PRISM: Apples Statement zum Datenschutz

| 8:52 Uhr | 6 Kommentare

Vor elf Tagen berichtete die The Washington Post über das sogenannte Prism-Programm der US-Regierung, bei der in Kooperation mit Technologieunternehmen etliche Millionen Anwender bespitzelt und eMails, Chats, Video, Fotos, Telefonate und weitere Informationen zu Kunden gesammelt werden sollen.

prism

Unter anderem äußerte sich Apple in einer ersten Stellungnahme, dass man von Prism zuvor nicht gehört habe und die Herausgabe von Nutzerdaten nur aufgrund eines Gerichtsbeschluss erfolgt. Nun hat Apple per Pressemitteilung ein etwas ausführlicheres Statement zum Kunden-Datenschutz gegeben.

In dieser heißt es, dass Apple am 06. Juni erstmals von Prism aufgrund von Presseanfragen erfahren habe. Apple betont, dass man der US-Regierung keinen direkten Zugriff auf Apple Server ermöglicht. Wie andere Technologieunternehmen auch, hat Apple die US-Regierung darum gebeten, veröffentlichen zu dürfen, wieviele Anfragen gestellt und wie diese gehandhabt wurden.

Zwischen dem 01. Dezember 2012 und 31. Mai 2013 erhielt Apple zwischen 4.000 und 5.000  Anfragen seitens der Regierung mit dem Ziel, Kundendaten herauszugeben. In den genannten Anfragen ging es um insgesamt zwischen 9.000 und 10.000 Kundenkonten bzw. Geräte. Alle Anfragen dienten zur Aufklärung von Straftaten, zur Auffindung vermisster Kinder oder Alzheimerpatienten und wurden von den Apple Rechtsanwälten geprüft.

Für den Fall, dass Apple Verfahrenfehler festgestellt hat, wurde keinerlei Daten zur Verfügung gestellt. Weiter heißt es in der Pressemitteilung, dass Apple viel Wert auf den Datenschutz seiner Kunden legt. Als Beispiele nennt Apple die „end-to-end“ Verschlüsselung von iMessage- und FaceTime Datenübertragungen. Nur der Sender und Empfänger (und niemand sonst) kann die Daten entschlüsseln. Zudem heißt es, dass andere Daten anonymisiert gespeichert werden, um z.B. Services (Karten-App, Verkehr etc.) zu verbessern.

Kategorie: Apple

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6 Kommentare

  • MarioWario

    That’s It ! Da sollte man doch eher bei chinesischen Herstellern kaufen und Apple Apple sein lassen. Man weiß ja nie wenn jemand ‚zu Besuch‘ kommt – schlussendlich ist der Schaden durch amerikanische Geheimdienste im Kampf gegen den Terror größer als der erzielte Informationsgewinn – bei mir sind seit CISPA und PRISM amerikanische Unternehmen auf der Blacklist (und da werde ich wohl nicht der Einzige sein).

    17. Jun 2013 | 9:26 Uhr | Kommentieren
    • Sabrina

      Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass das in China, Deutschland, Frankreich oder einem sonstigen Land großartig anders ist. Sollte es eine behördlich Anfrage oder einen richterlichen Beschluss geben, werden Daten herausgegeben.

      17. Jun 2013 | 9:34 Uhr | Kommentieren
  • MarioWario

    … bloss haben die keinen Zugriff auf meine Cloud-Lösung und das Betriebssystem (und die Hardware). Offenbar ist Open Source die einzige Lösung – auch Geheimdienste kann man sich weitgehend vom Leib halten.

    17. Jun 2013 | 9:46 Uhr | Kommentieren
  • Breitbandopfer

    @MarioWario
    Schön, dass du noch an eine heile Welt glaubst.
    Nicht umsonst muss jeder Internetprovider an seinen Outdoor DSLAM’s einen „Wartungszugang“ für unseren „Rechtsstaat“ frei halten……

    17. Jun 2013 | 10:26 Uhr | Kommentieren
  • Mad Matt

    Träum weiter…

    Zum Thema „sicher mit Chinesischen Herstellern“:
    http://m.focus.de/politik/ausland/usa/spionage-vorwurf-gegen-zte-und-huawei-us-kongress-warnt-vor-chinesischen-it-konzernen_aid_834117.html

    „Nur weil Du nicht paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind.“

    17. Jun 2013 | 10:28 Uhr | Kommentieren
    • MarioWario

      Bei ZTE und den neun PISM-Companies ist Spionage/Infiltration bewiesen – heißt für mich: Wird bis auf weiteres nichts von den Firmen gekauft. Wenn niemand reagiert ändert sich nix.

      17. Jun 2013 | 14:31 Uhr | Kommentieren

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