Apple wird überhäuft von Polizeianfragen, iPhones zu entschlüsseln

| 19:21 Uhr | 14 Kommentare

Wie CNET berichtet, erhält Apple zahlreiche Anfragen von der Polizei, beschlagnahmte iPhones zu entschlüsseln. Das Amt für Alkohol, Tabak, Schusswaffen und Sprengstoffe in den USA (kurz ATF) hat bekannt gegeben, dass die Vollzugsbehörden nicht in der Lage sind beschlagnahmte iPhones zu entschlüsseln und sie somit gezwungen sind, sich an Apple zu wenden. Die Anfragen sollen mittlerweile so zahlreich sein, dass Apple eine Warteliste eingeführt hat.

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Rob Maynard von der ATF erzählt, dass er letzten Sommer bei verschiedenen Polizeistellen um Hilfe bei der Entschlüsselung eines iPhone 4S gebeten hat. Als ihm nach drei Monaten immer noch niemand weiter helfen konnte, wandte er sich an Apple. Da Apples Warteliste inzwischen sehr lang ist, musste Maynard über vier Monate warten, bis sich Apple schließlich um seinen Fall kümmerte.

Maynard berichtet, dass Apple eine Methode hat, die Sicherheits-Software (also den Passcode) zu umgehen und die Daten auf einen USB-Stick zu laden. Es ist unklar, wie Apple bei der Entschlüsselung genau vorgeht und Apple wollte diesbezüglich CNET auch keine Stellungnahme geben. (via)

Kategorie: Apple

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14 Kommentare

  • Freddy

    Ist doch nicht schlecht, wenn Apple ein Hintertürchen offengelassen hat. Solange nur sie wissen wo es ist und wie es betreten werden kann. Auch wenn mein Bild von der Sicherheit von iOS-Geräte durch die Werbung getrübt sein kann, denke ich, dass meine Daten mit einem Passcode sicher sind.

    11. Mai 2013 | 20:26 Uhr | Kommentieren
    • MarioWario

      Seit der CISPA-Initiative traue ich auch Apple nicht mehr – OpenSource kennt keine Backdoors.

      11. Mai 2013 | 20:39 Uhr | Kommentieren
      • Anton Leitner

        stimmt, vollkommen unnötig, dennn da kommt man schon von vorne ungestreift rein …

        11. Mai 2013 | 21:15 Uhr | Kommentieren
  • Stema

    iOS = Sicher! 😉

    12. Mai 2013 | 2:21 Uhr | Kommentieren
    • MarioWario

      Relativ: Wenn dein iPhone noch supported wird – kein Bluetooth aktiv ist – kein WLAN ohne VPN besurft wird – das Password lang genug ist – und keiner dich gezielt hacken will – wenn nicht über GSM telefoniert wird. Ja, dann ist ein iPhone sicher 😉

      12. Mai 2013 | 3:01 Uhr | Kommentieren
      • Stema

        Warum kann das ATF die Dinger dann net selbst hacken? Wenn iOS nur „relativ“ sicher ist?

        Sicherer als Android ist es allemal. Da brauch man ja nur „Android + Malware“ auf Google (hehe, google) einzugeben und schon hat man tausende Treffer.

        12. Mai 2013 | 12:56 Uhr | Kommentieren
  • Weichenstellerin

    Vielleicht sind ja nur ios-User clever genug, kriminell zu werden. Bei Android-Usern stellt sich die Entschlüsselungs-Frage vielleicht erst gar nicht oder nicht so oft.

    12. Mai 2013 | 14:07 Uhr | Kommentieren
    • Jabba

      Kriminell=Clever? Ja ne, ist klar 🙂

      12. Mai 2013 | 20:09 Uhr | Kommentieren
  • Somaro

    Finde ich sehr schade.
    Dass die Behörden nicht weiterkommen, wusste ich. iOS ist zu sicher.

    Das Apple aber eine Hintertür besitzt… das ist ganz schlecht. Denn mal so gesagt, wenn die es für iOS besitzen, wer garantiert dass die Mac OS-Verschlüsselung sicher ist?

    Beschlagnahmte Computer mit Windows Bitlocker und TruCrypt kamen von den Behörden schon ungeäffnet zurück. Wie ist das mit FileVault?
    Apple bietet schon an den Wiederherstellungsschlüssel bei sich zu speichern, Apple hat einen Backdoor für iOS. Auch für Mac OS?

    Ich glaube ich wechsele lieber wieder von Apple zu Windows mit Bitlocker bevor jemand über den Apple Backdoor durch meine Daten schnüffelt.

    12. Mai 2013 | 19:58 Uhr | Kommentieren
  • Geronimo

    Ich stelle jetzt mal die Aussage des Artikels in Frage!
    Kein iPhone wird Verschlüsselt !!!
    Wenn, wird das Backup verschlüsselt!
    Und dann sollte auch Apple nicht mehr in der Lage sein den Schlüssel zu knacken.
    Ich gehe mal davon aus, dass hier von dem Tastensperrcode gesprochen wird.
    Der ist relativ leicht zu umgehen!
    Telefon in den DFU Modus bringen, mit Trick17 einen ssh client auf dem Gerät installieren, danach Gerät mounten und auslesen…
    Sollten auch die deutschen behörden Probleme damit haben, was ich nicht glaube, können die sich gerne bei mir melden…
    Ein Schlüssel zum verschlüsseln, wird i.d.R. vom User bestimmt!
    Sollte Apple einen Generalschlüssel besitzen so wäre das Datenschutzrechtlich nicht o.k. und würde generell jede Verschlüsselung
    in Frage stellen.
    Und für alle die es nicht glauben wollen und Ihre Windowsrechner mit Passcode schützen sei gesagt:
    Linux/Unix interessiert der Sperrcode mal garnicht.
    Ubuntu CD rein, starten und Gerät auslesen.
    Also bitte bei wichtigen Daten die Festplatte verschlüsseln.
    Das knackt dann nur noch jemand mit enormen Fähigkeiten, Super PC und jeder Menge Geduld; wenn überhaupt.

    13. Mai 2013 | 16:31 Uhr | Kommentieren

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