Foxconn bringt Apple Zulieferer Sharp wieder auf die Gewinnspur

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Sharp kämpfte in den letzten Jahren mit den roten Zahlen. Nachdem Foxconn letztes Jahr den schwächelnden Elektronikkonzern kaufte und umstrukturierte, zeigt sich nun ein Aufwärtstrend.

Wie Reuters berichtet ist es gelungen wieder einen Gewinn einzufahren. So gibt Sharp an, im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2016, das am 31. Dezember endete, umgerechnet rund 34,6 Millionen Euro verdient zu haben.

Sharp im Aufwind

Zuletzt konnte Sharp einen Netto-Überschuss Mitte 2014 erwirtschaftet. Aufgrund des harten Wettbewerbs in der Branche, waren in den folgenden Jahren unterm Strich nur Verluste zu verbuchen. Um eine Wende einzuleiten, musste ein Kurswechsel vorgenommen werden. Dieser zeigte sich, als Sharp von dem taiwanischen Unternehmen Foxconn übernommen wurde.

Der neue Präsident, Tai Jeng Wu, führte ein drastisches Sparprogramm ein und konnte im Zuge einer erhöhten Nachfrage im LC-Display-Geschäft eine positive Bilanz vorweisen.

Aufgrund der aktuellen Gewinne, korrigierte Sharp die Erwartungen für das im März endende Geschäftsjahr, auf einen Betriebsgewinn von zuvor 25,7 Milliarden Yen (ca. 211 Millionen Euro) auf 37,3 Milliarden Yen (ca. 307 Millionen Euro).

Ob dieser Trend anhalten wird, kann zur Zeit noch nicht beantwortet werden. Wie der Analyst Masahiko Ishino gegenüber Bloomberg erklärte, hat Sharp noch mit weiteren Problemen zu kämpfen. So ist die verlustreiche Solarpanel-Sparte eine weitere Baustelle für den neuen Sharp-Präsidenten.

Fokus auf die OLED-Produktion

Aus Apples Sicht wird besonders die anstehende OLED-Produktion bei Sharp an Bedeutung gewinnen. Erst Anfang Januar wurde bekannt, dass Foxconn eine weitere Investition in Sharp von rund 800 Millionen Euro investierte, um die Produktion in einer neuen Fabrikanlage aufzubauen.

Sollte sich Apple tatsächlich dazu entscheiden, beim 2017er iPhone bzw. bei einem Modell des 2017er iPhone-Familie auf OLED zu setzen, wird diese Investition, Foxconn zu einem der wichtigsten OLED-Lieferanten für Apple machen.

Zunächst dürfte jedoch noch Samsung der Hauptlieferant von OLED-Displays für Apple sein. Wenn alles nach Plan verläuft, könnte Sharp ab 2018 einen großen Teil der OLED-Bestellungen von Apple abdecken.

Kategorie: Apple

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