Lightning-auf-Klinke-Adapter unter dem Röntgengerät

| 18:33 Uhr | 1 Kommentar

Das iPhone 7 und 7 Plus hatte bereits im Vorfeld für kontroverse Meinungen gesorgt. Der Wegfall des 3,5‑mm-Kopfhöreranschluss hatte einige Nutzer verärgert, andere haben der alten Technik nicht nachgeweint. Apple fand mit der Beilage eines Lightning auf 3,5‑mm-Kopfhöreranschluss Adapter die vermutlich beste Lösung um beide Lager zufriedenzustellen. Nun haben die Reparatur-Experten von iFixit und Creative Electron den Adapter mit Hilfe von Röntgenstrahlung einem tiefgreifenden Blick gewidmet.

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Der Röntgen-Blick

iFixit ist in der Regel die erste Anlaufstelle, wenn es um das Innenleben von neuer Unterhaltungselektronik geht. Diesmal lag der Lightning auf 3,5‑mm-Kopfhöreranschluss Adapter auf dem Operations-Tisch. Hierbei stellen sich die Experten weniger die Frage, ob der Adapter ein guter Ersatz ist, sondern welche Technik Apple in dem Adapter untergebracht hat.

In dem Adapter geht es eng zu. Wie zu erwarten finden wir an einem Ende eine 3,5 mm Kopfhörer Buchse wieder. Doch was verbirgt sich im Dongle mit dem Lightning Stecker?

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Auf den Bildern kann man einen IC erkennen. Dieser besitzt die Typenbezeichnung 338S00140 A0SM1624 TW. Die Bezeichnung verrät nicht viel, lediglich dass es sich um eine interne Apple Teile-Nummer handelt ist sicher.

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Somit kann iFixit ab hier nur Vermutungen anstellen, die jedoch sehr wahrscheinlich sind. Der IC wird einen Digital-zu-Analog Wandler (DAC) und sein Konterpart, einen Analog-zu-Digital Wandler (ADC), beherbergen. Die Konverter bilden die Brücke zwischen den digitalen Signalen der Lightning Verbindung und der analogen Welt des Klinke-Steckers.

In vergangenen iPhones wurde diese Aufgabe intern von einem Apple/Cirrus Logic IC (338S00105) erledigt. Das iPhone 7 besitzt diesen Chip auch, da auch ohne anlogen Kopfhörer-Anschluss, die internen Lautsprecher mit analogen Signalen versorgt werden müssen.

Die Soundqualität

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Neben der verwendeten Technik, stellt sich unweigerlich auch die Frage ob der 9 Euro Adapter ein guter Ersatz für den in Rente geschickten Kopfhörer-Anschluss ist. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Nutzer mit Kopfhörern in der Preisklasse ab 100 Euro, den Kopfhörer-Anschluss weiterhin vermissen werden, alle anderen werden den Unterschied wohl nicht bemerken. Bluetooth-Köpfhörer und digitale Audio-Schnittstellen müssen natürlich nicht auf den Adapter zurückgreifen und sind somit auch nicht von dem Qualitätsverlust betroffen.

1 Kommentare

  • Eddi

    Qualitätseinbußen gibt es laut Messungen eigentlich nur bei 24 bit Musik… Mal davon abgesehen, dass die meisten eher sowieso nur MP3s hören, die das nicht auflösen können, kann auch das menschliche Gehör das nicht auflösen. Jedenfalls hab ich noch von keiner Doppelblindstudie gehört die das Gegenteil beweisen würde. Und solange die Kopfhörer auch weit überhalb 100…200 oder auch 500 Euro alle unterschiedlich abgestimmt sind wird man nie einen Unterschied hören.

    08. Okt 2016 | 22:56 Uhr | Kommentieren

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