EU ermittelt gegen Googles Android, vorinstallierte Apps im Visier

| 20:07 Uhr | 6 Kommentare

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Google sieht sich innerhalb der Europäischen Union weiteren Vorwürfen wegen Wettbewerbsverzerrung konfrontiert. Im Fokus der Wettbewerbshüter stehen die von Google vorinstallierten Apps beim mobilen Betriebssystem Android.

Auf Antrag von Fairsearch nehmen die EU Regulatoren Googles Android nun genauer unter Lupe und prüfen, ob das mobile Betriebssysteme Konkurrenten benachteiligt. Die Vereinigung verschiedener Unternehmen wie z.B. Nokia, Microsoft, TripAdvisor und Oracle wirft Google vor, den Wettbewerb zu behidnern, indem es die Installation bestimmter Apps vorschreibt.

So berichtet die New York Times, dass Google seinen Partner unter anderem vorschreibt, dass YouTube prominent im System platziert werden muss. In einem Interview bestätigte der oberste europäische Wettbewerbshüter Joaquín Almunia, dass seine Behörde Android bereits unter die Lupe genommen habe. Einen weiteren Kommentar gab es nicht. Immer dann, wenn eine offizielle Beschwerde gegen einen Mitbewerber bei der EU eingereicht wird, müssen die Wettbewerbshüter offiziell tätig werden und eine Entscheidung herbeiführen.

Die nun bekannt gewordene Untersuchung ist nicht die einzige, mit der sich die EU im Bezug auf Google beschäftigen muss. So ermittelt die Behörde auch seit längerer Zeit bzgl. Googles Praktiken, wie Suchmaschinenergebnisse dargestellt werden. Noch in dieser Woche will sich Google dazu äueßrn.

Kategorie: Apple

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6 Kommentare

  • TheChrystal

    Bei jedem quasi-Monopol ist es dasselbe, auch wenn Google dies noch nicht ganz erreicht hat.

    Prinzipiell finde ich das Vorgehen gegen Monopole gut, da diese für den Markt, den Kunden und die Entwicklung grundsätzlich nur Nachteile bringen.

    Allerdings sind die Vorwürfe ziemlich haltlos. Man kann Android auch ohne Google-Apps vertreiben (siehe Amazon). Auch nehmen diese Apps keinen zentralen Bestandteil des Systems ein, da sie sich ohne Probleme durch andere Apps komplett ersetzen lassen.
    Auch die Prominente Platzierung ist Schwachsinn. Sie sind ganz normal im App Drawer, welcher ja bekanntermaßen nach dem Alphabet sortiert ist.

    Da haben Apple und Microsoft echt Glück, dass sie so weit vom Monopol entfernt sind. Die sind schließlich Profis darin, es der Konkurrenz auf den eigenen Geräten so schwierig wie möglich zu machen.

    09. Apr 2013 | 21:33 Uhr | Kommentieren
  • MrUNIMOG

    Jedenfalls hat Apple bei iOS-Geräten ein absolutes Monopol 😉
    Und den Smartphone-Markt machen iOS und Android fast komplett unter sich aus, und bei den Neuzugängen lässt iOS in den letzten 12 Monaten weit hinter sich.
    s. https://www.macerkopf.de/2013/04/08/ios-schlaegt-android-zum-vierten-mal-in-folge-in-den-usa/
    (Ja, ich weiß das Macerkopf als Quelle nicht unbedingt seriös rüberkommt 😉
    Deshalb: http://www.asymco.com/2013/04/05/reasons-for-ios-outperformance-in-the-us/)

    09. Apr 2013 | 22:29 Uhr | Kommentieren
  • S1

    Was ich nicht verstehe: Warum wird nicht gegen Apple ermittelt? Auf dem iPhone ist der Safaribrowser beispielsweise vorinstalliert und ich kann den Standardbrowser nicht wählen.

    Microsoft wurde wegen sowas schon zu viel höheren Strafen verurteilt.

    10. Apr 2013 | 0:26 Uhr | Kommentieren
  • Andre

    @S1 weil du das Standart Betriebssystem schlecht hin, auf einem PC, nicht mit iOS vergleichen darfst.

    Einen PC zu besitzen und damit Zugang zum Internet zu haben ist gleichgestellt wie ein menschliches Grundrecht deswegen musste Microsoft zahlen.

    Ein Smartphone zu besitzen ist jedem selbst überlassen und Apple öffnet iOS nicht für die Konkurrenz 😉

    10. Apr 2013 | 8:14 Uhr | Kommentieren
    • TheChrystal

      die Erklärung stimmt nicht so wirklich.

      Es liegt schlicht daran, dass Apple kein Monopol besitzt, welches sie zum Nachteil anderer ausnutzen könnten. iOS darf so geschlossen und unzugänglich für fremde Software sein wie es will. Da es neben Android mittlerweile eine eher untergeordnete Rolle spielt ist dies nicht so wichtig. Die neuen Betriebssysteme messen sich grundsätzlich erstmal am Platzhirrschen, aus diesem Grund wird gegen Google vorgegangen.

      10. Apr 2013 | 17:28 Uhr | Kommentieren
      • MrUNIMOG

        „eine eher untergeordnete Rolle spielt“ ?
        siehe oben…

        10. Apr 2013 | 22:06 Uhr | Kommentieren

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