iPhone 4S 16GB Materialwert von 188 US Dollar

| 9:29 Uhr | 1 Kommentar

Äußerlich gleicht das neue Apple iPhone 4S* fast seinem Vorgänger und viele der Apple-Fans und Investoren waren zunächst enttäuscht, als am 04. Oktober 2011 nicht die fünfte Generation des legendären iPhone vorgestellt wurde. Die Aktie fiel sogar am gleichen Tag an den Börsen um 20 US-Dollar. Doch im Inneren des Gerätes hat es einige Veränderungen gegeben, die als strategisch zu bezeichnen sind und vor allem Auswirkungen auf viele Zulieferfirmen von Apple haben. Das Marktforschungsunternehmen iSuppli IHS will herausfinden, wie hoch die Fertigungskosten einzelner Mobiltelefone und Geräte der Unterhaltungselektronik sind, und führt dazu regelmäßig Untersuchungen zu den Bestandteilen dieser durch.

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Apple ist dafür bekannt, dass es verhindern will, dass Lieferanten identifiziert werden und darüber die exakte Berechnung der Bill-of-Material (BOM), also der Herstellungskosten, für seine Geräte möglich wird. Apple möchte seine Bruttomarge nicht offenlegen, doch dank der Arbeit von iSuppli gibt es zumindest annähernde Werte der Herstellungskosten. Allerdings lässt sich auch schon anhand der Quartalsergebnisse Apples einschätzen, dass die Bruttomarge bei ungefähr 40 Prozent liegen muss. Der IHS iSuppli-Analyst Andrew Rassweiler schätzt, dass die BOM-Kosten für die 16-GByte-Version des iPhone 4S bei circa 188 US-Dollar, für die 32 GByte-Version bei etwa 207 US-Dollar und für die 64 GByte-Version bei durchschnittlich 245 US-Dollar liegen. Mit einem Zwei-Jahresvertrag werden die Smartphones in den USA von den Händlern für 199, 299 bzw. 399 US-Dollar verkauft. Das iPhone 4S ohne Vertrag wird hierzulande ab 629 Euro verkauft.

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Beim Wechsel der Zulieferfirmen dürfte es den Chiphersteller Intel am Härtesten getroffen haben, denn Apple greift nun auf die Chips von Qualcomm zurück, wie bereits im September 2011 gerüchteweise bekannt wurde. Auch iFixit bestätige dies bereits vor Tagen. Rassweiler meint, dass Qualcomm der große Gewinner sei. Pro iPhone verdiene der Chiphersteller 14 – 15 US-Dollar pro Chip. Intel/Infineon hingegen ist aus dem Rennen und liefert nur noch einen unbedeutenderen Chip, der weit weniger Geld in die Kassen spült. Auch Samsung musste offenbar bei der teuersten Komponente, dem Speicher-Chip, Anteile abgeben. Denn nach der Untersuchung von Rassweiler, kamen Speicher-Chips von Samsungs Konkurrent Hynix Semiconductor zu Tage. Seiner Meinung nach war dies überraschend, doch könnte das etwas mit den weltweiten Patentstreitigkeiten zu tun haben, in denen sich Apple und Samsung befinden. Dennoch scheint Samsung seine Position bei der Herstellung des neuen A5-Prozessors von Apple, welche sowohl im iPad 2 als auch im iPhone 4S zum Einsatz kommen und zwischen 14 und 15 US-Dollar kosten, zu behaupten.

Zumindest weisen die A5-Chips laut Rassweiler die gleichen Markierungen auf, wie sie bei den Chips des iPad 2 zu finden sind. Andere Hersteller wie STM Microelectronics, AKM Semiconductor oder Texas Instruments wurden hingegen von Apple beibehalten. Einzig der Hersteller der 8-Megapixel-Kamera konnte nicht eindeutig identifiziert werden. Es wurde spekuliert, dass die Kamera, die in den Herstellungskosten bei ungefähr 17,60 US-Dollar liegen soll, von Sony produziert wird. Mittlerweile kursieren Gerüchte, wonach der Auftrag zur Herstellung der Kameras zu 50 Prozent an Sony und zu 50 Prozent an das kalifornische Unternehmen Omnivision vergeben wurde.

Kategorie: iPhone

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1 Kommentare

  • Markus

    So viel zum Thema: Apple Produkte sind so teuer, weil so teures Material darin verbaut wird.

    21. Okt 2011 | 14:36 Uhr | Kommentieren

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