Test: iPhone 4S

| 19:33 Uhr | 7 Kommentare

iphone4s_2Vorgestellt am 04. Oktober im Rahmen des Let´s talk iPhone Events, lässt sich das iPhone 4S seit dem 07. Oktober bei uns in Deutschland sowie sechs weiteren Ländern bestellen. Bereits eine Woche später (14. Oktober 2011) folgte der offizielle Startschuss zum iPhone 4S. Natürlich ist uns das neue Mitglied der Apple Familie direkt in die Hände gefallen. In den letzten Wochen haben wir uns bereits „pö a pö“ in verschiedenen Beiträgen dem iPhone 4S gewidmet. Nun folgt der ausführliche iPhone 4S Test, etwas mehr als drei Wochen sollten dafür reichen. Die größten Veränderungen zum Vorgänger liegen eindeutig im Dual-Core A5 Prozessor, in der 8MP Kamera und in der Siri Sprachsteuerung. Aber auch bei Bluetooth (Bluetooth 4.0), beim Baseband-Chip und beim Antennendesign hat Apple nachgelegt.

Unboxing

Umfragen zufolge besitzt der Großteil der iPhone 4S Besitzer bereits ein älteres iPhone Modell bzw. einen Mac oder iPod als Einstiegsdroge. Worauf wollen wir hinaus? Die meisten iPhone 4S User dürften bereits ein Apple Produkt besessen und ausgepackt haben. Apple-Neukunden sei gesagt, dass es „so komisch es auch klingen mag“ etwas besonderes ist, ein Apple-Produkt auszupacken. Der Hersteller aus Cupertino macht sich reichlich Gedanken dazu, wie er seine Produkte einpackt. Eine hochwertige Verpackung legt die Basis für ein hochwertiges Produkt.

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Nachdem die Schutzfolie der Verpackung entfernt wurde, kann der kleine Karton geöffnet werden. An oberster Stelle gelagert, lacht uns das iPhone 4S direkt an. Die Vorder- und die Rückseite sind mittels durchsichtiger Klebefolie zusätzlich geschützt. Nimmt man das Apple Smartphone aus der Verpackung, so erhält man Zugriff auf die weiteren Inhalte. Direkt unter dem iPhone 4S lagern die mitgelieferten Dokumente. Mit an Bord sind eine Kurzübersicht, wichtige Produktinformationen zum iPhone 4S sowie zwei Apple Aufkleber. Unmittelbar bei den Papieren lagert eine kleine „Nadel“, mit der sich der Micro-SIM Kartenslot öffnen lässt. Alternativ könnt ihr natürlich auch eine einfache Büroklammer nutzen. Unter den Dokumenten lagert das USB-Netzteil, das USB-Anschlusskabel sowie der mitgelieferte Kopfhörer samt Freisprecheinrichtung.

Design

Rein Optisch bleibt Apple seinem bisherigen Design treu. Genauer gesagt übernimmt Apple die Optik des iPhone 4S (CDMA-Version) und stattet dieses mit einem Kartenslot aus. Man kann das Pferd auch andersherum aufzäumen und sagen, dass das iPhone 4 (GSM-Modell) einen weiteren Isolator in der Gehäusekonstruktion erhält und dadurch der Stummschalter und die Lautstärkeregelung ein paar Millimeter verschoben werden. Ansonsten dürfte dem Besitzer eines iPhone 4 viel Vertrautes entgegenkommen.

iphone4s_abmessungenBei 140 Gramm ist das iPhone 4S 11,52cm hoch, 5,86cm breit und 0,93cm tief. Die Vorder- und die Rückseite sind aus gehärtetem Glas. Die Umrahmung besteht nach wie vor aus Edelstahl und bildet die Antenne des Gerätes (dazu später mehr). An der Oberseite befindet sich die Ein- / Aus-Standbytase, der 3,5mm Kopfhöreranschluss sowie ein Zweit-Mikrofon zur Unterdrückung von Nebengeräuschen. An der linken Gehäuseseite findet ihr den Stummschalter sowie die Lautstärkeregelung. An der Unterseite (links) hat Apple das Mikrofon platziert, mittig sitzt der 30-polige Dock-Anschluss und unten rechts ist der integrierte Lautsprecher platziert. Widmen wir uns der rechten Gehäuseseite, diese bietet den SIM-Kartenslot und somit die Aufnahmemöglichkeit der Micro-SIM-Karte.

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Auf der Vorseite gibt es den Homebutton, die Frontkamera, einen Lautsprecher sowie den Annäherungs- und Umgebungslichtsensor. Die beiden genannten Sensoren sind allerdings nur mit viel Licht und dem passenden Blickwinkel unmittelbar oberhalb des Lautsprechers erkennbar und sollten nicht durch Schutzfolien etc. verdeckt werden. In unserem iPhone 4S Test haben wir auf das schwarze Modell zurück gegriffen.

Das erste Mal

Das erste Mal. Gemeint ist natürlich das erste Benutzen des iPhone4S. Mikro-SIM Karte rein und schon geht es los. Die Neuerungen beim „Ersten Mal“ sind allerdings nicht auf das iPhone 4S, sondern vielmehr auf iOS 5 und die iCloud zurückzuführen. Mit der neuen PC Free Funktion, die iOS 5 mit sich bringt, können Anwender ihr iOS Gerät direkt „out-of-the-box“ aktivieren und einrichten, ohne dabei einen Computer zu benötigen. Nach dem Drücken des Power-Buttons erscheint das Apple Logo und das Smartphone wird gestartet.

Nach dem Entriegeln könnt ihr das Gerät mit einem WiFi-Netz verbinden, aktivieren und ein iCloud-Backup einspielen. Alternativ könnt ihr das iPhone 4S auf alt-bekannte Art und Weise mittels USB-Kabel mit dem Computer und iTunes verbinden und die Aktivierung und das Einspielen der Daten über den Computer durchführen. Beim Einrichten werdet ihr ggfs. noch gefragt, ob Diagnose- und Nutzungsdaten automatisch an Apple gesendet werden dürfen und ob ihr einen iCloud Account einrichten wollt. Vielmehr gibt es bei der Inbetriebnahme nicht zu beachten.

Kamera

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Im Kamerasystem liegt eine der großen Änderungen beim iPhone 4S. Bei nahezu jeder iPhone Generation hat Apple Hand bei der Kamera angelegt und dem Kamera-Chip ein Update spendiert. So auch beim jüngsten Apple-Mitglied. Nach 2MP (iPhone 2G, iPhone 3G), 3MP (iPhone 3GS) und 5MP (iPhone 4) kommt beim iPhone 4S eine 8MP Kamera zum Einsatz. Doch Megapixel sind längst nicht alles. Folgende Leistungen benennt Apple für das Kamerasystem

  • 8MP Kamera (60 Prozent mehr Pixel als beim iPhone 4)
  • Autofokus
  • Fokussieren per Fingertipp
  • Gesichtserkennung in Fotos
  • LED-Blitz
  • 1080p Full-HD (1920 x 1080 Pixel) Videoaufnahme mit bis zu 30fps und Audio
  • Bildstabilisierung
  • Frontkamera mit Fotos in VGA-Qualität und Videos mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde
  • Geotagging für Fotos und Videos

Zudem wirbt Apple mit einem neuen Linsensystem und einer größeren f/2,4 Blende, einem optimierten rückwärtig belichteten Sensor, verbesserten Weißabgleich, verbesserter Farbgenauigkeit und reduzierter Bewegungsunschärfe.

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Auf zur Praxis. Mit unserem iPhone 4 haben wir in den letzten Wochen und Monaten zahlreiche Schnappschüsse gemacht und Videos gedreht. Man kann also von einer guten Erfahrung im Umgang mit der iPhone 4 Kamera sprechen. Doch was kann die iPhone 4S Kamera? Kann Apple die Versprechungen halten? Die Kamera des iPhone 4S spielt ihre Trümpfe ganz klar bei adäquater Helligkeit aus. Die Bilder sind beeindruckend und man vergisst schnell, dass diese mit einem Smartphone geschossen wurden. Je schlechter die Lichtverhältnisse werden, desto mehr Bildrauschen setzt ein. Zwar kann der LED-Blitz dies ein Stück weit ausgleichen, doch die Qualität der Bilder schwindet bei fehlender Helligkeit.

Der Blitz eignet sich für Nahaufnahmen, einen ganzen Raum kann man damit nicht beleuchten. Eine Verbesserung sowohl bei Helligkeit als auch bei schwierigen Lichtverhältnissen ist im Vergleich zum iPhone 4 gut zu erkennen. Deutliche Verbesserungen sind zudem im Nahbereich und bei der Kameraauslösung erkennbar. 1,1 Sekunden gibt Apple an, bis die iPhone 4S Kamera für das erste Foto bereit ist. Von Foto zu Foto dauert es nur 0,5 Sekunden.

Bei den Videoaufnahmen scheint in erster Linie der neue Bildstabilisator den Unterschied zu machen. Waren die Videoaufnahmen des iPhone 4 oftmals von der ruhigen Hand des Benutzers abhängig, gleicht der neue Bildstabilisator die leichte Unruhe beim Filmen nun aus. Ruhige Bewegungen nimmt die iPhone 4S Videokamera sehr gut auf, je schneller die Bewegungen beim Filmen werden, desto unschärfer werden die Bilder. Gesichtserkennung und das Fokussieren funktionieren für ein Handy sehr gut. Die eingefügten Fotos sowie das Video sollen einen ersten Eindruck der Qualität hinterlassen.

Thematisch passend möchten wir an dieser Stelle auch noch kurz auf die Neuerungen bei der Foto-App eingehen. Seit iOS 5 könnt ihr mit der Foto-App geschossene Fotos beschneiden, drehen und rote Augen entfernen. Der Schnellzugriff auf die Kamera (Doppelklick auf den Homebutton bei gesperrtem Bildschirm) ist ebenso eine willkommene Neuerung.

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Hier noch Vergleichsfotos: iPhone 2G vs. iPhone 4 vs iPhone 4S

Lautsprecher

Beurteilt wurden der integrierte Lautsprecher an der iPhone 4S Unterseite sowie der Lautsprecher der Hörmuschel. Beide Lautsprecher wirken subjektiv lauter als beim iPhone 4. Vielmehr gibt es hier nicht zu sagen.

Leistung

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Beim iPhone4S setzte Apple auf den gleichen Dual-Core A5 Prozessor, den der Hersteller aus Cupertino auch beim iPad 2 einsetzt. Genau wie beim Tablet setzt Apple auf 512MB Arbeitsspeicher. Der Unterschied zum iPad 2 liegt allerdings darin, dass Apple den A5-Chip etwas langsamer taktet. Aus welchem Grund dies passiert, ist unklar, eine niedrigere Wärmeentwicklung und ein geringerer Stromverbrauch sind durchaus denkbar. Apple wirbt damit, dass das iPhone 4S die doppelte CPU-Leistung und eine bis zu 7-fache Grafikleistung im Vergleich zum A4-Chip bietet. Erste iPhone 4S Benchmark-Tests haben gezeigt, dass Apple die beworbenen Werte einhalten kann.

Die Nutzung des iPhone 4S ist nochmal angenehmer geworden, als es bereits beim iPhone 4 war. Insbesondere bei Safari (dürfte zusätzlich auch an iOS 5 liegen) ist die Leistungssteigerung spürbar. Schon jetzt freuen wir uns auf die kommenden iPhone 4S optimierten Spiele. In erster Linie denken wir an Infinity Blade 2 (Erscheinungsdatum 01. Dezember 2011).

Siri

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Die größte Neuerung beim iPhone 4S ist ganz gewiss die Siri Sprachsteuerung, kein anderes iOS Gerät ist bisher mit diesem Feature ausgestattet. Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal des iPhone 4S. Nicht nur wir werden die ersten Tage nach Erhalt des iPhone 4S intensiv mit Siri „gespielt“ haben, etliche iPhone 4S Neubesitzer werden dies getan haben. Zahlreiche Kommandos, die Siri versteht, sind bereits durch das Internet gegangen. Die Standard-Befehle können über das Wort „Hilfe“ oder über das kleine „i“ neben dem „Wie kann ich behilflich sein?“ abgerufen werden. Alle Standards funktionieren tadellos. Personen anrufen, Notizen schreiben, Kontakte suchen, Erinnerungen anlegen, Wecker stellen etc. klappt einwandfrei. Nach und nach lernt man die Siri Leistungen und Grenzen kennen.

Positiv ist, dass Siri von Tag 1 an mit der deutschen Sprache funktioniert. Schade ist, dass Wolfram|Alpha, die Karten-App oder Points-of-Interests hierzulande nicht möglich sind. Da will Apple in 2012 nachbessern. Neben den drei zuletzt genannten Funktionen gibt es sicherlich bei Siri noch viel „Luft nach oben“. Mit dem jetzigen Siri hat Apple eine sehr gute Basis gesetzt. Viele neue und zusätzliche Kommandos und Einsatzmöglichkeiten sind denkbar. Wünschenswert wäre schon heute, dass bei deutscher Spracheinstellung auch englische Musiktitel bei der Spracheingabe erkannt und abgespielt werden können. Dies fehlt unverständlicherweise.

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Auch die Spracheingabe ist beim iPhone 4S neu. An allen Stellen, an denen ihr Text eingeben könnt, könnt ihr diesen auch einsprechen. Dies klappt grundsätzlich problemlos, auch bei längeren Texten. Man muss sich daran gewöhnen, deutlich zu sprechen und Satzzeichen wie Punkt oder Komma mit zu diktieren. Hält man sich an die Vorgaben, so muss man auch bei längeren eingesprochenen Texten nur wenig, wenn überhaupt, nachbessern.

Ob Siri Sprachassistent oder Spracheingabe, eine Internetverbindung ist notwendig. Apple nutzt für beide Services die Apple Server.

Interessanterweise ergab es sich bei mir in den letzten Tagen, dass ich anstatt eines iPhone 4S „nur“ ein iPhone 4 zur Verfügung hatte. Deutlich an Siri gewöhnt, versuchte ich natürlich den Dienst automatisch und ohne groß nachzudenken auch auf dem iPhone 4 zu nutzen. Doch anstatt durch das Drücken des Homebuttons zu Siri zu gelangen, erschien mehrfach die „einfache“ Sprachsteuerung. So schnell gewöhnt man sich an und vermisst den Siri Sprachassistenten.

Empfang

Antennagate, nein Danke. Auch wenn wir nach wie vor davon überzeugt sind, dass die Antennendiskussion beim iPhone 4 völlig überflüssig war, sah sich Apple gezwungen, die Antennenkonstruktion zu überarbeiten. Marketinggründe waren sicherlich Bestandteil der Überlegungen. Wie bereits angesprochen, ist die Edelstahl-Umrahmung gleichzeitig die Antenne des iPhone 4S. Das iPhone4S ist das erste Telefon, welches zwischen zwei Antennen wechseln kann, um zu senden und zu empfangen.

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Das neue Apple iPhone 4S unterstützt nun die doppelte Download-Geschwindigkeit mit HSDPA mit bis zu 14.4 Mbps, es unterstützt sowohl das GSM- als auch CDMA-Netz. Ich bilde mir ein, dass sich der Empfang leicht verbessert hat. An einer bestimmten Position, bei der ich während des Telefonierens im Auto (natürlich per Bluetooth-Freisprecheinrichtung) immer die Verbindung mit dem iPhone 4 verloren habe, bleibt das Gespräch mit dem iPhone 4S mit leichtem Qualitätsverlust bestehen.

Bluetooth 4.0

Bluetooth 4.0 oder neuerdings „Bluetooth Smart Ready„. Das iPhone 4S folgt dem Mac mini 2011 und dem MacBook Air 2011. Alle drei Geräte unterstützen Bluetooth 4.0. Bluetooth 4.0 zeichnet sich durch eine höhere Reichweite und eine Reduzierung des Stromverbrauchs aus.

Akku

Das mit dem Akku ist so eine Sache. Während der iPhone 4S Keynote ist Apple lediglich auf die verbesserte Akkuleistung beim Telefonieren (UMTS) eingegangen. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Während es beim Surfen, Musik- und Videoabspielen keine gravierenden Unterschiede zum iPhone 4 gibt, sank die Standby-Zeit um deutliche 100 Stunden auf nur noch 200 Stunden. Immer mehr Technik und immer mehr Leistung wird neuen Smartphones eingepflanzt, diese will natürlich auch mit Strom versorgt werden. Ich bin davon überzeugt, dass Apple seinem jüngsten iPhone gerne mehr Akku-Power spendiert hätte, viel mehr war jedoch augenscheinlich nicht möglich, oder? iOS 5.0.1 ist mittlerweile in Arbeit und verspricht eine höhere Akkulaufzeit.

Bei intensiver Nutzung sinkt die Akkulaufzeit zunehmend. Rein subjektiv schafft das iPhone 4 deutlich mehr. Konnte bzw. kann man beim iPhone 4 die UMTS-Fähigkeit in den Einstellungen auf Edge minimieren, so konnte man wenigstens noch ein wenig Strom sparen. Es ist sehr schade, dass dies mit dem iPhone 4S unter iOS 5.0 nicht funktioniert.

Ein paar Möglichkeiten, wie ihr zusätzlich zu den üblichen und naheliegenden Optionen (WiFi, BT, Push etc. ausschalten, Displayhelligkeit herabsetzen) Strom sparen könnt, haben wir hier hinterlegt. Diese stellen keine Empfehlung, sondern vielmehr eine weitere Option dar.

Modelle

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Kurz und knapp: Sechs. Apple bietet das iPhone 4S, genau wie seinen Vorgänger in den Farben weiß und schwarz an. Neu ist die erhöhte Speicherkapazität. Hatte der Kunde beim iPhone 4 „nur“ die Wahl zwischen dem iPhone 4 16GB und iPhone 4 32GB, könnt ihr beim iPhone 4S auch zu 64GB Speicherkapazität votieren. Wieviel Speicher benötigt ihr? Diese Antwort kann nur ganz individuell beantwortet werden. Für den normalen Anwender, der ein paar Apps, Musiktitel, Fotos und Videos auf seinem Gerät speichert, dürfte das iPhone 4S 16GB völlig ausreichen.

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Speichert ihr allerdings gerne auch ein paar mehr Fotos oder Videos und spielt ihr Games wie Modern Combat 3 (Downloadgröße über 1GB) oder nutzt Navigationssoftware wie TomTom oder Navigon MobileNavigator (je nach Version bis zu 2GB), so solltet ihr zur goldenen Mitte und dem iPhone 4S 32GB greifen. Hardcore-User, die alles und nichts auf ihrem iPhone speichern und deren iPhone 4 32GB aus allen Nähten geplatzt ist, brauchen das iPhone 4S 64GB.

Empfehlung

Besitzer eines iPhone 3GS oder älter sollten den Sprung auf jeden Fall wagen. Hier sind die Veränderungen zum iPhone 4S schon riesengroß. A5-Chip, Retina Display, Frontkamera, 8MP Kamera, 1080p Full-HD Videoaufnahmen und Siri sind nur einige der vielen Verbesserungen. Nutzer eines iPhone 4 müssen sich genau überlegen, ob ihnen die Investition zwischen 629 Euro und 849 Euro im Apple Online Store bzw. je nach Modell und Tarif bei den Providern der Mehrwert des iPhone 4S wert ist. Hier ist der Sprung zwangsläufig nicht ganz so groß. A5-Chip (zuvor A4), 8MP Kamera (zuvor 5MP), Siri, Bluetooth 4.0 und das veränderte Antennendesign sind die größten Unterschiede zum Vorgänger. Zudem ist erstmals eine 64GB Variante erhältlich.

Für den intensiven Apple bzw. iPhone-Fan steht eh fest, das iPhone 4S muss mehr.

Preise und Verfügbarkeit

Apple Store: Apple bietet, wie bereits mehrfach im iPhone 4S Test angeklungen, sechs verschiedene Modelle an. Es gibt das iPhone 4S ohne Vertrag* (16GB, 32GB und 64GB) in den Farben weiß und schwarz. Der Preis richtet sich ausschließlich nach der Speichergröße. Für das iPhone 4S 16GB verlangt Apple im Online Store 629 Euro, für das iPhone 4S 32GB werden 739 Euro fällig und für das iPhone 4S 64GB müsst ihr 849 Euro auf den Tisch legen. Das iPhone 4S ohne Vertrag über den Apple Store wird ohne Simlock / ohne Netlock ausgeliefert. Die Lieferzeit liegt aktuell bei allen Modellen bei „versandfertig in: 1 – 2 Wochen“.

Mobilfunkprovider: Apple bietet das iPhone 4S mit Vertrag sowohl bei der Deutschen Telekom* (T-Mobile), o2* als auch Vodafone* an. Die iPhone 4S Tarife, iPhone 4S Preise sowie die Lieferzeiten hängen von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Hier empfiehlt es sich, auf den Webseiten der Telekom, Vodafone und o2 tagesaktuell nachzugucken.

Fazit

ios5Apple hat eindeutig eine Schüppe draufgelegt und das iPhone 4S punktuell verbessert. Seit mittlerweile etwas mehr als drei Wochen testen wir nun das neueste Apple Smartphone. Zugegebenermaßen hätten wir uns zur Let´s talk iPhone Keynote über ein iPhone mit größeren Display gefreut, nun ist es jedoch anders gekommen. Was nicht ist, kann ja hoffentlich noch werden. Wie gesagt, mehr als drei Wochen wird das jüngste Mitglied der Apfel-Familie nun von uns auf Herz und Nieren getestet. Die Verbesserungen liegen eindeutig in der Geschwindigkeit (läuft alles in allem flüssiger), in der deutlich verbesserten Kamera sowie in der Siri Sprachsteuerung. Die kleinen Verbesserungen (Bluetooth 4.0, veränderten Antennendesign etc.) runden das Bild ab.

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Wo sehr viel Licht ist, fällt auch Schatten. An der Akkuleistung unter iOS 5.0 muss Apple noch ein bisschen feilen, iOS 5.0.1 ist bekanntermaßen in Arbeit. Es ist nicht so, dass der Akku binnen weniger Stunden leer ist, dennoch würde die ein oder andere Stunde mehr Standby dem Gerät ganz gewiss gut tun. In diesem Zusamenhang finden wir es zudem mehr als schade, dass die Option „3G aktiveren“ bzw. „3G deaktivieren“ auf dem iPhone 4S unter iOS 5.0 nicht zur Verfügung steht. In Kombination mit der iCloud und iOS 5 spielt das neue iPhone 4S seine volle Stärke aus.

Kategorie: iPhone

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7 Kommentare

  • Cookie 7

    Ich habe kürzlich Siri selbst ausprobiert und finde es so genial.
    Das ist meiner Meinung das beste Feature seit langem!

    06. Nov 2011 | 19:53 Uhr | Kommentieren
  • michis909090

    ich habe mit siri kleine probleme es versteht mich eigentlich in 3 fällen einmal nicht ich meine ich bin zwar schweizer kann aber gut deutsch und was mich auch extrem nervt ist das man nicht rechnen kann keine google sachen fragen kann also ohne in den browser gehen zu müssen und maps nicht integriert ist.
    ich meine wo ist das problem das man maps nicht in die deutsche version machen kann ich seh da keine vorteil der usa

    06. Nov 2011 | 20:12 Uhr | Kommentieren
  • *web*wusel*

    Vielen Dank für den tollen Testbericht!

    06. Nov 2011 | 21:47 Uhr | Kommentieren
  • mr.-antimagnetic

    Hi michis909090
    also wenn du so sprichst wie du schreibst dann
    musst du dich nicht wundern..

    06. Nov 2011 | 21:48 Uhr | Kommentieren
  • Dave

    Ich habe gelesen das wenn man das Telefon nutzt, das Akku vom
    iPhone 4 > 10,5 Stunden hält
    und das vom
    iPhone 4S > 10 Stunden hält.

    Also wenn man es nicht aus der Hand legt und nur damit rumspielt. Und da ist diese halbe Stunde echt Pille-Palle.

    06. Nov 2011 | 23:57 Uhr | Kommentieren
  • FrankWe

    Also ich bin mit den standbyzeiten echt zu Frieden. Der Akku hielt 2 Tage bei Nutzung von 3h

    07. Nov 2011 | 2:41 Uhr | Kommentieren
  • GoGetta

    @ Siri ist zur Zeit auch noch in der Beta Phase.

    Auf der Seite von Apple steht außerdem:
    „Maps and local search support will be available in additional countries in 2012.“.

    08. Nov 2011 | 7:50 Uhr | Kommentieren

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