Apple Music verfügt über 14.000 Playlists – Spotify über 4.500

| 8:22 Uhr | 0 Kommentare

Apple hat einen Einblick in die Erstellung der Titellisten bei Apple Music gegeben. Dabei kam heraus, dass der Dienst schon mehr als drei Mal so viele Titellisten wie der Konkurrent Spotify erstellt hat. Auch Mitarbeiterzahlen werden genannt. Momentan arbeiten bei Apple Music dafür über zwölf Mitarbeiter in Festanstellung. Bei Spotify sind es 50. Das hat Buzzfeed in einem Artikel zusammengefasst.

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Spotify war 2006 online gegangen. Apple Music erst 2015. Nach zehn Jahren kann Spotify mit 4.500 Playlists aufwarten, bei Apple Music wurden in dem einen Jahr schon 14.000 generiert.

Playlists im Aufwind

Nach einer allgemeinen, alle Anbieter umfassenden Statistik werden rund 20 Prozent aller abgespielten Musiktitel über Titellisten gestreamt, Tendenz steigend. Alle drei großen Player im Streaming-Geschäft, das heißt neben Spotify und Apple Music auch Google Play Music, bieten Aktivitäts- oder Stimmungs-basierte Playlists an. Musikgenres sind bei Apple Music und Spotify zu haben. Das Wichtigste von einem Künstler gibt es dagegen ausschließlich bei Apple Music.

„Alles weist darauf hin, dass die Playlists in Zukunft zum Entdeckungswerkzeug Nummer Eins werden“, sagte Jay Frank, Leiter des Streaming-Marketings bei der Universal Music Group, einem der drei großen Label-Dachverbände. Dabei komme es ganz entscheidend auf die Qualität der Playlists an. Sprich: die moderierten Listen liegen definitiv im Trend und Apple ist hier anscheinend gut aufgestellt.

Qualität trotz Quantität

Wie viele der 14.000 Listen bei Apple Music wirklich von Hand zusammengestellt sind, teilt der Konzern nicht mit. Laut Buzzfeed besteht das Team der Moderatoren von Apple Music hauptsächlich aus freiberuflichen Mitarbeitern. Das Kernteam bleibe überschaubar. An der Spitze steht Scott Plagenhoef, der frühere Herausgeber der Musik-Website Pitchfork Media.

Laut Plagenhoef geht es bei der Zusammenstellung der Playlists nicht um den Musikgeschmack des jeweiligen Moderators, sondern darum, den Hörern einen möglichst guten Überblick über die verfügbare Musikwelt zu bieten.

Dazu müssten die Mitarbeiter ständig auf der Suche sein und auf Musik-Blogs nach gutem Material Ausschau halten, neue Talente erkennen und dann auch mit den Künstlern und ihren Agenten in Kontakt treten.

Konkurrenz wird härter

Apple hatte erst kürzlich auf neue Regeln für die Vergütung von Musik-Streams gedrungen. Bei dem zuständigen amtlichen Gremium in den USA wurde eine vereinfachte, einheitliche Bezahlung der Musiker und Plattenlabels beantragt.

Setzt sich diese Initiative durch, müssten die Service-Anbieter letztendlich mehr pro gestreamtem Titel bezahlen. Anbieter, die viel an kostenlosem Material zur Verfügung stellen, dürften dadurch stärker unter Druck geraten. Dieser Schritt wurde vor allem als Kampfansage Apples gegen Spotify verstanden.

Kategorie: Apple

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