Test: Elgato Thunderbolt SSD Festplatte

| 12:34 Uhr | 5 Kommentare

Anfang des Jahres haben wir erstmals über die Elgato Thunderbolt SSD Festplatte berichtet. Auf der CES 2012 hat Elgato das neue Thunderbolt-Zubehör aus dem Hut gezaubert und der Weltöffentlichkeit präsentiert. In der Folgezeit sind einige Wochen ins Land gezogen, bis die Thunderbolt SSD Festplatte endlich in den Handel gelangt ist.

In den letzten Wochen hatten wir die Möglichkeit, uns die Thunderbolt SSD Festplatte aus dem Hause Elgato näher anzugucken, diese zu testen und einem Benchmark-Test zu unterziehen. Ohne euch auf die Folter spannen zu wollen, die Thunderbolt SSD Festplatte spielt leistungsmäßig in der Champions-League. Doch wie kommen wir zu dieser Erkenntnis?

Thunderbolt
Mit Thunderbolt haben Apple und Intel eine neue Schnittstelle entwickelt, die HD Displays, Zubehör und Datengeräte über einen Anschluss mit dem Computer verbindet. Dabei basiert Thunderbolt auf PCI Express und DisplayPort. Die Thunderbolt Technologie bietet in einem Anschluss zwei Kanäle mit einem Datendurchsatz von 10Gbit/s in beide Richtungen. Dies ist 20x schneller als USB 2.0 und 12x schneller als FireWire 800. Auch vor USB 3.0 (5Gbit/s) braucht sich Thunderbolt nicht zu verstecken.

Optik und Design
Die schnelle Festplatte steckt in einem robusten Metallgehäuse und bietet eine edle Optik. Das Metallgehäuse sorgt für eine optimale Wärmeableitung. Ein Lüfter ist überflüssig, ein Betriebsgeräusch kann nicht wahrgenommen werden.

Anschluss
Was sollen wir sagen? Ein Thunderbolt-Peripherie-Gerät wird natürlich über den Thunderbolt-Anschluss verbunden. Apple bietet im Apple Online Store ein (weißes) 2m Thunderbolt-Kabel für 49 Euro. Passender ist jedoch das Elgato Thunderbolt-Kabel. Dieses ist zwar mit 59,59 Euro (bei Amzon) etwas teurer, das dunkle und deutlich kürzere Kabel eignet sich jedoch besser zum Anschluss und ein 2m langes Kabel liegt nicht auf dem Tisch neben dem Mac herum. Im Gegensatz dazu bietet das 2m Kabel von Apple jedoch andere Vorteile (Anschluss von Displays etc.).

Die Festplatte verfügt nur über einen Anschluss, die Stromversorgung erfolgt ebenso über den Thunderbolt-Port.

Geschwindigkeitstest
Mit dem im Mac App Store kostenlos erhältlichen Blackmagic Disk Speed Test sowie mit QuickBench 4.0 haben wir die Elgato Thunderbolt SSD Festplatte einem Geschwindigkeitstest unterzogen. Gelesen werden kann von der Festplatte etwas besser, als man auf ihr schreiben kann. Die durchschnittliche Lesegeschwindigkeit liegt bei 268MB/s, beim Schreibevorgang konnten wir Werte von 249MB/s erzielen.

Technik und TRIM
In dieser Kategorie wollen wir auf eins, zwei Punkte zu sprechen kommen. Im Metallgehäuse arbeitet SSD-FlashSpeicher von SanDisk (Ultra-Serie). Die Thunderbolt SSD ist nach dem SATA-II Standard gebaut. Der Hintergrund dieses Anschlusses liegt unter anderem in der Stromversorgung sowie in der Wärmeentwicklung. Der Thunderbolt-Anschluss ist auf 10 Watt limitiert, die SSD zieht sich ihren Strom über die Schnittstelle. Die Stromversorgung ist der Grund, warum Elgato keinen weiteren (durchgeschleiften) Thunderbolt-Port verbaut hat. Mit angeschlossener Thunderbolt-SSD steht kein Strom für weitere Geräte zur Verfügung.

Stichwort: TRIM. TRIM ist ein Befehl zur Markierung ungenutzter oder ungültiger Datenblöcke auf Festplatten. Dies ist bei OS X für externe SSD-Festplatten nicht standardmäßig nicht aktiviert. Bei von Apple vorinstalierten SSDs ist TRIM aktiviert. Bei aktiviertem TRIM wird dem Laufwerk mitgeteilt,  welche Blöcke gelöscht werden können, anstatt diese vorzuhalten. Dies beschleunigt den Schreibzugriff und sorgt für einen weniger starken Abnutzungseffekt.

Mit kostenlosen Trim Enabler lässt sich TRIM für nicht vorinstallierte SSDs aktivieren. Dies funktionierte bei uns problemlos.

Preis und Verfügbarkeit
Die Elgarto Thunderbolt SSD Festplatte ist seit einigen Wochen im Handel erhältlich. Die Elgato Thunderbolt 120GB externe SDD Festplatte schlägt bei Amazon für derzeit 384,89 Euro zu buche, für die Elgato Thunderbolt 240GB externe SDD Festplatte müsst ihr aktuell 615,89 Euro auf den Tisch legen. Beide Festplatten sind sofort und kostenlos lieferbar.

Fazit
Klein, robust, mega-schnell und zu einem Premium-Preis. So lässt sich das Fazit zur Thunderbolt SSD Festplatte mit wenigen Worten umfassen. Die SSD ist der ideale Begleitung für die Datenspeicherung auf einer externen Festplatte. Beim MacBook Air genießen wir bereits seit Monaten die Geschwindigkeitsvorteil einer SSD Festplatte und wollen diesen nicht mehr missen. Dies ist mit dieser externen SSD nun auch auf jedem Gerät mit einem Thunderbolt-Anschluss möglich.

Apple stattet alle aktuellen Macs (Ausnahme Mac Pro) mittlerweile mit der Thunderbolt-Schnittstelle aus. Ein solcher Anschluss ist natürlich zwingend erforderlich.

Bliebe noch das Thema: Preis. Kunden, die nicht in erster Linie auf den Preis achten, sondern vielmehr in einen Geschwindigkeitsrausch bei einer externen Festplatte kommen wollen, sind hier genau richtig.

5 Kommentare

  • july

    Ich glaube eher bei dem Metallgehäuse geht es um reine Optik. Mir wäre nciht bekannt dass eine SSD Hitze entwickelt.. Im Gegensatz dazu gibt sich die Sonne grade viel zu viel Mühe Hitze zu entwickeln. 28 °C ist doch unmenschlich heiß 🙁

    05. Jul 2012 | 13:04 Uhr | Kommentieren
  • Kirnbichler

    > Die Stromversorgung ist der Grund, warum Elgato keinen
    > weiteren (durchgeschliffenen) Thunderbolt-Port verbaut hat.

    Durchgeschleift. Wäre er durchgeschliffen, wäre er kaputt.

    05. Jul 2012 | 13:47 Uhr | Kommentieren
  • Namepillemann

    das wort „premium-preis“ wird hier irgendwie nicht richtig definiert 😀

    05. Jul 2012 | 15:52 Uhr | Kommentieren
  • Christian

    Elgato Thunderbolt 240 GB = ~580 EURO :O

    06. Jul 2012 | 21:09 Uhr | Kommentieren
  • Christoph

    Es mag ja am Strom liegen.
    Jedoch, wie soll Thunderbolt je funktionieren und einsetzbar sein, wenn alle Geräte davon ausgehen, dass sie das letzte in der Kette sind.

    28. Jul 2012 | 16:03 Uhr | Kommentieren

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