erfolgreich zu sein. Wie man ernsthaft so etwas behaupten kann ist mir völlig schleierhaft. Google hat einen deutlich größeren Forschungsetat als Apple, entwickelt in deutlich mehr Felder und betreibt eigene Forschungslabs, die sich nicht nur auf Konsumerprodukte beschränken: Die blutzuckermessende Kontaktlinse ist ein sehr gutes Beispiel in welche Richtungen Google alles denkt. Man mag über Google denken was man will aber sie sind es, die technologische Entwicklungen breiter, wenn auch weniger fokussierter betrachten als Apple.
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    3. Nehmt bitte eure Apple Brille ab und versucht mal ein wenig objektiver die Dinge zu betrachten. Apple hat zwar enorme Margen und ist aus BWL und Marketingsicht eine enorme Geldmaschine geworden. Die Produkte die sie raus bringen sind meist durchdacht und mir gefallen auch die Meisten. Aber was nützt Apple diese Unmengen an Geld, wenn der Konzern nicht weiß, wie es diese einsetzen soll. Würde Apple Investitionen in einem ähnlichen relativen Verhältnis einsetzen wie Google, könnte man eine Unmenge an Forschungsprojekten starten und man hätte allein schon auf Grund der finanziellen Möglichkeiten schnell Ergebnisse. Doch sie können nicht weil die Gelder im Ausland fest hängen und die Forschung eben größtenteils in den USA sitzt. So viel zum Gewinn.
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    4. ich verfolge Apple nun schon einige Jahre und ich habe das Gefühl, dass man sich mittlerweile doch arg eingeengt hat. Nicht, dass die Produkte nicht gut sind. Mir fehlt in den letzten Jahren einfach das unkonventionelle, der Mut zum Risiko. Viele Produkte sind eher abßehbar und nur wenige sind wirklich mutig (MacBook). Das ist es jedoch, was Apple früher groß gemacht hat. Das rebellische, stylischer ist weg und mittlerweile erstrahlt das Unternehmen im metallic spacegrau/Silber/rosegold.
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    Ich werde zwar sicher noch einige Jahre Apple Produkte aus Berzeugung kaufen (die Apple Watch 2 kann kommen), aber man sollte doch auch mal nach links und rechts schauen und das Vorgehen anderer Unternehmen realistisch bewerten. Und da ist Google eines der Unternehmen, was zumindest im Bereich der Forschung enormes Potential hat (und eine sehr gute dahinterstehende Philosophie – z.B der 10 Mal Gedanke). Man kann sicher darüber streiten was der Drang nach Daten für ein gesellschaftliches Problem darstellt. Jedoch sollte man bedenken, dass wenn man Apple aus der IT Landschaft heraus nimmt, Google der unangefochtene BigPlayer ist, der im vielen Bereichen des Lebens bereits heute Vorreiter und Marktbeherrscher ist.

    25. Jan 2016 | 19:23 Uhr | Kommentieren

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