Apple Watch: Ehemaliger Ingenieur spricht über Zusammenarbeit mit Jony Ives Design-Team

| 9:13 Uhr | 3 Kommentare

In einem Interview mit Fast Company berichtet der ehemalige Apple Ingenieur Bob Messerschmidt, über die Zusammenarbeit mit Jony Ives Design-Team. Messerschmidt war für den Pulssensor der Apple Uhr mitverantwortlich. In dem Interview geht es darüberhinaus noch um weitere Aspekte, so z.B. um die Themen Geheimhaltung, das „Nein“, und Prioritäten.

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Ehemaliger Ingenieur plaudert über seine Zeit bei Apple

Im Jahr 2010 wurde das damalige Unternehmen von Bob Messerschmidt von Apple übernommen. Messerschmidt wechselte in diesem Zusammenhang zu Apple und arbeitete fortan im Apple Watch Team. Dabei war er für verschiedene Sensoren der Apple Watch verantwortlich. Untere anderm entwickelte er den Pulssensor der Uhr.

In dem Interview spricht er darüber, dass es seine ursprüngliche Idee war, den Pulssensor im Apple Watch Armband zu integrieren. Dieser Gedanke wurde jedoch schnell von Jons Ives Design-Group zu Nichte gemacht, da man an austauschbaren Armbändern arbeitete.

One great example is [when] I went to a meeting and said I’m going to put sensors in the watch but I’m going to put them down here (he points to the underside of the Apple Watch band he’s wearing) because I can get a more accurate reading on the bottom of the wrist than I can get on the top of the wrist. They (the Industrial Design group) said very quickly that „that’s not the design trend; that’s not the fashion trend. We want to have interchangeable bands so we don’t want to have any sensors in the band.“

Sein nächster Vorschlag war es, den Sensor im oberen Bereich des Handgelenks zu platzieren. Seine Umsetzung erforderte jedoch ein straffes Armband. Auch hier legte das Design-Team ein Veto ein, da es nicht die Art und Weise widerspiegelt, wie Anwender eine Uhr tragen. Diese sitze eher etwas lockerer am Handgelenk. Es sei nicht einfach gewesen, mit dem Apple Design-Team zusammenzuarbeiten. Es habe ihn jedoch angestachelt, neue Ingenieur-Lösungen zu finden und einen Pulssensor zu entwickeln, der zu einem überzeugenden Nutzererlebnis führt.

Wie eingangs erwähnt, sprach Messerschmidt noch über weitere Themen und die Dinge, die er bei Apple gelernt hat. Er sprach über die Zusammenarbeit mit Steve Jobs und lernte, dass das Nutzerlebnis bei einem Produkt das Wichtigste sei.

Kategorie: Apple

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3 Kommentare

  • Edel

    Ein Glück, dass das Designteam sich durchgesetzt hat. Die vorgeschlagenen Lösungen wären eine Katastrophe gewesen. So, wie es jetzt ist, ist es ideal. Trotzdem ist die Idee mit den Sensoren im Armand nicht schlecht. Aber dann eher als Zusatzfunktion und dann ist es eine bewusste Entscheidung vom Träger. Wäre also toll, wenn man die Idee im nächsten Modell umsetzen würde.

    16. Aug 2016 | 10:00 Uhr | Kommentieren
  • Harald

    Ich hoffe, dass niemals essentielle Funktionen in das Uhrenarmbad verlagert werden. Es ist doch gerade der Clou, dass die Bänder leicht austauschbar sind und mit einer Uhr nach Bedarf nur mittels der Armbänder neue Optiken erzielt werden – je nach Stimmungslage, modischen Kombinationen oder eher eher sportiven Bedürfnissen.

    16. Aug 2016 | 17:08 Uhr | Kommentieren
  • Bachsau

    Daran sieht man sehr gut, was Apple in letzter Zeit falsch läuft: Oberstes Prinzip muss sein, dass Design der Funktion folgt, niemals umgekehrt. Design darf nie der Grund sein, Funktionen einzuschränken.

    Früher konnte Apple beides Verbinden. Seit Steve Jobs‘ Tod ist das anders, und das ist letztlich der Grund, warum Apples Erfolg zurück geht.

    29. Okt 2016 | 18:36 Uhr | Kommentieren

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