MacBook Pro (Early 2011) verwendet 64-Bit-Kernel standardmäßig

| 8:47 Uhr | 3 Kommentare

macbookpro_2011
Vor gut einem Monat hat Apple die neuen MacBook Pro (Early 2011) vorgestellt. Neben minimalen optischen Änderungen (das Mini DisplayPort wurde durch ein Thunderbolt Logo ausgetauscht) hat Apple dem Gerät unter der Haube einen Leistungsschub verpasst. Unser MacBook Pro Test hat gezeigt, dass besonders die neuen Intel Core ix Sandy Bridge Prozessoren dem MacBook Pro 2011 Feuer unterm Hintern gemacht haben. Nun, knapp einen Monat nach dem Vorstellung der aktuellen MacBook Pro Generation taucht ein weiterer kleiner aber feiner Unterschied zum Vorgängermodell auf.

Das MacBook Pro (Anfang 2011) ist der erste Consumer Mac, der unter Mac OS X 10.6 standardmäßig auf den 64-Bit Kernel setzt. Der Mac Pro (Mitte 2010) beherrscht dies ebenso. Der Mac mini (Mitte 2010), der iMac (Anfang 2008 oder neuer) und das MacBook Pro (Anfang 2008 bis Mitte 2010) lassen den 64-Bit-Kernel optional, aber nicht standardmäßig zu, so ein Apple Support Dokument. Um bei diesen genannten Geräten optional im 64-Bit Modus booten zu können, müsst ihr während des Bootvorganges die Zahlen 6 und 4 gleichzeitig drücken. (Die Zahlen 3 und 2 stehen als Pendant für den 32-Bit Modus).

Die zweite Möglichkeit (dauerhaft) und um nicht immer beim Booten die Zahlen drücken zu müssen ist folgende:

Terminal öffnen und zum Auswählen des 64-Bit-Kernels für das aktuelle Startvolume den folgenden Befehl eingeben:

sudo systemsetup -setkernelbootarchitecture x86_64 (mit Enter bestätigen)

Für den dauerhaften 32-Bit-Modus gilt folgendes im Terminal:

sudo systemsetup -setkernelbootarchitecture i386 (mit Enter bestätigen)

(Danke Micha und SmartiBoy)

Um zu überprüfen, welchen Kernel ihr derzeit verwendet, müsst ihr den System-Profiler aufrufen.

  • Programme -> Dienstprogramme -> System-Profiler
  • In der linken Spalte unter Inhalt – Software auswählen
  • Im Hauptfenster die Information ablesen: „64-Bit-Kernel and -Erweiterungen: ja bzw. nein

Kategorie: Mac

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3 Kommentare

  • Patrick

    Sorry für die vielleicht triviale Frage, aber welche Vorteile ergeben sich denn daraus im 64-Bit Modus zu booten?

    Gruß Patrick

    21. Mrz 2011 | 10:15 Uhr | Kommentieren
  • Prokrastes

    Etwas mehr Performance beim Ausführen von 64-Bit-Prozessen und beim Zugriff auf mehr als 4 GB Arbeitsspeicher.

    Im Gegensatz zum diesbezüglich kastrierten Windows ist OS X auch mit einem 32-Bit-Kernel in der Lage, 64-Bit-Prozesse auszuführen, und auch mehr als 4 GB Arbeitsspeicher zu nutzen. Für den Arbeitsspeicherzugriff wird eine Technik namens PAE verwendet, die etwas langsamer als der „direkte“ Zugriff ist, den ein 64-Bit-Kernel ermöglicht.

    Der (theoretische) Nachteil des 64-Bit-Kernels liegt in der Treiberunterstützung, nicht jeder Devicetreiber (kext) für jedes verwendete Peripheriegerät liegt auch in einer 64-bit-Variante vor.
    Hat man so ein Gerät, bleibt einem nichts anderes übrig, als bei 32 Bit zu bleiben.

    21. Mrz 2011 | 10:54 Uhr | Kommentieren
  • Christoph

    ab welcher Modellreihe funktioniert das denn? mein Macbook 5.1 (Late 2008 Alu) mit Intel Core2Duo 2,4 GHz Prozessor bootet zwar, wenn man 4 und 6 drückt oder die Terminaleingabe macht, aber der systemprofiler zeigt bei „64-bit Kernel und Erweiterungen“ trotzdem Nein an

    21. Mrz 2011 | 16:18 Uhr | Kommentieren

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