Tödlich verunglückte Chinesin hat unautorisiertes iPhone-Ladegerät verwendet

| 19:17 Uhr | 15 Kommentare

Nach Meldung der South China Morning Post hat die kürzlich durch einen Stromschlag verunglückte Chinesin Ma Ailun wahrscheinlich ein nicht von Apple genehmigtes Ladegerät eingesetzt. Die 23-jährige hatte, während ihr iPhone zum Aufladen mit der Steckdose verbunden war, ein Gespräch angenommen und dabei einen tödlichen Schock erlitten.

iPhone 4 Ladegerät

Nun heißt es, sie habe wahrscheinlich ein Ladegerät eines Drittanbieters verwendet – eine Meldung, die Apple maßgeblich entlasten könnte. Nicht von Apple genehmigtes Zubehör ist meist sehr preisgünstig zu erwerben, lässt andererseits technische Sicherheitsstandards oftmals außer Acht. Dies könnte Ma Ailun zum Verhängnis geworden sein.

Der Telekommunikationsexperte Xiang Ligang bezeichnete das eingesetzte Ladegerät in einem Interview mit CCTV als Nachahmung. Qualitative Mängel dieses Geräts wären seiner Ansicht nach für den tödlichen Defekt verantwortlich gewesen.

Ma Ailun hätte auch nicht über ein iPhone 5 verfügt, sondern über das Vorgängermodell, wie nun bekannt wurde. Gewissheit über die Ursache des Vorfalls gibt es indessen noch nicht. Ailuns iPhone 4 lässt sich nach Behördenangaben trotz starker Brandspuren noch normal starten und auch Kabel, Ladegerät und Stecker seien noch funktionsfähig.

Die zuständige Polizeidienststelle hat ihre Untersuchungen noch nicht abgeschlossen, insofern sind für die nächste Zeit noch weitere Neuigkeiten zu erwarten. Ein Sprecher Apples nannte den Unfall zutiefst bedauerlich und sagte eine vollständige Kooperation mit den chinesischen Behörden zu.

Ein sehr ähnlicher Zwischenfall hatte sich vor kurzem in Beijing ereignet: Der 30-jährige Chinese Wu Jiantong erlitt beim Anschluss seines iPhone 4 an ein Drittanbieter-Ladegerät ebenfalls einen Stromschlag und liegt seitdem im Koma. (via)

Kategorie: iPhone

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15 Kommentare

  • DG

    Wenn man sich schon ein neues iPhone kauft, hat man ja das Original Zubehör, sollte dieses mal defekt gehen oder verloren sollte man ein paar Euro/ Dollar oder sonst was über haben um sich ein neues zu kaufen, anstatt total unsicheren Mist. Das Geld sollte man nun über haben… Da kann man eigentlich nur sagen selbst Schuld wenn sowas passiert!

    19. Jul 2013 | 19:50 Uhr | Kommentieren
    • Markus

      Mit anderen Worten sagst du, das sie verdient hätte zu sterben, bloß weil sie sich kein originales Produkt kaufen wollte.
      Zynismus in Perfektion…

      19. Jul 2013 | 19:55 Uhr | Kommentieren
      • DG

        Von „verdient“ habe ich nicht geredet, das wäre dann eine Sache zu krass, bitte nicht falsch verstehen^^ Was ich meinte war, dass bei so einer Ignoranz Apple nicht mit Konsequenzen rechnen müsste, weil es nicht deren Fehler ist…

        20. Jul 2013 | 2:12 Uhr | Kommentieren
    • TabletMan

      Idiot !!!

      19. Jul 2013 | 21:40 Uhr | Kommentieren
  • NotSure

    Im Grunde genommen ist so ein Netzzteil nichts Kompliziertes, und lässt sich auch bei den nötigen Sicherheitsvorschriften sehr billig fertigen. Was da versagt hat, war offensichtlich die galvanische Trennung zwischen dem primären Netzkreis und dem sekundären 5V Stromkreis für das iPhone.

    So etwas darf bei gar keinem Netzteil vorkommen, völlig egal ob es ein Original oder kein Original Netzteil ist. Technisch lässt es sich auch leicht bewerkstelligen, solange nicht geschlampt wird.

    19. Jul 2013 | 20:08 Uhr | Kommentieren
    • TabletMan

      Genau an diesen wird aber gespart, ob es anders gehen würde spielt keine Rolle. Öffnet mal ein original und ein paar dieser billig dinger, ihr werdet es sehen.

      19. Jul 2013 | 21:41 Uhr | Kommentieren
    • Flo

      Es hat keine galvanische Trennung versagt da es sowas bei Schaltnetzteilen gar nicht gibt. Auch die Applenetzgeräte sind Schaltnetzteile und haben keine galvanische Trennung.
      Trafonetzteile haben so etwas sind aber teurer, größer und schwerer.
      Wenn du in einem Schaltnetzteil aber ordentliche Bauteile verwendest und evtl wie bei Appel auch noch ordentlich vergießt passiert nichts sofern es nicht beschädigt wurde.
      Aber bei nem billig Netzteil aus China wird das nicht der Fall sein

      19. Jul 2013 | 21:59 Uhr | Kommentieren
      • Jabba

        Ich bitte dich!!!
        Seit wann haben Schaltnetzteile generell keine galvanische Trennung?
        Guck dir noch Mal einen entsprechenden Schaltplan an und du wirst feststellen, dass eine galvanische Trennung vorhanden ist!

        19. Jul 2013 | 22:15 Uhr | Kommentieren
      • Dieter

        Flo , da liegst du völlig falsch . Ohne die galvanische Trennung in den Netzteilen die du verwendest wärst du nicht mehr am Leben. Das Problem ist , dass selbst nach den Normen gefertigte Netzteile durch Bauteilfehler die galvanische Trennung verlieren können , das endet dann fatal. Die Handyladegeräte müssten eigentlich Schutzklasse 3 entsprechen also der Sciherheitskleinspannung entsprechen , aber oft findet man nur das Schutzklasse II Zeichen auf den Ladegeräten . Aber wie gesagt Schutzklasse II bedeutet nur doppelte Isolierung , versagt z.B. im Schaltnetzteiltrafo diese Isolierung wird es lebensgefährlich. Sollte hier ein Billighersteller schlampen, oder vorsätzlich falsche Isolationsmaterialien verwenden, oder Sicherheitsabstände nicht einhalten , was ich selbst schon erlebt habe , ich bin Entwickler in einer Elektronik Firma , dann gute Nacht !

        19. Jul 2013 | 22:34 Uhr | Kommentieren
  • Benjamin

    Tja…das passiert nunmal mit billiger Chinaware.
    Bestimmt würde sowas auch mit Originalzubehör von Samsung passieren.

    20. Jul 2013 | 9:50 Uhr | Kommentieren
    • frapone

      Samsung ist aber koranisch ….

      21. Jul 2013 | 16:38 Uhr | Kommentieren
  • TheMaddinHD

    @Benjamin Du nutzt auch jede Gelegenheit Samsung schlecht zu machen. Trotzdem musste ich bei deinem Kommentar (welcher vollkommen unnötig ist) lachen.

    20. Jul 2013 | 18:51 Uhr | Kommentieren
  • meiner einer

    Die Frage ist doch eher was die Konsequenz daraus sein wird, und das ist nicht schwer zu erraten:

    In Zukunft wird jedes elektronische gerät mit dem Vermerk „das verwenden elektronischer geräte kann tödlich sein“ ausgeliefert werden, womit sich die Hersteller rechtlich absichern und die Verantwortung auf die Endverbraucher abwälzen.

    21. Jul 2013 | 5:08 Uhr | Kommentieren
  • Peter

    Mittlerweile haben sogar Internationale Steckdosen Adapter (USA, Deutschland, England, China …. Stecker) einen USB Anschluss.

    Diesen habe ich auch auf Geschäftsreisen dabei. Wenn ich dann damit mein Iphone lade und telefonieren muss möchte ich nicht angst um mein Leben haben, werte Herren von Apple.

    Da Müßt ihr schon ein Überlast Schutz einbauen !

    21. Jul 2013 | 13:50 Uhr | Kommentieren
  • JennyS

    Komisch dass man nichts von tödlichen Unfällen auf Seiten Androids hört (auch wenn da so manches explodiert) , wo die doch wahrscheinlich viel öfter mit billigen und unsicheren Netzteilen geladen werden. Liegt das an den so oft beschimpften „Plastik Bombern“ die den Strom nicht so gut in die Hände der Nutzer leiten wie das Alu der EierFöns? Oder an der etwaig verminderten Intelligenz mancher Apple user? Oder ist es Journalisten egal wenn ein Android jemanden tötet? Unwahrscheinlich, wenn man sich mal anschaut wie viele Journalisten Apple affin und so überhaupt nicht Android freundlich sind (Ausnahmen gibt’s natürlich immer) vielleicht hat hier auch nur die unerbittliche Macht des Zufalls zugeschlagen. Irgendeine einleuchtende Begründung wird sich die Marketingabteilung von Apple schon einfallen lassen. Denen fällt ja immer etwas ein.

    21. Jul 2013 | 15:11 Uhr | Kommentieren

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