FBI wirft Apple Panikmache vor – Apples Chefanwalt antwortet

| 13:55 Uhr | 0 Kommentare

Die Streitigkeiten zwischen Apple und dem FBI sind noch längst nicht ad acta gelegt. Vielmehr befinden wir uns noch mitten in der Auseinandersetzung. Das FBI verlangt von Apple, dass der Hersteller ein iPhone 5C im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens knackt und eine Hintertür in iOS implementiert. Apple weigert sich jedoch und will die Daten seiner Kunden schützen. Eine solche Hintertür würde hunderte Millionen User einem Risiko aussetzen.

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Der Ton wird rauer

Am 22.März findet vor Gericht eine Anhörung statt und bereits im Vorfeld positionieren sich die Parteien. So hat das FBI nun erneut ein offizielles Dokument an das Gericht geschickt, um seinem Anliegen Nachdruck zu verleihen, dass Apple das sogenannte San Bernardino iPhone des Verbrechers Syed Farook knackt.

Die US-Behörde betont, dass man ein moderates Anliegen habe. Man wolle lediglich ein iPhone „geknackt“ haben und keinen Hauptschlüssel für alle iPhone-Geräte. Gleichzeitig beschuldigt das FBI Apple, dass die Aussagen des Herstellers aus Cupertino rhetorisch falsch seien, und dass man nur die Freiheit und Rechte der Menschen schützen möchte.

Apple and its amici try to alarm this Court with issues of network security, encryption, back doors, and privacy, invoking larger debates before Congress and in the news media. That is a diversion. Apple desperately wants–desperately needs–this case not to be „about one isolated iPhone.“ But there is probable cause to believe there is evidence of a terrorist attack on that phone, and our legal system gives this Court the authority to see that it can be searched pursuant to a lawful warrant. And under the compelling circumstances here, the Court should exercise that authority, even if Apple would rather its products be warrant-proof.

Apple wolle durch seine Darstellung und den Unterstützerbriefen nur Panik verbreiten. Zudem solle der Code, den Apple zum Knacken eines iPhones entwickeln müsse, niemals den Besitz von Apple verlassen. Man wolle nur einen Nachschlüssel, um ein iPhone öffnen zu können.

Die Antwort von Apple lässt nicht lange auf sich warten und so hat sich Apples Chefanwalt Bruce Sewell offiziell zum jüngsten Antrag des FBI geäußert. Business Insider schreibt

In 30 years of practice I don’t think I’ve seen a legal brief that was more intended to smear the other side with false accusations and innuendo, and less intended to focus on the real merits of the case. […]

We add security features to protect our customers from hackers and criminals. And the FBI should be supporting us in this because it keeps everyone safe. To suggest otherwise is demeaning. It cheapens the debate and it tries to mask the real and serious issues. I can only conclude that the DoJ is so desperate at this point that it has thrown all decorum to the winds….

Sewell sagte, dass die Aussagen ein Schuss gegen Apple seien und das Dokument einer Anklage gleicht. Dies sei ein unbegründeter Vorstoß, Apple zu verunglimpfen.

Kategorie: Apple

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