Apple wird Stromanbieter: Zusammenhang zum Apple Car?

| 14:45 Uhr | 0 Kommentare

Als Apple Mitte diesen Jahres erfolgreich bei der US-Energie-Regulierungsbehörde einen Antrag gestellt hatte, um Strom aus eigener Erzeugung in verschiedenen Regionen zum Verkauf anbieten zu können, waren Branchenexperten hellhörig geworden. Immerhin war der Verkauf von Strom für ein Technologie-Unternehmen noch relativ selten. Was dies für Apples Zukunft bedeutet, kann momentan zwar noch kein Experte vorhersagen, im Zusammenhang mit einem möglichen Apple Car, lässt sich jedoch ein klarer Trend für Apples Zukunft erkennen.

Energiegeladene Wolken

Welche Gründe könnte es haben, dass Apple ein weiteres Standbein aufbaut? Viele große Unternehmen sind bereits Energie-Selbstversorger. Zunächst ist es wichtig zu verstehen, warum Firmen ihren Strom bevorzugt selbst produzieren.

Spitzenreiter im Energiebedarf bei großen Technologiefirmen ist der Betrieb der wichtigen Datencenter. Ohne Serverfarmen verpufft die allgegenwärtige Cloud. Die unzähligen Apps, Daten und Pokémon wollen rund um die Uhr erreichbar sein. Dies benötigt eine immense Menge an Energie.

Im Vergleich mit einem typischen Bürogebäude benötigt ein Datencenter zehn bis fünfzig mal mehr Energie. Dass diese energiehungrigen Komplexe zwei Prozent des landesweiten Energieverbrauchs in den USA ausmachen, ist somit nicht verwunderlich.

Die grüne Öffentlichkeitsarbeit

Diese energiehungrigen Unternehmen sind besonders Umweltgruppen ein Dorn im Auge. Ein Umdenken in der Weise, wie Energie produziert wird ist unabdingbar, wenn die Umwelt geschützt werden soll. Die Umweltaktivisten drängen auf die Nutzung von Wasser-, Wind-, Geothermie- und Sonnenwärmekraftwerke.

Medienwirksam sortiert Greenpeace aus diesem Grund, die Firmen öffentlichkeitswirksam mit der Click Clean Kampagne nach den Umweltbemühungen ein.

Keine Marke möchte als dreckig bezeichnet werden. Damit der Fingerabdruck in diesem PR-bestimmenden Geschäft grün bleibt, legen die Unternehmen besonderen Wert auf einen grünen Daumen. Im Idealfall werden Solar- oder Windfarmen für die Gewinnung von Energie gebaut beziehungsweise genutzt.

Steuervorteile für erneuerbare Energie

Die erneuerbare Energie für den Betrieb von Datencenter, Lagerhäuser und Produktionsstätten reduzieren nicht nur den Ausstoß von Treibhausgasen, sondern ermöglichen auch relevante Steuerermäßigungen für die Erzeuger. Womit wir bei den finanziellen Aspekt angekommen sind. Dieser ist neben der Öffentlichkeitsarbeit natürlich nicht zu vernachläßigen.

Selbstversorger sparen Kosten

Die Firmen agieren als sogenannte Prosumer. Das heißt, sie treten gleichermaßen als Produzent, als auch als Konsument einer Ware auf. Im diesem Fall handelt es sich bei der Ware, um erzeugte Energie. Einer der wichtigsten Faktoren, die auf eine lange Sicht kalkuliert werden müssen. Eine eigene Energie-Produktion ist für große und energiehungrige Unternehmen somit eine langfristige und kalkulierte Investition. Eine Ausgabe, die sich auf lange Sicht auszahlen wird.

Die hauseigenen Rechenzentren betreibt Apple bereits seit 2013 komplett mit Ökostrom und hat mit diesem großen Schritt eine klare Richtung eingeschlagen. Eine Großinvestition, die sich laut Apples Umweltchefin Lisa Jackson langfristig auszahlen wird. Dieses Lieferabkommen soll im Vergleich zu üblichen Preiserhöhungen beim Bezug über das Stromnetz deutlich günstiger sein.

Ein neuer Markt öffnet sich

Kommerzielle und industrielle Gebäude haben oft eines gemeinsam. Große Dachflächen, Parkhäuser und ungenutztes Land. Eine Studie des National Renewable Energy Laboratory schätzt die Gesamtfläche der Geschäftsdächer auf 3,2 Milliarden Quadratmeter. Wenn diese Fläche für Solaranlagen verwendet werden würde, könnte genug Energie produziert werden um 14 Prozent des US Amerikanischen Energiebedarf zu decken.

Es ist bereits ein Trend zu erkennen, dass diese ungenutzten Flächen, für Anlagen wie Solar-Panels genutzt werden, um die erzeugte Energie wieder dem Netz hinzuzufügen. An dieser Stelle helfen auch die mittlerweile gelockerten Vorgaben für die Lizenz-Vorgaben der Energiebehörden. Der neue Markt, der sich nun öffnet, wird in Zukunft insbesondere große Unternehmen anlocken, die bereits über Kraftwerke für den Eigengebrauch verfügen.

Apple holt das Maximum raus

Passend zu dem Antrag an die US-Energie-Regulierungsbehörde für den Verkauf von Energie, hat Apple bereits ein neues Tochterunternehmen, mit dem Namen „Apple Energy LLC“ gegründet. Das aus steuerlichen Gründen in Delaware, aber in Cupertino ansässige Unternehmen, hat eine einzige Aufgabe, Strom zu verkaufen. Bisher ist geplant, dass Apple die erwirtschaftete Energie an Stromanbieter verkauft, direkte Kontakte mit Endabnehmer sind jedoch auch denkbar.

Apples Fokus auf erneuerbare Energie wird sich in zukünftigen Projekte noch stärker bemerkbar machen. So konnten Branchenexperten bereits von einem noch geheimen Apple-Projekt berichten, welches sich speziellen Ladestationen für Elektro-Autos widmet.

Genauere Informationen liegen derzeit noch nicht vor. Fakt ist jedoch, dass Apple bereits verschiedene Akku-Spezialisten angeheuert hat. So wechselte Rónán Ó Braonáin von BMW zu Apple. Aber auch Nan Liu und Kurt Adelberger entschieden sich bereits für Apple. Damit wirbt Apple weitere Experten an, die sich auf die Ladetechnologie für Elektroautos spezialisiert haben.

Es ist noch unklar, an welchen neuen Lademechanismen Apple arbeitet. Vorstellbar wäre eine Lösung, die Elektroauto-Akkus besonders schnell aufladen kann, damit nicht zu viel Zeit beim Ladevorgang verloren geht. So könnte man sich von der Konkurrenz abheben.

Das Apple Car

Mit der Expertise und das Image, welches sich Apple mit all diesen Projekten erarbeitet hat, liegt der nächste große Meilenstein vielleicht schon näher als man denkt: Das Apple Car.

Viele Gerüchte haben uns positive, wie auch negative Aussichten auf ein Apple Auto beschert. Das aufregendste Gerücht, war erst vor kurzem aufgekommen, als Bloomberg berichtete, dass Apple mit dem Autohersteller Magna zusammenarbeitet. Magna könnte demnach für Apple das Foxconn für die neue Generation für die Autoherstellung werden.  Während Apple also seine iPhones bei Foxconn herstellen lässt, könnte ähnliches bald mit dem Apple Car geschehen.

Apple kann natürlich diese Vermutungen öffentlich nicht kommentieren. Nach einem Geschäftsbericht, deutete Tim Cook jedoch an, dass Apple an etwas ganz Großem arbeitet. So beteuert er, dass Apple immer auf der Suche nach neuen Dingen ist und der Automobil-Markt bietet das richtige Umfeld für diese Innovationen.  Möglicherweise kann Apple wirklich die Autoindustrie revolutionieren.

Stromanbieter

Es bleibt also spannend wohin Apples neue Geschäftszweige das erfolgreiche Unternehmen führen wird. Sicher ist, dass wir mit den Verkauf von erneuerbarer Energie bereits die ersten Früchte des neuen Kurses erfahren.

Doch nicht nur Apple schlägt neue Wege ein, auch Konsumenten haben immer mehr Wahlmöglichkeiten, was die Nutzung von Energie angeht. Neben stromsparender Hardware ist die richtige Wahl des Stromanbieters eine effektive Möglichkeit klimaschonend und auch kostengünstig Strom zu beziehen. Hier die Übersicht zu behalten ist jedoch nicht ganz einfach.

Damit man die beste Wahl treffen kann, bieten sich verschiedene Angebote an. Wir haben uns zwei Anbieter genauer angeschaut, die uns mit Filtermöglichkeiten für eine klimaschonende Energieproduktion aufgefallen sind.

n∙er∙doo

n∙er∙doo ist eine mobile App des Energiediscounter eprimo, einer Tochter von RWE. Als registrierter Nutzer findet ihr bei nerdoo Dank einer Vielzahl an Filtermöglichkeiten schnell den richtigen Stromtarif. Hier steht auch die Möglichkeit von 100% Naturstrom zur Auswahl.

Empfehlen und Verdienen

Mit dieser Aussage macht uns nerdoo hellhörig. Dahinter steht eine Provision in Höhe von 50 Euro, die wir bei einem Abschluss eines eprimo-Stromvertrags erhalten.

Interessant ist, dass man die App nicht nur einmalig für sich selber nutzen kann, sondern auch neue Kunden bzw. Wechsler anwerben kann. Für alle neuen Kunden, die vorher bei einem anderen Anbieter unter Vertrag standen, erhalten wir zusätzlich einen Wechselbonus. Die Provision und den Wechselbonus bieten zwar auch andere Anbieter an, dass wir den Wechsel so einfach und auch mehrfach für Freunde und Bekannte durchführen können, macht das Angebot besonders attraktiv.

Auf lange Sicht soll man aber auch durch die günstigeren Stromtarife profitieren und diese sind bei eprimo, als einer der führenden Energieanbieter Deutschlands, durchaus konkurrenzfähig. Im Test haben wir mehrere Gelegenheiten gefunden, einen besseren Stromtarif als unseren bestehenden abzuschließen.

Dies ist mit Hilfe des Tarifrechner schnell erledigt. innerhalb der nerdoo App muss zunächst die Postleitzahl und der Jahresverbrauch eingeben werden. Anschließend erhält man ein Angebot mit einem direkten Vergleich zum örtlichen Grundversorger. Wenn einem das Angebot zusagt, kann man für sich selber oder eine andere Person einen Anbieterwechsel vornehmen. Hierfür werden die persönlichen Daten und der Stromzählerstand über die App eingegeben. Das war es auch schon, die Provision und der Wechselbonus werden spätestens nach 35 Tagen auf das hinterlegte Bankkonto überwiesen.

Enpure

Mit Enpure by Vattenfall haben wir die zweite App im App Store gefunden, die auch die Wichtigkeit des Ökostroms erkannt hat. Im Gegensatz zu nerdoo, bezieht sich das Enpure Angebot komplett auf die Vermarktung von Naturstrom. Der erneuerbare Strom wird in deutschen Wasserkraftwerken gewonnen. Die App bietet uns die Möglichkeit, ohne große Umwege, einen Tarif abzuschließen. Einfach den individuellen Abschlag festlegen, den Zählerstand angeben und schon kann bei Verfügbarkeit, der Tarif abgeschloßen werden. Der Anbieterwechsel und alle anderen Vorgänge übernimmt Enpure.

Falls Änderungen an dem Vertrag vorgenommen werden müssen, kann dies auch über die App erfolgen. Wer möchte kann sogar über PayPal zahlen. Praktisch ist auch die Einsicht des Stromverbrauchs innerhalb der App.

Fazit

Keine Angst vor einem Anbieterwechsel. Im Falle eines Wechsels kann es nicht passieren, dass die eigene Stromversorgung unterbrochen wird. Eine Belieferung mit Strom ist immer durch den Grundversorger garantiert.

Beide Apps machen es besonders einfach einen Wechsel durchzuführen. Während n∙er∙doo die Ökostrom-Auswahl optional anbieten, setzt Enpure komplett auf das Natur-Angebot. Beide Anbieter schaffen eine gute Übersicht und ein einfaches Management des eigenen Vertrags. Eprimo bietet darüber hinaus die Möglichkeit mit Vermittlungen eine Provision und Wechselbonus einzukassieren.

0 Kommentare