MacBook Pro mit Retina Display: Grafikhardware setzt die Limits

| 11:48 Uhr | 18 Kommentare

Vor knapp drei Wochen vorgestellt, konnten wir mittlerweile mehrere Stunden mit dem neuen MacBook Pro mit Retina Display verbringen. Der erste und zweite Eindruck sind wirklich erfrischend und neben dem schlankeren Design, der SSD-Festplatte und den Intel Ivy Bridge Prozessoren sorgt in erster Linie das neue Retina Display mit seiner Auflösung von 2880 x 1800 für Erstaunen. Kein anderen Hersteller verbaut ein vergleichbares Display. Doch auch Apple scheint derzeit mit der aktuellen Grafikhardware an die Limits der Möglichkeiten zu gelangen.

Die Kollegen von anandtech haben sich seit der Vorstellung des Retina MacBook Pro mit dem Gerät beschäftigt und sich dabei unter anderem intensiv auf das Display, die Grafikeinheit sowie die Grenzen eingegangen. Unter der Überschrift „Driving the Retina Display: A Performance Discussion“ werden die Gedanken zusammengefasst. Das neue Retina Display mit seiner Auflösung von 2880 x 1800 Pixel erhöht die dargestellten Pixel im Vergleich zum normalen MacBook Pro um den Faktor 4. In erster Linie sorgen die Intel HD Graphics 4000 sowie die Nvidia GeForce GT 650M für die Darstellung. Niemals zuvor musste die Grafikeinheit mehr Pixel darstellen.

Schon vor Jahren wurde der Grundstein bei Apple für das Retina Display gelegt, indem der Hersteller aus Cupertino zahlreiche ATI/AMD Graphic-Ingenieure angeworben hat. Zudem wurden ehemalige CPU Experten von AMD und ARM eingestellt.

Kommen wir nun zu den Auszügen aus dem Grafiktest des MacBook Pro (Retina Display) bei anandtech. Sandy Bridge und Ivy Bridge seien gute Schritte für Intel gewesen, die nachfolgenden Designs Haswell und Broadwell seien nach Auffassung der Redakteure jedoch die Chips gewesen, die Apple tatsächlichfür das Retina Display will. Die Leistung von Ivy Bridge sei noch nicht ausreichend, um die best-mögliche Leistung für das Retina Display und seine 2880 x 1800 Pixel zu erreichen.

Tests haben gezeigt, dass bei voller Auflösung nicht immer 30fps erreicht werden konnten und es so zum Ruckeln bei verschiedenen Anwendungsbereichen gekommen ist. So soll es z.B. beim schnellen Scrollen zum Displayruckeln gekommen sein. Auch während des Zoomvorganges konnte ähnliches festgestellt werden. Zu Vergleichszwecken hat anandtech die gleichen Tests mit dem „normalen“ hochauflösenden 15″ MacBook Pro 2011 durchgeführt. Bei diesem Gerät kam man auf 46 bis 60 fps, beim Retina Display MacBook Pro nur auf 18 bis 24fps. Zukünftige CPUs werden einen Großteil der Dekomprimierung für die GPU übernehmen. Die gute Nachricht zum Schluss ist jedoch, dass Apple schon mit OS X Mountain Lion Verbesserungen bringt. Beim gleichen Test (Scrollen der Facebook Timeline) erreicht das Retina MacBook Pro bereits zwischen 20 und 30 fps.

Nichtsdestotrotz habe es Apple geschafft die Grenzen der Displaytechnik neu zu definieren und zu verschieben.

Hier findet ihr das neue MacBook Pro mit Retina Display im Apple Store

18 Kommentare

  • Muffin Sebi

    Ok, wäre das jetzt ein Grund es nicht zu kaufen?

    01. Jul 2012 | 12:08 Uhr | Kommentieren
  • Tommy67

    NEIN. Ich habe das Retina MacBook Pro jetzt seit einer Woche und es ist der absolute Wahnsinn. Probleme bei der Grafikperformance kann ich nicht feststellen und die SSD Festplatte bringt ds Gerät in den Geschwindigkeitsrausch. Bestes MacBook ever

    01. Jul 2012 | 12:10 Uhr | Kommentieren
  • Sebastian

    Meins wurde gestern versendet kann ich morgen oder übermorgen mit dem Eintreffen rechnen? Bei meinem letzten MB Mid 2010 ist ja leider die Aschewolke dazwischen gekommen welche die Lieferzeit auf >3 Wochen gestreckt hat 🙁

    01. Jul 2012 | 12:27 Uhr | Kommentieren
    • July

      Nein niemals dauert mindestens eine Woche. Die MBPs werden aus Shanghai verschickt. Meins ist seit 2 Wochen inkl. Wochenende unterwegs. Da aber auch nur weil ich ein BTO-Gerät gekauft habe und die alle erst nach Prag geschickt werden. Wenn das direkt von Shanghai zu dir kommt geht mit Sicherheit auch innerhalb einer Woche, aber auf keinen Fall bis morgen oder übermorgen.

      01. Jul 2012 | 13:39 Uhr | Kommentieren
      • Rudi

        Meins ist auch aus Shanghai innerhalb von 6 Tagen dagewesen (und sie werden alle über Prag nach Europa eingeflogen, dann von dort nach Nürnberg für D usw.). Ich hätte es gerne als 13″ gehabt, da ich es aber dringend benötigte, nun eben 15″. Ich muss mich erstmal an die Power gewöhnen (ich brauche keinen Spielelaptop….)

        11. Jul 2012 | 9:36 Uhr | Kommentieren
  • DAMerrick

    War doch klar.
    Ich weiss schon warum ich lieber warte bis die Hardware mehr kann als nur das Display zu unterhalten.

    01. Jul 2012 | 17:16 Uhr | Kommentieren
  • iMax

    man sollte nicht immer gleich die neusten APPLE Produkte kaufen, wie man bei den Retina MacBooks sehen kann, stecken diese oft noch in Kinderschuhe…

    Die nächste Generation von den Macbook Pro werden alle diese Auflösung fahren wie die jetzt bei dem Retina Model.

    Warten Lohnt sich 🙂

    01. Jul 2012 | 21:07 Uhr | Kommentieren
    • Ackerdemiker

      Und dann wirst du auch NIE einen neuen Rechner haben… weil es nunmal so IST, dass es alles halbe jahr was neues/besseres gibt… iwann MUSS man kaufen… und ich habe mein Retina im VOllausbau seit 2 Tagen und ich bereue es KEINE Sekunde… ;)))

      03. Aug 2012 | 23:45 Uhr | Kommentieren
  • stabilis

    Retina ist eine technische Sackgasse!

    Apple hat sich hier einen Bärendienst erwiesen. Natürlich ist diese Darstellung toll, aber so viele Pixel wollen performant angesprochen werden und Chipsätze heutiger Bauart sind mit der dichte total am Limit. Es wird zeitgleich ungleich mehr an Energie verbraucht. Ökologisch unsauber, speziell da der dadurch erzielte Effekt den Gebrauch eines Computers nicht wirklich verbessert bzw. nur marginal verbessert.

    Weiters ist eine höhere Auflösung auf 21.5 bzw. 27 Zoll Diagonalen technisch im Moment mit herkömmlichen Mitteln nicht erzielbar, d.h. nur überzüchtete High End Grafikkarten schaffen rund 8000 x 5000 Pixel mit einer akzeptablen Framerate. Ein Anschluss solcher Bildschirme über herkömmliche Schnittstellen bzw. Thunderbolt ist nicht möglich, daher müssen die CPU´s direkt im Gehäuse sitzen und mit voller Busbreite arbeiten können (impliziert das es keine externen REtina Display > 15″ geben kann)

    Fazit: apple hat hier eine Sackgasse betreten die eine hohe Erwartungshaltung erweckt hatte, jeder wartet auf den Retina Imac der aber so nie kommen sollte weil niemand 300 Watt GPU Power für eine Textverarbeitung oder das Internetsurfen vergeuden will.

    Apple: lass es es – schnell raus dort, der 15″ sollte der einzige bleiben, perfekt für Fotografen, passt.

    01. Jul 2012 | 21:45 Uhr | Kommentieren
    • Basti

      Und die Zeit hat gezeigt, wie falsch du liegst 🙂

      28. Jan 2015 | 0:44 Uhr | Kommentieren
  • iShaft

    Also ich denke, für die mobilen Mac’s (MacBook Air/Pro) wird Retina in den nächsten Jahren Standard. Beim iMac sehe ich bisher auch diese hier geschilderten Probleme…

    Ciao iShaft

    02. Jul 2012 | 10:24 Uhr | Kommentieren
  • Kirnbichler

    > Weiters ist eine höhere Auflösung auf 21.5 bzw. 27 Zoll Diagonalen
    > technisch im Moment mit herkömmlichen Mitteln nicht erzielbar,
    > d.h. nur überzüchtete High End Grafikkarten schaffen rund 8000 x 5000
    > Pixel mit einer akzeptablen Framerate

    Das sind nur 3840×2400 (1920×1200 * 2) bzw. 5120×2880 (2560×1440 * 2) Pixel. Warum sollte sich das mit DP nicht übertragen lassen?

    02. Jul 2012 | 14:26 Uhr | Kommentieren
  • supergrobi

    Für Fotografen sind die spiegelnden Displays auch nicht die erste Wahl, der 27″ iMac z.B. hat ein mangelndes Farbmanagement, AdobeRGB lässt sich z.B. nicht darstellen, die Einstellungen sind mangelhaft, der Profi greift zu anderen Geräten wie Eizo, NEC oder Quatographic. Wir haben hier einen iMac 27″ stehen, nach 5 Monaten ist bereits die Beleuchtung einer Seite ausgefallen, kommt scheinbar sehr oft vor, dass die Beleuchtung ausfällt, da hat man wohl Murks verbaut.
    Und für den Preis des MacBook Pro sollte mehr drin sein, als die GT650M, das ist eine Mainstream GPU die schon bei 700€ Laptops verbaut wird, eine GT680M wäre Pflicht gewesen, die hätte mehr Reserven für die hohe Auflösung.

    03. Jul 2012 | 11:18 Uhr | Kommentieren
  • Rudi

    „So soll es z.B. beim schnellen Scrollen zum Displayruckeln gekommen sein.“ Alles klar, vielen Dank. Selten soon Blödsinn gelesen. Waren wahrscheinlich Leute von Dell oder wat weiß ich….

    11. Jul 2012 | 9:40 Uhr | Kommentieren
  • Ergin

    Rudi da stimme ich dir voll und ganz zu, habe das MBP auch vor knapp 10 Tagen bestellt und lese auch auf allen Foren die Kommentare, aber so ein Schwachsinn habe ich auch zum ersten mal gehört

    13. Jul 2012 | 2:36 Uhr | Kommentieren
  • twofish

    Also ich sitze gerade an meinem MBP mit Retina. Und ich kann bestätigen, dass im Browser Firefox, Chrome und Safari das Scrollen zum Teil sehr ruckelt! Auch wenn man sich mit Vorschau oder Acrobat Prof PDF-Dokumente anguckt, ist das alles andere als flüssig. Es ruckelt und zappelt, was echt störend ist. Das Scroll-Feeling mit zwei Fingern auf dem Trackpad äußert sich allerdings sehr schwammig. Es ist vergleichsweise so, als ob man einen Ego-shooter spielt in dem man die Grafik zu hoch eingestellt hat, es ist schwammig und zieht hinterher. Ich hab ein wenig mit den Auflösungen des MBP gespielt und es ist am schlimmsten wenn man im Monitor-Menü die Auflösung hochschraubt, also Regler ganz nach rechts und dann den Browser im Vollbildmodus steuert. Weniger schlimm aber trotzdem deutlich merkbar ist es bei maximierter Fenstergröße und Auflösung auf Retina-Best. Safari funktioniert noch mit am besten. Firefox ist standardmäßig so eingestellt das es mit niedriger Auflösung startet (auch nicht änderbar). Chrome ist am schlimmsten, startet aber wie Safari mit hoher Auflösung. Flüssiger läuft Chrome mit niedriger Auflösung, dafür aber mit hässlicher Schrift. Ich hoffe es wird nächste Woche mit Mountain Lion besser.

    17. Jul 2012 | 22:17 Uhr | Kommentieren
    • twofish

      Also nochmal in Kürze zu den Browsern: (eingestellte Auflösung, ruckelndes Bild und schwammige Steuerung, Schriftqualität):
      Safari = hoch, schwach, super
      Firefox = niedrig, schwach, schlecht
      Chrome = hoch, stark, mittel
      Chrome = niedrig, schwach, schlecht

      17. Jul 2012 | 22:22 Uhr | Kommentieren
    • twofish

      Bei PDFs (PDF Größe, ruckelndes Bild und schwammige Steuerung, Schrift)
      für 3 PDFs (3MB klein nur Text, 70 MB groß viele Bilder und Text, 270MB groß nur Text)
      Vorschau = 3MB, kaum, super
      Vorschau = 70MB, wenig – mittel, super
      Vorschau = 270MB, stark, super

      Adobe Reader 10.1.3 (kurz AR)
      AR = 3MB, nicht flüssig, schlecht
      AR = 70MB, stark, schlecht
      AR = 270MB, nicht flüssig, schlecht
      AR limitiert bei PDFs mit nur Text die scroll-geschwindigkeit.

      17. Jul 2012 | 22:50 Uhr | Kommentieren

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