Indien macht den Weg für Apple Stores frei

| 8:38 Uhr | 0 Kommentare

Tim Cooks Besuch in Indien hat sich bezahlt gemacht. Die indische Regierung hat am Montag angekündigt, die Regeln für ausländische Direktinvestitionen weitreichend zu reformieren. Damit wird der Weg frei für die ersten Apple Stores in Indien.

apple_logo_kudamm_61px

Bisher war es so, dass jeder ausländische Konzern, der in Indien eigene Verkaufsstellen betreiben wollte, mindestens 30 Prozent der Güter im Land produzieren musste.

Der Wunsch nach Spitzentechnologie

Welche Änderungen jetzt alles anstehen, wird nur ansatzweise deutlich: Apple muss diese Bedingung erst nach einer Frist von drei Jahren erfüllen, wie die Times of India berichtet. Danach besteht noch die Möglichkeit, diese Schonfrist um weitere fünf Jahre zu verlängern. Die 30-Prozent-Regel wäre damit praktisch außer Kraft gesetzt.

Das indische Finanzministerium hatte sich gegen Erleichterungen für Apple ausgesprochen. Doch die Befürworter vom Wirtschaftsministerium konnten sich offenbar durchsetzen. Es muss sich jetzt lediglich erweisen lassen, dass Apples iPhones – und was sonst noch in die Geschäfte kommen soll – hoch entwickelte Produkte darstellen. Das ist die Voraussetzung für die Ausnahmeregel, die Indien Apple gewähren möchte.

Apple blieb hart

Apple hatte dabei alles auf eine Karte gesetzt und Druck auf die Regierung ausgeübt: Wenn die Regierung keine Ausnahme zulässt, werde man keine Apple Stores bauen, so die eindeutige Ansage aus Cupertino. Selbst zu einer teilweisen Verlagerung der iPhone-Prodution nach Indien ist Apple derzeit nicht bereit, nicht einmal dazu, iPhone-Komponenten von indischen Herstellern zu beziehen.

Laut Apple-Chef Tim Cook stellt Indien nichtsdestotrotz einen der wichtigsten Absatzmärkte für Smartphones dar. Entgegen dem globalen Trend gehen die Verkaufszahlen hier ununterbrochen in die Höhe.

Neben Apple würden auch andere Konzerne von der angekündigten Reform profitieren. Als Beispiel wird IKEA genannt. Hier mag der Hochtechnologie-Nachweis vielleicht ein bisschen schwieriger sein, aber Politiker sind ja kreativ.

Kategorie: iPhone

Tags:

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *