Netflix Chef im Interview: „Deutsche hassen Werbung“

| 17:39 Uhr | 1 Kommentar

Netflix ist seit vielen Jahren als Video-Streaming-Anbieter etabliert. Seit September 2014 ist der Service auch bei uns in Deutschland verfügbar und die Inhalte sind unter anderem über iPhone, iPad und AppleTV abrufbar. Im Interview hat sich Netflix Chef Reed Hastings nun unter anderem über den deutschen Markt geäußert.

Netflix Chef im Interview

Die Kollegen von RP Online hatten die Möglichkeit, mit dem Netflix Chef Reed Hastings ein Interview zu führen. Bei diesem hat er viele interessante Aussagen getätigt, die wir euch nicht vorenthalten möchten.

Auch wenn ihr keine Lust auf das vollständige Interview habt, solltet ihr dieses zumindest einmal quer lesen. Netflix war ursprünglich als Offline-Anbieter gestartet und verschickte Leih-DVDs per Post quer durch die USA. Seit 2007 bietet Netflix seinen Kunden auch eine große Auswahl an Streaming-Angeboten an. 2014 startete der Dienst, wie eingangs erwähnt, auch in Deutschland und mittlerweile ist Netflix in jedem Land der Welt, bis auf China, Syrien und Nordkorea, vertreten.

Nach ein wenig Small-Talk (u.a. über Tesla Chef Elon Musk, Herausforderungen etc.) wurde das Gespräch auf Netflix gelenkt. So wurde bekannt, dass Netflix in diesem Jahr rund 1.000 Stunden an Neuproproduktionen komplett selbst finanziert werden. 2012 waren es nur 6 Stunden. In diesem Jahr wird Netflix sechs Milliarden Dollar für Inhalte ausgeben.

Auf den deutschen Markt und die Tatsache angesprochen, dass öffentlich-rechtliche Sender ihre Inhalte nur eine zeitlich begrenzte Zeit online stellen dürfen und ob ihm dies gelegen kommt, antwortete Hastings

Jein. Einerseits haben Sie Recht, außerdem sehen die Deutschen zum Glück vergleichswenig wenige Filme und Serien illegal. Andererseits sind sie es auch gewohnt, nichts für relativ gutes Programm bezahlen zu müssen. ARD, ZDF und Co. sind ja mit Milliarden Euro besser finanziert als die BBC, so gut wie kein anderer öffentlich-rechtlicher Rundfunk der Welt! Aber die Deutschen hassen auch Werbeunterbrechungen mehr als die Menschen im Rest der Welt. Dass es bei Netflix keine gibt und auch nie geben wird, zieht als Verkaufsargument.

Bei Interesse einfach das Interview mal querlesen. Netflix macht in unseren Augen vieles richtig. Insbesondere durch die Eigenproduktionen kann Netflix viele Kunden für sich gewinnen und bei Laune halten. Erst vor wenigen Tagen konnte der Streaming-Anbieter seinen ersten Oscar gewinnen.

Kategorie: Apple

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1 Kommentare

  • Krusty

    Wieso „nichts bezahlen zu müssen“? Da hat ihm wohl noch niemand vom Rundfunkbeitrag (ehemals GEZ) erzählt!

    06. Mrz 2017 | 20:20 Uhr | Kommentieren

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