„Wir entwickeln kein GovtOS“ – Apple Entwickler drohen mit Kündigung

| 14:25 Uhr | 3 Kommentare

In der kommenden Woche findet am 22. März eine Anhörung vor Gericht statt. Es geht um den Verschlüsselungsstreit zwischen Apple und dem FBI. Die US-Behörde verlangt von Apple, dass der Hersteller aus Cupertino ein iPhone knackt und eine iOS-Hintertür einbaut, so dass Behörde Zugriff auf persönliche Anwender erhalten. Diese spezielle iOS-Version mit Hintertür wird GovtOS genannt. Apple weigert sich jedoch.

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Apple Entwickler: „Wir entwickeln kein GovtOS“

Sollte das FBI den Rechtsstreit mit Apple gewinnen und sollte das Unternehmen dazu gerichtlich verdonnert werden, das iPhone 5C zu knacken und ein sogenannten GovtOS zu entwickeln, werden sich Apple Entwickler dagegen streuben.

Wie die New York Times berichtet, wollen einige Apple Entwickler im Fall X lieber ihren Job bei Apple kündigen, als eine Hintertür in iOS zu implementieren, um die die Sicherheits des Systeme, was sie entwickelt haben, zu untergraben.

“Such conscription is fundamentally offensive to Apple’s core principles and would pose a severe threat to the autonomy of Apple and its engineers,” Apple’s lawyers wrote in the company’s final brief to the Federal District Court for the Central District of California.

Die Entwickler geben mit solchen Aussagen einen Einblick in die Kultur des Unternehmen. Die New York Tims hat mit mehreren ehemaligen und aktuellen Apple-Mitarbeitern gesprochen und die Meinung ist ziemlich klar. An einem GovtOS wolle man nicht arbeiten.

Der ehemeliage Apple-Mitarbeiter Jean-Louis Gassée fasst die Kultur bei Apple gut zusammen

„Bei Apple herrscht eine unabhängige und rebellische Kultur. Wenn die Regierung Unterstützung von den Apple-Entwicklern erzwingen will, dann mal viel Glück.“

Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht klar, wie das Gericht entscheiden wird. Zahlreiche namhafte IT-Konzerne, Organisationen und Einzelpersonen unterstützen Apple im Kampf gegen das FBI.

Kategorie: Apple

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3 Kommentare

  • Schreiber

    Hahaha war ja zu erwarten.
    Genau das Gegenteil von dem was Carly Fiorina immer gesagt hatte, dass die IT Unternehmen gerne der Regierung helfen.
    Ich hoffe Apple bleibt sich seinen Prinzipien in Sachen Datenschutz treu.

    19. Mrz 2016 | 0:50 Uhr | Kommentieren
  • Kay

    Es geht hier aber auch um deine Sicherheit…gegen den Terrorismus.
    Ich wäre dafür unter strengen auflagen.

    19. Mrz 2016 | 6:55 Uhr | Kommentieren
    • Sebastian

      Du verstehst anscheinend nicht worum es geht. Na klar geht es um einen Einzelfall und das Entsprerren dieses einen iPhones könnte „unserer Sicherheit“ dienen. Aber so etwas stellt einen Präzedenzfall dar und kann ganz schnell dazu führen, dass auch unsere iPhones aus Sicherheitsgründen eingesehen werden können. Das erinnert mich sehr stark an die Vorratsdatenspeicherung, Kameraüberwachung auf öffentlichen Plätzen und Verkehrsmitteln, etc.

      Manch einer von uns bevorzugt es nicht in einer komplett überwachten Welt zu leben. Jetzt gibt es wieder die Leute die sagen „wach auf, die wissen eh alles über dich“.. Vermutlich ist das so. Aber man muss es ja nicht noch einfacher machen 😉

      19. Mrz 2016 | 9:41 Uhr | Kommentieren

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