Apple lässt AR-App für iOS patentieren

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Apple hat am Dienstag ein Patent erhalten, das die Integration von Augmented Reality Techniken in Apples mobiles Betriebssystem in greifbare Nähe rückt. Es handelt sich um eine App, die die Live-Video-Wiedergabe mit virtuellen Elementen unterlegt, wie etwa Straßennamen, Ortsbezeichnungen und andere Details zu der jeweiligen Umgebung.

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Der Ort wird durch GPS-Navigation und andere Sensoren wie das Gyroskop, den digitalen Kompass und den Beschleunigungsmesser bestimmt, so erklärt AppleInsider. Je nach Richtung, in der die Kamera gerade zeigt, können so die relevanten Objekte erfasst, die Entfernung bestimmt und zur Ausgabe verarbeitet werden.

Dazu ist eine stehende Verbindung zum Internet erforderlich. Denn die App bezieht alle relevanten Standortinfos von einem entfernten Apple-Server. Kurz gefasst handelt es sich um eine dreidimensionale AR-Karten-App. Das System erlaubt es auch, die Perspektive zu wechseln und den Standpunkt des Betrachters auch aus der Vogelperspektive anzusehen.

Apple als Trendsetter

Das Patent wurde sage und schreibe schon vor sechs Jahren angemeldet. Dass es erst jetzt veröffentlicht wurde, verdankt sich sicher der fortgeschrittenen Technik und dem neuen Fokus der IT-Branche. Der bewegt sich zur Zeit weg von der Virtual Reality und hin zur Augmented Reality. Apple-Chef Tim Cook hatte diese Richtung schon auf einer Investorenkonferenz im Juli angekündigt.

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Apple ist hier aber nicht allein. Konkurrenten wie Google, Microsoft und sogar Facebook arbeiten ebenfalls an AR-Lösungen für ihre Systeme. Bei Apple soll in diesem Bereich vor allem das iPhone im Zentrum des Forschungsinteresses liegen. In letzter Zeit wurden schon mehrere AR-Patente für iOS veröffentlicht.

Der Apple-Experte Ming-Chi Kuo wies unterdessen in eine andere Richtung: Vielversprechend wäre es auch, wenn Apple seine AR-Erfindungen auf In-Car-Systeme übertragen würde. Der Konzern ist gerade dabei, sein „geheimes“ Auto-Projekt, das „Project Titan“, in ein Software-Projekt zu verwandeln. Anwendungen für das autonome Fahren bilden den neuen Mittelpunkt des Projekts.

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