iWork: Kritik an Update wächst

| 20:11 Uhr | 27 Kommentare

Zusammen mit der kostenlosen Freigabe von OS X Mavericks stellte Apple auch ein Update der iWork Programm-Suite für OS X bereit. Neue Versionen von Pages, Numbers und Keynote können seitdem aus dem Mac App Store geladen werden. iWork-Bestandskunden sowie Käufer eines Macs nach dem 01. Oktober können das Update kostenlos laden. Alle anderen Nutzer müssen knapp 20 Euro pro Applikation auf den Tisch legen.

pages_osx

Kaum installiert, häufen sich die Kritikpunkte an der neuen iWork-Suite. Einige Funktionen, die in den älteren Versionen bei Pages, Keynote und Numbers an Bord waren, wurden gestrichen. Auch sind einige Werkzeuge dem Update zum Opfer gefallen. So lassen sich beispielsweise in Numbers einzelne Felder nicht mehr verbinden und die Serienbrieffunktion in Pages wurde ebenso gestrichen. Das Umorganisieren von Seiten per Drag&Drop sowie zahlreiche Templates fehlen auch. Apples hat die Einfachheit der App über den Funktionsumfang gestellt und OS X Version von iOS Version angeglichen.

Für 70 Prozent der Anwender dürften die angebotenen Funktionen und Vorlagen ausreichen. Diejenigen, die iWork deutlich intensiver nutzen, dürften zu recht etwas vermissen und so wächst die Kritik an Apples aktualisierter Programm-Suite. Im Mac App Store (Pages | Numbers | Keynote) und im Apple Support Forum kann dies entsprechend nachgelesen werden.

Ein wenig erinnert die Situation an das Final Cut Pro X Update vor zwei Jahren. Apple stellte nach einigen Jahren eine neue Final Cut Pro Version bereit, in der für Powes-User essentielle Funktionen fehlten. Schnell keimte Kritik auf und Apple versprach sich dieser anzunehmen. Seitdem sind neun Final Cut Pro X Updates erschienen und Apple hat etliche alte und neue Funktionen hinzugefügt. Wir hoffen, dass sich Apple auch dieses Mal der Kritik annimmt und nachbessert.

Für alle „Power-User“ (wie immer man dies auch definiert) sei gesagt, dass beim Update auf die neue Pages-, Numbers- und Keynote-Version ein iWork 09 Ordner im Programme-Ordner angelegt wird, in dem sich die alten Versionen der Suite befinden.

Kategorie: Mac

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27 Kommentare

  • Eric

    Es stellt sich doch wirklich die Frage wer bei Apple solche Entscheidungen trifft. Es werden immer wieder die selben, geradezu dümmlichen Fehler gemacht . Und wie immer wird lange nichts passieren , erst wenn sich genügend User regen wird irgendwann mal nachgebessert , dann aber mit erhobenem Zeigefinger . Ein gutes Beispiel ist auch die „neue“ Musik App von iOS 7, völlig praxisfremde Bedienung, nervende Bugs und noch dazu schlampig programmiert . Wer sowas raushaut hatte entweder keinen Bock oder an Musik null Interesse ..

    25. Okt 2013 | 20:39 Uhr | Kommentieren
  • Markus

    Wesentlich schlimmer finde ich, das GarageBand 10.0 mit 2007er Imacs und diversen Macbooks nicht funktioniert und bei jeglicher Audioausgabe sofort abstürzt.

    25. Okt 2013 | 20:57 Uhr | Kommentieren
  • Tom

    Leider ist es auch nicht möglich, Dokumente zwischen den alten und neuen Versionen via iCloud zu bearbeiten. Ich hab ein iPhone 4 mit iOS 7, ein MacBook Air 2011 mit Mavericks und den neuen iWorks-Versionen und ein iPad 1 mit iOS 5. Tja…

    25. Okt 2013 | 22:04 Uhr | Kommentieren
    • Tippse

      Dann kauf doch mal was neues

      25. Okt 2013 | 22:53 Uhr | Kommentieren
      • Tom

        Ich hab’s aber so lieb gewonnen. Und nur wegen der Funktion mit Pages auch auf dem Pad schreiben zu können, mag ich nicht 500€ ausgeben. Ich hab mir vorgenommen, es so lange zu behalten, bis es auseinanderfällt. Also vermutlich ewig 🙂
        Immerhin kann ich auf meinem Mac noch die alten iWorks-Versionen benutzen. Unsere Cupertino-Spezeln wissen schon ganz genau, warum die noch auf dem Rechner sind.

        26. Okt 2013 | 8:34 Uhr | Kommentieren
  • Lloigorr

    Die Entscheidung, iWorks so zu verschlanken ist für mich wirklich nicht nachvollziehbar. Kann Eric oben nur zustimmen. Das war wirklich ein grober Fehler.
    Und die Musik app ist in iOS 7 wirklich ein schlechter Witz, aber über die habe ich mich ja schon ein Mal ausgelassen ^^

    26. Okt 2013 | 0:01 Uhr | Kommentieren
  • FloGo

    Keine Sorge, das wird schon noch… Ich finde die neue, aufgeräumte Oberfläche viel besser. Ich werde Pages jetzt öfter verwenden wie früher, weil es erheblich besser bedienbar geworden ist. Ich vermute mal, dass die Anwendung von Apple mal wieder von Grund auf neu programmiert worden ist und die noch fehlenden Funktionen bald nachgereicht werden.
    Auch die Musik-App hat sich in iOS 7 im Verlauf der Betas extrem verbessert und ist zwischenzeitlich wieder brauchbar – auch wenn ich zustimmen muss, dass mir die alte Version besser gefallen hat.

    26. Okt 2013 | 0:10 Uhr | Kommentieren
    • Jabba

      Auch wenn Apple die Software von Grund auf neu programmiert haben sollte, dann wäre es ein Unding, die Software so zu veröffentlichen.
      Ja, alles sieht schön aufgeräumt aus, aber alleine die paar oben beschriebenen Funktionen fehlen doch sofort, wenn man nur ein klein wenig Office macht.
      Wenn iWork diesen Kurs beibehält, wird Microsofts Office nur noch stärker. Zum Glück habe ich mir die 2011er Office Version erworben und ich kann somit weiterhin produktiv Arbeiten.

      26. Okt 2013 | 6:28 Uhr | Kommentieren
    • Steijner[Original]

      @FloGo

      „Ich werde Pages jetzt öfter verwenden wie früher“

      —> ALS (!) früher

      WIE wird verwendet, wenn etwas gleich ist

      ALS wird verwendet, wenn etwas ungleich ist

      26. Okt 2013 | 18:48 Uhr | Kommentieren
      • Harry

        Also bei uns in Hessen sägte man: Ich werde Pages jetzt öfter verwenden als wie früher… Hier geht man auch bei die Oma und man macht den Radio an.
        Etwas mehr Toleranz bitte, wie Essig politisch korrekt gehört.

        29. Okt 2013 | 8:25 Uhr | Kommentieren
  • Robert

    Strategie? Vielleicht…..
    Nehmen wir den Usern was weg, machen es aber gratis -> shit storm bricht herein -> Antwort: „Aber es ist gratis“ -> dann Verbesserung und viele „aaahhh´s und ooohhhh´s“ kommen, die Welt freut sich wie toll es ist ein Word im Pages richtig formatieren zu können…. Apple ist der Hero. Alle Power User sind inzwischen bei Kleinweich gelandet, fertig.

    Apple wird sich niemals mit Microsoft anlegen, niemals. Dazu fehlt es Apple an der Backendtechnologie, also den Business Apps und Servertechnologien. Warum auch, wenn sich mit Hardware soviel tolles Geld verdienen lässt. Daher ist ein Narr wer glaubt das Pages und Co jemals ein Ersatz für Word und Co sein werden. Aber es ist ein nettes Googie – falls man mal schnell was schreiben muss ist ein Texteditor auch dabei (und anderes).

    Denkt mal nach drüber warum es gratis ist – wird einfach Teil des OS, fertig.
    Gut gemacht apple, aber leicht zu durchschauen.

    26. Okt 2013 | 6:30 Uhr | Kommentieren
    • Robert

      Und noch etwas: Microsoft wird als Dankeschön dafür sicherlich bald eine neue Version für IOS / MAC vom Office herausbringen. Diese Version wird auch alle Cloud Services unterstützen. Ich habe grade eine größere Arbeit auf Word für Mac geschrieben, ging erstaunlich gut – und das kann man aber noch etwas verbessern, vorallem beschleunigen und auf 64 bit umstellen. Office 2014 – wollen wir wetten?

      26. Okt 2013 | 6:33 Uhr | Kommentieren
  • resomax

    Kostet dann auch mind. 150 € mit Luft nach oben – wollen wir wetten?
    Oder 100€ als Abo im Jahr, wollen wir immer noch wetten?
    MS lebe hoch!

    26. Okt 2013 | 7:16 Uhr | Kommentieren
    • Jabba

      Jup. Ich zahle gerne 200€ aufwärts für eine Office-Lizenz, wenn sich damit vernünftig arbeiten lässt. Es ist kein Zufall, dass Microsofts Produkt das (mindestens gefühlt) meist genutzte Office in Firmen ist.

      26. Okt 2013 | 8:05 Uhr | Kommentieren
      • resomax

        Es liegt aber nicht an der Qualität von MS-Produkten. sondern an deren aggressiven Vermarktung in der Vergangenheit, besonders in den 90ern.
        Die haben alle Konkurrenten durch Erpressung plattgemacht!
        DAS ist Qualität!..
        Viel Spaß mit deinem Office und der MS-Cloud! Ich kauf mir für 200 € lieber was vernünftiges…

        26. Okt 2013 | 9:08 Uhr | Kommentieren
      • Mac Taylor

        arbeite mal intensiv mit Word und sei gezwungen, entsprechende Vorlagen zu benutzen… du wirst es bald hassen.

        arbeite mal intensiv mit Excel und sei gezwungen, wirklich große Tabellen damit zu bearbeiten… du wirst es bald hassen.

        arbeite mal intensiv mit PowerPoint und sei gezwungen, CD-konforme Vorlagen zu benutzen… du wirst es bald hassen.

        ich hör jetzt auf

        26. Okt 2013 | 11:35 Uhr | Kommentieren
        • Jabba

          Außer mit Powerpoint habe ich mit Word und Excel intensiv gearbeitet und habe z.B. große Datensätze über mehrere große Tebellen in einigen Registern verarbeitet und mit sehr komplexen Formeln gearbeitet. Ohne wirklich sehr große Probleme. Habs dann mal mit Numbers probiert. Über mehrere Wochen. Habe selbst mit Hilfe der Apple Community und den in diesem Fall ahnungslosen Mitarbeitern das Projekt nicht ohne Umwege realisieren können.

          Dass die Vorlagen nicht funktionieren, liegt meist am Urheber und nicht an Microsoft.

          26. Okt 2013 | 15:58 Uhr | Kommentieren
        • Jabba

          Mal davon ab: Es geht hier nicht um komplexe Datensätze oder tausende Seiten Doktorarbeit. Es geht z.B. um Serienbrieferstellung. So etwas ist essentiell.

          26. Okt 2013 | 16:01 Uhr | Kommentieren
  • Max March

    Ich wundere mich, dass so nützliche Funktionen in Numbers wie das Sortieren nach mehreren Kriterien fehlen.
    Danke für Tipp, dass frühere Version noch auf dem Rechner ist. in dieser Form ist iWork für mich unbrauchbar geworden.

    26. Okt 2013 | 9:53 Uhr | Kommentieren
  • Tomsen

    Mhm, also ich konnte mich mit iWorks nie anfreunden. Bin office verseucht und muss sagen: es geht nix über office. ob kurz mal was tippen oder aufwendige Serien emails/ Briefe oder schnell pivot Tabellen erstellen: das sind 200 euro wert. iWorks ist ganz nett und umsonst das war es…

    26. Okt 2013 | 11:17 Uhr | Kommentieren
  • Oli

    Komisch, dass hier niemand von den echten Alternativen spricht.
    OpenOffice, LibreOffice sind kostenlos, laufen auf Windows/Mac/Linux, bieten einen riesigen Funktionsumfang und sind kompatibel mit den nun mal stark verbreiteten Windows Office Dokumenten wie .doc .xls und so weiter.
    Für mich ist die kostenlose Herausgabe und gleichzeitige Reduzierung des Leistungsumfanges von iWorks ganz klar eine strategische Entscheidung. Man will eine Software anbieten, die für einen Laien sofort intuitiv zu bedienen ist. Poweruser lässt man bewusst mal aussen vor. Primäres Ziel ist ein möglichst einfaches, intuitives Benutzererlebnis (user experience, eins der grossen Schlagworte bei Apple)
    Für die Poweruser gibt es ja die o.g. guten Alternativen. Und wer unbedingt Geld ausgeben will, um Produkte zu kaufen, die nicht besser, sondern eher schlechter sind als LibreOffice und co. der kann das ja gern weiterhin tun.
    Bei FinalCutProX war tatsächlich das Gleiche zu beobachten. Starke Preisreduktion und 100% Fokussierung auf user experience. Klar stösst man damit erst mal die alten Hasen („ich will es so haben, wie es immer war“) erst mal vor den Kopf, aber Alles im Leben hat eben seinen Preis. Und am Ende wird der Erfolg Apple recht geben. Denn kostenlose Software wie iWorks, ein semi-professionelles Videoschnitt-Programm wie FinalCutPro X und ähnliche Dinge werden die Leute dazu bringen, Apple Hardware zu kaufen.

    26. Okt 2013 | 11:59 Uhr | Kommentieren
    • Somaro

      Wer gibt 2,000€ für einen tollen Computer aus wenn er mit dem kostenlosen Office nichts anfangen kann und Videoschnittsoftware auf dem Niveau von Final Cut Pro X unter Windows deutlich weniger kostet?
      .
      Und gerade iWork, Power-User ist völlig daneben gegriffen. Schreibe mal einen Brief mit gleichem Inhalt an 10 verschiedene Personen. Oder nur eine Person jedesmal, aber immer mal wieder anderer Textbaustein. Da wirst du irre, 10 mal eine Adresse eingeben, Jedesmal. Immer wieder den gleichen Absatz in einen Brief kopieren.
      Das sind einfachste Funktionen die viele sogar nicht nur im Home-Office sondern auch privat nutzen. Oder die Formel-Funktion, die jeder lieben lernt, der mit Mathematik arbeitet.
      .
      Alle die stehen jetzt da und fragen sich was sie mit iWork anfangen sollen.

      26. Okt 2013 | 19:42 Uhr | Kommentieren
      • Andre

        … es ist nicht jeder ein Profi, nur weil er Serienbriefe schreibt! Das tut auch jeder Kaninchenzüchterverein…
        Ich verwende iWork seit der ersten Version im Büro, weil vieles schneller und leichter ging als z. B. in MS-O. Und einfach oft schöner war… (mehrere Tabellen und Diagramme auf einer DIN-A4-Seite).
        Jedem das, was er braucht oder will – aber es sollte nicht im Nachhinein die Arbeit von Jahren durch kindergärtnerische Anwandlungen unbrauchbar gemacht werden!

        27. Okt 2013 | 8:20 Uhr | Kommentieren
  • Andre

    … das hat mit FCP-X wenig zu tun! Damals fehlten dort nur einige sehr professionelle Funktionen – speziell im Mehr-Kamera-Einsatz etc.
    Beim neuen Numbers habe ich z. B. bis jetzt keinerlei Seitenlayout-Einstellungen mehr gefunden – das ist essentiell für alle, die z. B. A4-Papiere erarbeiten und verteilen müssen!
    … und das die alten (vor 09) Tabellen nicht mehr erkannt werden, bedeutet für professionelle Nutzer, dass )z. B. bei uns) hunderte alter Tabellen erst mit 09 „gespeichert unter“ werden müssen.
    Das ist Kindergarten á la iOS!

    26. Okt 2013 | 19:59 Uhr | Kommentieren
  • World

    Nur zur Information:
    Zellen lassen sich auch in der neuen Version von Numbers weiterhin verbinden!

    26. Okt 2013 | 21:49 Uhr | Kommentieren
  • Tim

    „Apple macht ja keine Fehler“

    27. Okt 2013 | 8:02 Uhr | Kommentieren
  • Reinhard

    „… iWork-Bestandskunden … können das Update kostenlos laden …“
    Nö, das stimmt nicht, können wir nicht.

    03. Nov 2013 | 14:46 Uhr | Kommentieren

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