Ex-Apple-Mitarbeiter Scott Forstall spricht über die Geburtsstunde des iPhones [Video]

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Das Computer History Museum in Kalifornien hatte bereits letzte Woche angekündigt, dass Scott Forstall auf der Bühne am 20. Juni über die Entstehung des iPhones berichten wird. Da der ehemalige iOS-Chef nur selten über seine Zeit bei Apple spricht, hatte das Interview nicht nur Seltenheitswert, sondern gab auch einen interessanten Einblick in die Geburtsstunde des iPhones.

Scott Forstall

Vor fast fünf Jahren verließ Scott Forstall ungewöhnlich plötzlich Apple. Neben einem schlechten Start von Apple-Maps, waren wohl auch weitere Differenzen zwischen ihm und seinem Arbeitgeber der Grund für einen unfreiwilligen Abschied. Bis auf einige Ankündigungen seiner produzierten Musicals, hörte man nicht mehr viel von Forstall. Dabei hätte er mit Sicherheit einige Anekdoten zum iPhone auf Lager, immerhin war er bei der Entstehung des iPhones beteiligt.

Im Rahmen des iPhone 360 Events des Computer History Museums gibt Forstall nun einen Einblick in seine vergangene Arbeit bei Apple. Dabei spricht er u.a. über das iPhone, dem „Project Purple“ und einen verhassten Microsoft-Manager.

Wie „Project Purple“ Microsoft das Fürchten lehren sollte

Auch wenn das iPad erst nach dem iPhone veröffentlicht wurde, entspringt das iPhone aus einem Tablet-Konzept. So erzählt Forstall von einem verhassten Microsoft-Manager, dem Steve Jobs im Grunde nur eins auswischen wollte.

Aus Jobs Sicht hatte der Manager den Mund zu voll genommen, als er erneut über Microsofts Überlegenheit prahlte. Die Aussage, dass Microsoft mit seinen Stylus-Tablets den Markt beherrschen werde, war für Jobs zu viel.

Ein neues und besseres Konzept musste her, was Apple zum „Project Purple“ führte. Der Entwicklungsabteilung von Apple gelang es, eine Touch-Bedienung ohne externe Hardware zu ermöglichen. Weiterhin war geplant, die Technologie mit kapazitiven Displays und einer Multitouch-Bedienung zu erweitern. Die Verwirklichung des Konzepts sollte jedoch noch ein wenig auf sich warten lassen.

Das iPhone oder: „Warum ist das so umständlich?“

Die Ingenieure leisteten mit der Arbeit an dem „Project Purple“ eine entscheidende Vorarbeit für das erste iPhone. Apple hatte es mit den iPod geschafft in der Unterhaltungsindustrie erfolgreich Fuß zu fassen. Dass man sich nicht auf diesem Erfolg ausruhen konnte, wusste Steve Jobs. Um der drohenden Handy-Konkurrenz, mit ihren wachsenden Multimedia-Fähigkeiten, einen Schritt voraus zu sein, holte man das „Project Purple“-Konzept wieder aus der Schublade.

In diesem Zusammenhang erinnert sich Forstall an ein Mittagessen, bei dem sich Jobs mit ihm über die umständliche Bedienung von Smartphones unterhielt. Jobs Frage an den damaligen Kollegen war einfach und richtungsweisend. Wäre es nicht möglich, die Multitouch-Technologie in ein Smartphone zu packen? Schnell war eine Demo für das Wunsch-Smartphone erstellt und die Geburtsstunde des iPhones vollbracht.

Das komplette Interview stellt das Computer History Museum auf ihrer Facebook-Seite zur Verfügung:

Kategorie: iPhone

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