Qualcomm zeigt Prototypen mit einem Fingerabdruckscanner im Display

| 9:33 Uhr | 2 Kommentare

Fingerabdrucksensoren, die in einem Display integriert sind. Das haben wir doch schon einmal gehört. Nicht Apple, sondern Chip-Entwickler Qualcomm präsentierte auf dem Mobile World Congress Shanghai 2017 als erstes Unternehmen einen Fingerabdruckscanner, der sich im Display eines Smartphones befindet.

Ab Sommer 2018 für Hersteller erhältlich

Im iPhone 8 soll angeblich die Touch ID Funktion im Display integriert werden. Ob dies erfolgreich umgesetzt werden kann, wissen wir noch nicht. Angeblich sollen noch technische Probleme einen Einsatz ungewiss machen. Qualcomm lässt jedoch hoffen, ab Sommer 2018 werden die kalifornische Chip-Entwickler die Technologie allen Herstellern anbieten können.

Drei Versionen im Angebot

Dabei soll es gleich drei verschiedene Versionen der neuen Technik geben. Eine Variante wird unter das Glas gebaut und ist für den kostengünstigen Einsatz vorgesehen. Eine weitere Version wird direkt unter das Display eingelassen und soll bei höherpreisigen Kandidaten eingesetzt werden. Sogar unter Metall kann Qualcomm einen Sensor platzieren. Dieser ist jedoch für eine Unterbringen in einem Gehäuse gedacht.

Für die Umsetzung wird eine Ultraschallmessung vorgenommen, deswegen darf das Material nicht zu dick sein. Die Metallschicht über dem Sensor darf bis zu 650 μm dick sein. Glas darf bis zu 800 μm dick sein und der Sensor im Display, erkennt einen Fingerabdruck bis zu einer Materialdicke von 1200 μm. Diesen Wert erreicht man nur ab einem OLED-Display und somit wird die neue Display-Technologie vorausgesetzt.

Nicht nur der Fingerabdruck kann registriert werden, auch die Herzfrequenz und der Blutfluss soll das System messen können. Weiterhin gelingt der Fingerabdruckscan auch mit einem nassen Finger.

Die neuen Sensoren für Glas und Metall sollen zunächst für die Snapdragon 660 und 630 Mobile Plattformen erscheinen. Die Display-Variante ist für die nächste Generationen der Chips vorgesehen. Ein Qualcomm-Chip ist jedoch nicht Voraussetzung für die neue Technik. Hersteller die auf einen anderen Chip vertrauen, können die Lösung ebenfalls integrieren.

Der Prototypentest

Engadget konnte bereits einen Prototyp des Sensors testen und bestätigt, dass die Technik funktioniert. Die Authentifizierung dauert jedoch etwa eine Sekunde, was für iPhone-Verhältnisse recht lange ist. Außerdem soll das Erkennungsfeld noch etwas knapp bemessen sein.

 

Kategorie: Apple

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2 Kommentare

  • Gast

    Apple verklagt uns …..so dann hauen wir schnell mal die Sache mit dem
    Fingerscan im Display raus , die werden sich ärgern.
    Kommt zwar erst im Sommer 2018 , ist noch nicht fertig , funktioniert auch
    noch nicht richtig aber die werden sich ärgern , einfach unsere Patentgebühr nicht
    bezahlen die wir ihnen so günstig anbieten. Ätsch.

    29. Jun 2017 | 9:40 Uhr | Kommentieren
    • Steve der Heilige

      ui bei dieser Argumentation müssten wohl x Apple Patente kassiert werden, die als reine Idee rumgeistern und mal vorsorglich eingericht wurden, nur um der Konkurrenz das Gleiche zu verwehren. Ist ja egal obs in der Schublade landet, Hauptsache niemand anders bringts raus (ohne dass Apple dann mitverdient)

      29. Jun 2017 | 14:50 Uhr | Kommentieren

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