US Gericht zwingt Verdächtige ihr iPhone mit Fingerabdruck zu entsperren

| 16:43 Uhr | 3 Kommentare

Der Fingerabdrucksensor Touch ID beim iPhone ist eine klasse Sache. Das Gerät ist gesperrt und nur derjenige, der den richtigen Schlüssel bzw. den richtigen Fingerabdruck parat hat, kann das Gerät entschlüsseln. Alternativ ist die Eingabe des Passcodes zum Entsperren möglich. Darf ein Gericht einen Verdächtigen dazu zwingen, ein iPhone mit dem Fingerabdruck zu entsperren?

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US Gericht zwingt Verdächtige ihr iPhone mit Fingerabdruck zu entsperren

Man kann nur allen Anwendern raten, iPhone und Co. zu sperren, so dass nicht jedermann direkten Zugriff erhält. Wird das Gerät z.B. entwendet, so kann der Dieb vermutlich nur wenig mit dem Gerät anfangen.

Innerhalb von nur 45 Minuten nach ihrer Festnahme durch das FBI wurde nun eine Verdächtige in den USA von einem Gericht dazu verurteilt, ihr iPhone mittels Fingerabdruck zu entsperren, so dass die Verfolgungsbehörde Zugriff auf das Gerät erhält. Die LA Times berichtet:

There, authorities obtained a search warrant compelling the girlfriend of an alleged Armenian gang member to press her finger against an iPhone that had been seized from a Glendale home. The phone contained Apple’s fingerprint identification system for unlocking, and prosecutors wanted access to the data inside it.

It marked a rare time that prosecutors have demanded a person provide a fingerprint to open a computer, but experts expect such cases to become more common as cracking digital security becomes a larger part of law enforcement work.

The Glendale case and others like it are forcing courts to address a basic question: How far can the government go to obtain biometric markers such as fingerprints and hair?

Schon eine interessante Anordnung durch das Gericht. Sollte sich die Verdächtige weigern, das Gerät mittels Touch ID zu entsperren, so ist davon auszugehen, dass Zwang angewendet werden darf. Nach drei fünf Fehlversuchen ist die Eingabe des Passcodes übrigens zum Entsperren des Codes zwingend erforderlich. Stellt sich die Frage, was passiert, wenn die Verdächtige dreimal absichtlich einen nicht hinterlegten Finger zum Entsperren nutzt oder auf andere Art und Weise versucht, dass der Finger nicht richtig erkannt wird.

Kategorie: iPhone

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3 Kommentare

  • Deadrow

    Ich würd meinen Finger in Scheiße tunken und dann ins Gesicht des Richters der es angeordnet hat.

    02. Mai 2016 | 21:12 Uhr | Kommentieren
    • Eddi

      Weil? Es muss ja einen triftigen Grund dafür geben dass sie verhaftet wurde. Wenn mich eine Behörde wie das FBI bitten würde mein iPhone zu entsperren würde ich das möglicherweise sogar machen um mich zu entlasten. So sehr ich das US Justizsystem nicht mag, ohne etwas angestellt zu haben wird man wohl kaum vor Gericht gezerrt und zu sowas gezwungen. Und falls doch, wird man so schnell entlastet und gut ist.

      @Macerkopf: Nach drei fehlgeschlagenen versuchen taucht zwar die Tastatur auf, man hat aber zwei weitere Versuche, erst dann wird das Passwort fällig. Wer sowas also verhindern will muss wohl irgendwie unbemerkt 5x einen falschen Finger auf den Scanner legen bevor er verhaftet wird.

      02. Mai 2016 | 23:44 Uhr | Kommentieren
  • Jan Batt

    Mann muss schon 5 x den falschen Finger auflegen. Erst danach kann man nur noch mit dem Code entsperren (gerade getestet) 😉

    p.s. nach 3 x kommt zwar die Aufforderung den Code einzugeben aber es geht dann immer noch mit dem richtigen Finger (ios 9.2.)

    02. Mai 2016 | 22:47 Uhr | Kommentieren

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