Drohender iPhone-Verkaufsstopp in Peking

| 15:33 Uhr | 1 Kommentar

Nachdem die chinesische Urheberrechtsbehörde von Beijing festgestellt hatte, dass Apples aktuelle iPhones ein Patent eines chinesischen Konkurrenten missachten, droht nun ein Verkaufsverbot für Apples iPhone 6 und 6 Plus in Peking.

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Bei dem Konkurrenten handelt es sich um Shenzhen Baili, das Patent bezieht sich auf das Smartphone „Baili 100c“.

Apple ist in dieser Sache schon vor Gericht gezogen. Sollte dieser Weg aber keinen Erfolg bringen, droht ein Verkaufsverbot für alle iPhone-6-Modelle in der chinesischen Hauptstadt. Momentan sind die betreffenden Geräte aber noch frei erhältlich, wie Apple gegenüber CNBC klarstellt.

Laut Bloomberg könnte dieser Vorfall als Präzedenzfall dienen. Die chinesischen Konzerne nutzen ihre Möglichkeiten, sich gegen die ausländischen Konzerne in Position zu bringen. Dabei wissen sie die eigene Regierung hinter sich. Man sieht also: nicht nur deutsche Firmen haben es immer schwerer in China, sondern auch solche Größen wie Apple.

Die ersten Folgen machen sich schon bemerkbar. Die Nachricht über das drohende Verkaufsverbot hat die Apple-Aktie am Freitag über zwei Prozent seines Wertes gekostet.

Die Experten scheinen hier weniger skeptisch. Tim Long von BMO Capital Markets beispielsweise schätzt nicht, dass die Pekinger Entscheidung irgendwelche gravierenden Auswirkungen auf Apple haben könnte. „Es gibt dutzende vergleichbare Fälle, wo ein niederes Gericht für eine lokale Firma entschieden hatte und diese Entscheidung im Berufungsverfahren nicht stand hielt“, so der BMO-Analyst.

Kategorie: iPhone

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1 Kommentare

  • Joe

    Offensichtlich wollen die Chinesen Apple wieder einmal kräftig schröpfen, damit der Markt offen bleibt.

    19. Jun 2016 | 21:03 Uhr | Kommentieren

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