Tim Cook: Eine Nachricht an die Apple Community in Europa (Steuerpolitik)

| 15:22 Uhr | 0 Kommentare

Über die Entscheidung der EU über mögliche Steuervergünstigungen für Apple durch Irland haben wir bereits berichtet. Das Thema ist so brisant, dass sich Apple Chef Tim Cook mit einem offenen Brief an die Apple Community in Europa gewandt hat. Auf diesen möchten wir euch kurz hinweisen und zudem gibt es noch ein Schmankerl aus den 80er Jahren.

apple_logo_kudamm_61px

Tim Cook: Eine Nachricht an die Apple Community in Europa

Mit einem offenen Brief hat sich Apple soeben an die Apple Community in Europa gerichtet. Mit diesem umschreibt Cook alle Gedanken, die das Unternehmen hinsichtlich der Entscheidung der EU hat. Es heißt unter anderem

Vor 36 Jahren, lange vor dem iPhone, dem iPod und selbst dem Mac, eröffnete Steve Jobs die erste Geschäftsstelle von Apple in Europa. Zu dieser Zeit war dem Unternehmen bewusst, dass es, um die Kunden in Europa zu bedienen, vor Ort eine Basis benötigt. Also eröffnete Apple im Oktober 1980 eine Fabrik mit 60 Angestellten im irischen Cork.

Zu dieser Zeit litt Cork unter hoher Arbeitslosigkeit und extrem geringen wirtschaftlichen Investitionen. Doch die Firmenleitung von Apple sah eine Region mit viel Potenzial und eine, von der sie glaubte, dass sie sich dem Wachstum anpassen könnte, falls die Firma das Glück hätte, erfolgreich zu sein.

Seitdem haben wir kontinuierlich von Cork aus operiert, selbst in Zeiten der Unsicherheit bezüglich unseres eigenen Geschäfts, und haben heute nahezu 6000 Angestellte in ganz Irland. Der allergrößte Teil ist immer noch in Cork – darunter Angestellte der ersten Stunde – und sie arbeiten in unterschiedlichsten Funktionen als Teil von Apples weltweitem Geschäft. Zahllose multinationale Unternehmen folgten Apple und investierten in Cork. Heute ist die örtliche Wirtschaftsleistung stärker als je zuvor.

[…]

Im Laufe der Jahre haben wir von den irischen Steuerbehörden Richtlinien erhalten, wie wir das irische Steuergesetz einhalten – dieselbe Art Richtlinien, die für jedes Unternehmen verfügbar sind, das dort Geschäfte tätigt. In Irland wie auch in jedem anderen Land, in dem wir operieren, folgt Apple den Gesetzen und bezahlt sämtliche fällige Steuern.
Die Europäische Kommission hat einen Versuch gestartet, die Geschichte von Apple in Europa umzuschreiben, die irischen Steuergesetze zu ignorieren und dadurch das internationale Steuersystem zu kippen. Die am 30. August abgegebene Stellungnahme behauptet, dass Apple von Irland eine besondere Steuerregelung erhalten habe. Diese Behauptung entbehrt jeglicher rechtlichen und tatsächlichen Grundlage. Wir haben niemals nach irgendwelchen besonderen Regelungen gefragt, noch haben wir jemals welche erhalten. Wir befinden uns jetzt in der außergewöhnlichen Situation, aufgefordert zu sein, nachträglich zusätzliche Steuern an eine Regierung zu zahlen, die sagt, dass wir ihnen nicht mehr schulden, als wir bereits gezahlt haben.

[…]

Wir haben eine Verpflichtung gegenüber Irland und planen weiterhin dort zu investieren, zu wachsen und mit der gleichen Leidenschaft und dem gleichen Engagement für unsere Kunden da zu sein. Wir sind fest davon überzeugt, dass sich die Fakten und die geltenden gesetzlichen Grundlagen, auf denen die EU gegründet wurde, letztendlich durchsetzen werden.

Den gesamten Brief von Tim Cook könnt ihr hier einsehen und dieser spiegelt Apples Meinung klipp und klar wieder.

Schmankerl aus den 80er Jahren

Hier noch ein Schmankerl aus den 80er Jahren, der Apples Bezug zu Irland und Cork noch einmal unterstreicht

Apple has long been synonymous with Ireland and set up a manufacturing plant in Hollyhill Industrial Estate overlooking Cork city. On 25 November 1980 the programme ‘Public Account’ broadcast a report by Pat Kenny from the Apple plant in Cork, when Pat met up with self-made millionaire and Apple founder Steve Jobs.

Kategorie: Apple

Tags:

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.