Neues Apple-Büro in San Francisco soll junge Talente anziehen

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Der Konkurrenzdruck in der Technikbranche zwingt Apple dazu, bei der Suche nach Personal neue Wege zu gehen und mehr Anreize zu schaffen. Das haben Apple-Personalverwalter der Nachrichtenagentur Reuters anvertraut.

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Apple scheint sein bisheriges Konzept zu überdenken. In San Francisco entsteht ein neuer Ansatz. Schon heute bietet Apple verschiedene Anreize für Mitarbeiter und dies soll ausgeweitet werden.

Es handelt sich um den Bürokomplex in South of Market (SoMa). Auf zwei Stockwerken werden hier Büros vorbereitet, die ab dem kommenden Sommer für 400 bis 500 Angestellte Platz bieten sollen. Viele andere Tech-Unternehmen sind schon in SoMa stationiert, darunter Foursquare, CloudFlare, Pinterest, LinkedIn, Dropbox und Yelp.

Apple muss umdenken

In dem Reuters-Bericht werden auch frühere Angestellte von Apple zitiert. Unter anderem Matt MacInnis, der heute die IT-Firma Inkling leitet. Bei Apple habe man es immer so gesehen, dass es an sich schon ein Privileg ist, für Apple zu arbeiten. Mehr bräuchten die Beschäftigten dann nicht.

„Und wenn du’s nicht machst, wartet an der nächsten Ecke schon der Nächste, der sich über den Job freut“, kritisiert der frühere Mitarbeiter die arrogante Haltung des Konzerns. Heute aber sei die Konkurrenz der Konzerne um fähiges Personal größer als zu jenen Zeiten. MacInnis hatte den Konzern 2009 verlassen.

Allein der neue Standort in San Francisco sei schon ein Versuch, jüngere Talente anzuziehen. Die Gegend ist attraktiver für die Jugend als Cupertino, in dem Apple seinen Hauptsitz hat.

Schwierigkeiten bereitet auch eine andere Seite der Personal- und Unternehmenspolitik. Apple veröffentlicht nämlich grundsätzlich keine Zusammenfassungen seiner Forschungsarbeiten. Für Wissenschaftler ist dieser Weg eigentlich ein No-Go, denn sie sind auf regelmäßige Publikationen angewiesen, wenn sie im Leben irgendwie weiterkommen wollen. Hier kommt Apples Datenpolitik der Personalpolitik ein wenig in die Quere.

Das rächt sich dann bei der Suche nach geeigneten Leuten, etwa auf gefragten Gebieten wie der Entwicklung der künstlichen Intelligenz. Ob sich das aber noch ändert, erscheint mehr als fraglich. Verschwiegenheit zählt zu Apples Kernprinzipien, wenn man so will.

Kategorie: Apple

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