Apple kontert Spotify-Vorwürfe: keine Sonderbehandlung

| 10:55 Uhr | 1 Kommentar

Erst kürzlich hatten wir darüber informiert, dass Apple ein Spotify-Update nicht zum App Store zugelassen hat. Schnell beschwerte sich Spotify bei Apple und machte die Situation öffentlich. Nun gibt es die Antwort von Apples Chef-Anwalt, der die Angelegenheit in ein deutlich anderes Licht rückt.

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Apple kontert Spotify-Vorwürfe

In einem Anwaltsschreiben hatte sich Spotify an Apple gewandt und sich über die Vorgehensweise von Apple beschwert. Unter anderem warf man dem iPhone-Hersteller Wettbewerbsverzerrung vor, da das jüngste Spotify-Update nicht zum App Store zugelassen wurde. Nun äußert sich Apple und stellt verschiedene Dinge klar.

Apples Chef-Anwalt Bruce Sewell hat auf das Schreiben von Spotify reagiert. In dem Brief, welcher den Kollegen von BuzzFeed vorliegt, bezeichnet Apple das Unternehmen Spotify als wertvollen Entwickler im App Store. Von daher sei man über die öffentlichen Angriffe verwundert.

Laut Sewell gibt es keinen Zweifel daran, dass Spotify vom Apple App Store stark profitieren. Seit 2009 wurde die Spotify-App über 160 Millionen Mal heruntergeladen. Dies habe Spotify viele Hundert-Millionen Dollar eingebracht. Zudem nutze Spotify die gesamte App Store Infrastruktur. Man sei sehr verwundert, dass man Apple nach einer Sonderbehandlung fragen würde.

Die App Store Geschäftsbedingungen würden für alle gelten. Die Tatsache, dass Apple Music und Spotify konkurrieren hätten nicht dazu geführt, dass man Spotify „anders“ behandeln und benachteiligen würde. Google Play Music, Tidal, Amazon Music, Pandora etc. würden sich alle an die Spielregeln im App Store halten.

Laut Apple habe die eingereichte und abgewiesene Spotify-App eine Veränderung beinhaltet, dass In-App-Käufe nicht mehr über die App abgewickelt werden können. Stattdessen wollte Spotify den Nutzer auf die eigene Webseite umlenken und diesen dort zum Abschluss bewegen. So wäre man die App Store Gebühren umgangen. Dies verstößt jedoch gegen die Richtlinien. Am 10. Juni hat Spotify das Update erneut eingereicht, dieses wurde jedoch aus den gleichen Gründen abgewiesen.

Apple macht zudem darauf aufmerksam, dass man erst kürzlich die Gebühren im App Store angepasst hat, so dass Entwickler für Abonnenten, die länger ein Jahr ein Abo besitzen, nur noch 15 Prozent anstatt 30 Prozent Gebühren zahlen möchte. Darüberhinaus bietet Apple Spotify an, ein beschleunigtes Prüfverfahren zu gewährleisten, wenn ein weiteres Spotify-Update eingereicht wird, welches den Regeln entspricht.

Kategorie: Apple

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1 Kommentare

  • Zen

    war ja klar. Erstmal schön angreifen und jammern und Apple wieder schlecht machen. Einfach mal bei sich selbst schauen!

    04. Jul 2016 | 12:36 Uhr | Kommentieren

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