Apple vs. FBI: Das sagen die Opfer und der FBI-Direktor – das hätte Steve Jobs gesagt

| 16:45 Uhr | 0 Kommentare

Der Fall Apple vs. FBI beschäftigt uns nun schon ein paar Tagen. Das FBI verlangt von Apple, dass es im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens ein iPhone knackt. Apple selbst besitzt jedoch keinerlei Schlüssel, um an die iPhone-Inhalte zu gelangen, geschweige denn gibt es in der iOS-Firmware eine Hintertür, so dass Apple Kommunikation abfangen kann. WhatsApp und Google, Facebook und Twitter unterstützen Apple.

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Apple selbst hat dem FBI alle Daten mitgeteilt, die das Unternehmen für den Fall bereit stellen konnte. Es war die US-Behörde selbst, die durch das Ändern des Passwortes der AppleID den theoretischen Zugriff auf weitere Daten verhinderte.

Opfer auf der Seite des FBI

Einige Opfer des Terroranschlags, die sich bisher geäußert haben, schlagen sich auf die Seite des FBI und unterstützen das Vorhaben, Apple zu zwingen, das betroffene iPhone zu entschlüsseln, so Reuters. Stephan Larson, Anwalt verschiedener Opfer äußert sich wie folgt

„Sie waren Opfer eines Terroranschlags, und nun wollen sie wissen, wie es dazu kam.“

Allerdings gibt es unter den Opfern auch andere Meinungen. So schlägt sich die Mutter eines Opfers auf die Seite von Apple und macht auf die grundsätzlich Bedeutung von Privatsphäre aufmerksam.

FBI-Direktor „Wollen nicht Jedermanns iPhone-Verschlüsselung knacken“

FBI Direktor James Comey hat sich abermals in dieser Angelegenheit zu Wort gemeldet und versucht die Ängst der Anwender zu nehmen, dass seine Behärde verlangt, es einfacher zu machen, ein iPhone zu knacken. Man wolle keinen Präzedenzfall schaffen. Es ginge lediglich um die Opfer und Gerechtigkeit, so das FBI in einem offenen Brief.

„We simply want the chance, with a search warrant, to try to guess the terrorist’s passcode without the phone essentially self-destructing and without it taking a decade to guess correctly. That’s it. We don’t want to break anyone’s encryption or set a master key loose on the land. I hope thoughtful people will take the time to understand that. Maybe the phone holds the clue to finding more terrorists. Maybe it doesn’t. But we can’t look the survivors in the eye, or ourselves in the mirror, if we don’t follow this lead.“

Kurzum: Er will nur die Chance haben, den richtigen Passcode zu „erraten“, bevor alle Daten auf dem Gerät geloscht werden. Und das Ganze sollte nicht gerade ein Jahrzehnt benötigen, bis die Behörde das schafft. Man wolle nicht jedes iPhone-Entschlüsseln können. Klingt irgendwie nach Schadensbegrenzung.

Das sagte Steve Jobs über Privatsphäre

Re/code macht auf ein Statement von Steve Jobs aus dem Jahr 2010 aufmerksm.

“Privacy means people know what they’re signing up for — in plain English, and repeatedly,” he said. “A lot of people in the Valley think we’re really old-fashioned about this,” Jobs said. “And maybe we are.”

Kategorie: Apple

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