So wirkt Apple Werbung…

| 7:39 Uhr | 1 Kommentar

War sie es selbst? Hat sie sich die Nase blutig gestoßen? Wir wissen es nicht. Eins aber ist sicher: Die legendäre Bauchlandung von Taylor Swift im Apple-Werbespot hat sich ausgezahlt – im wahrsten Sinn des Wortes. Die Verkaufszahl des Drake-Titels ist auf iTunes um über 400 Prozent angestiegen.

taylor-swift-apple-beats-treadmill-jumpman-2016-billboard-650

Der Werbespot kam am letzten Freitag raus. Das war vielleicht nicht zufällig der 1. April. In dem Spot stöbert die Sängerin im Musikangebot, wählt den Titel „Jumpman“ von Drake aus, steigt auf ihr Laufband, rennt los und rapt kräftig mit. Kurze Zeit später zieht es ihr die Füße weg und sie fällt der vollen Länge nach auf das Laufband. Und Schnitt, die Szene ist zu Ende, der Zuschauer ist irritiert oder belustigt oder beides.

Ein Flow mit Nebenwirkungen

Nach diesem Ganzkörpereinsatz der mutigen Sängerin gingen die Verkäufe der Drake-Titel weltweit in die Höhe, im globalen Schnitt um exakt 431 Prozent, wie Billboard schreibt. Das Video selbst wurde auf Facebook und Instagram über 20 Millionen mal abgespielt. Die moderierte Apple Music Playlist, in der Swift im Spot stöbert, heißt #gymflow. Die Liste steht momentan auf Platz fünf der beliebtesten Playlists im Apple Music Stream.

Taylor Swift, mit der Apple früher mal hefitg im Clinch lag wegen mieser Geschäftsbedingungen für die Künstler, setzt sich inzwischen nicht nur körperlich für den Konzern ein. Apple darf gewissermaßen auch auf die riesige Zahl von Facebook- und Instagram-Followern der Musik-Prinzessin zurückgreifen. Swift hat allein 73 Millionen Instagram-Follower. Das Video wurde auf ihrem Account zuerst gepostet. Jetzt läuft der einminütige Clip mit Taylors Sturz-Rap auf diversen Fernsehsendern in den USA, auf ESPN, CBS, NBC, ABC und Fox.

Swift kooperiert auch mit Facebook

Einen einminütigen Clip gibt es als neues Feature übrigens bald auf Instagram. Das hatte der Anbieter, der zu Facebook gehört, etwa zur gleichen Zeit angekündigt. Das Feature ermöglicht es den Nutzern, einminütige Videosequenzen hochzuladen. Taylor Swift zählte zu den ersten, die das neue Feature noch vor seiner Markteinführung testen konnten.

Marketing-Scherz mit Strategie

Die große Frage ist nun: Was will uns Apple mit Taylor Swifts Showeinlage beweisen? Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass der begeisterte Apple Music Abonnent alles um sich herum vergisst, weil das Musikangebot nun einmal so umwerfend ist. Man könnte es aber auch als dreiste Kampfansage gegen die Streaming-Konkurrenz verstehen. In jedem Fall ist das Konzept aufgegangen.

Kategorie: Apple

Tags:

1 Kommentare

  • Deadrow

    Kurz. Knackig. Message rübergekommen.

    09. Apr 2016 | 14:01 Uhr | Kommentieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.