Falsche Apple Stores in China kommen aus der Mode

| 8:21 Uhr | 0 Kommentare

Unter chinesischen Unternehmern zählte es zur beliebten Geschäftsidee: die Nachahmung der offiziellen Apple Stores. Sie eröffneten ein Elektronik-Geschäft im Stile Apples und klebten sich das Logo einfach so ins Schaufenster. Das folgende Foto aus einem dieser „Apple Stores“ stammt aus dem Jahr 2011. Das Innendesign des Ladens und das Outfit des Angestellten wirken erstaunlich echt. Vielleicht glaubt sogar der Angestellte, dass er direkt für Apple arbeitet.

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Während Apple seine Präsenz in China stetig ausbaut, geht jedoch gleichzeitig die Zahl solcher irregulärer Geschäfte zurück. Das berichtete das Nachrichtenmagazin Reuters am Dienstag. Die Unternehmer hätten sich auf andere Marken chinesischer Bauart verlegt, darunter Huawei, Xiaomi, Meizu und Oppo.

Verschiedene Erklärungsansätze

Es ist also nicht so, dass dieser Geschäftszweig aussterben würde. Die Anbieter wechseln nur die Flagge. In einem Geschäft, das auch heute noch Apple-Produkte vertreibt, klagt eine Verkäuferin über sinkende Einnahmen. Der Absatz sei seit Herbst 2015 um 50 Prozent eingebrochen, so die Frau. Offiziell konnte Apple jedoch den Umsatz im letzten Quartal in China um 14 Prozent steigern.

Man könnte ihre Klage auch so verstehen, dass die Nachfrage nach iPhones zurückgegangen wäre. Möglich ist auch, dass Apple bei der chinesischen Regierung ein Eingreifen erwirkt hat. Eine solche Maßnahme gab es vor vier Jahren schon einmal. Doch sie reichte damals nicht so weit, dass alle illegalen Stores von der Bildfläche verschwanden.

Bald soll der 33. Apple Store in China eröffnen

Der Grund könnte aber auch einfach darin liegen, dass die Kunden, anstatt in einen solchen Fake-Store zu gehen, jetzt genügend offizielle Alternativen finden. In China existieren schon über 30 echte Apple Stores, Tendenz: rapide steigend.

Apple möchte bis zum Sommer dieses Jahres die Zahl auf 40 erhöhen. Zum Vergleich dazu: In Apples „Heimat“ Kalifornien gibt es allein schon 53 Apple Stores. Mit 40 Niederlassungen in China können vorrangig nur die wichtigsten Metropolen an der Ostküste abgedeckt werden. Das lässt für die illegalen Shops sicher noch Spielraum übrig, falls die Behörden diesem Geschäftsgebahren nicht Einhalt gebieten. (via)

Kategorie: Apple

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