Outsourcing war gestern: Apple holt sich die iCloud zurück

| 7:35 Uhr | 0 Kommentare

Angeblich ist es ja günstiger und effektiver, Aufgabenbereiche in externe Unternehmen auszulagern. So lässt Apple bisher seine Speicher-Dienste unter anderem von Amazon Web Services betreiben.

apple_datenzentrum

Doch der Konzern hat sich für eine neue Strategie entschieden: Anstatt die iCloud bei anderen Anbietern zu hosten und damit von diesen abhängig zu sein, möchte Apple sein Geld fortan verstärkt in die eigene Infrastruktur investieren und die iCloud selbst verwalten. Wie DigiTimes berichtet, arbeitet der Konzern mit dem chinesischen Server-Lieferanten Inspur zusammen.

Inspur ist mit 60 Prozent Marktanteil der unumstrittene Platzhirsch auf dem chinesischen Servermarkt. Der Anbieter beliefert auch andere US-Größen wie Microsoft, Intel und IBM. Inspur unterhält auch eine Niederlassung in Kalifornien, ganz in der Nähe von Apples Hauptquartier in Cupertino.

Bisher ist es ein Gerücht

Die Kooperation zwischen beiden Unternehmen wurde bisher zwar von keiner Seite bestätigt, aber in der Gerüchteküche der Apple-Zulieferer wird schon fleißig darüber getuschelt. Mitarbeiter der taiwanischen Website DigiTimes haben die Vermutungen am Montag veröffentlicht.

Im März war ein Vertrag zwischen Apple und Google vorausgegangen. Für zwischen 400 und 600 Millionen US-Dollar stellt Google seine Speicherdienste für Apple bereit – nicht nur für die iCloud, sondern auch andere Dienste Apples. Denn der Bedarf steigt zunehmend und Apple muss sich etwas einfallen lassen, wo es seine Datenberge anhäuft.

Welche Anbieter zuvor für die iCloud zuständig waren, war immer als Firmengeheimnis gehütet worden. Als maßgebliche Dienstleister sollen Gerüchten zufolge AWS und Microsoft Azure zuständig sein. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass der iPhone-Hersteller weiterhin auf mehrere Anbieter setzt. Zumindest so lange, bis die eigenen Rechenzentren einsatzbereit sind und Apple die Sache wieder in die eigenen Hände nehmen kann.

Momentan bereitet der Hersteller neue Rechenzentren in Europa – in Irland und Dänemark – sowie an drei Standorten in den USA vor, hier in den Bundesstaaten Nevada, Arizona und Oregon.

Kategorie: Apple

Tags:

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.