iOS in the Car: Apple rüstet sich für die Zukunft

| 22:01 Uhr | 0 Kommentare

Ab 2018 könnte Apple die Hälfte aller Infotainment-Systeme für Autos stellen. Ein neuer Bericht von ABI Research zeigt Apple in der Entwicklung der Systeme weit vor der Konkurrenz.

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In den nächsten fünf Jahren soll der Anteil von PKWs, die mit Infotainment-Systemen ausgestattet sind, stetig zunehmen und 2018 eine Gesamtzahl von 35 Millionen weltweit erreichen. Davon könnte Apple mit „iOS in the Car“ 49,8 Prozent beisteuern. iOS in the Car wurde im vergangenen Juni auf der Apple Worldwide Developers Conference erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der ABI Research Analyst Gareth Owen vermutet bei Apple einen detaillierten Plan zur Weiterentwicklung und Verbreitung der Systeme. Bestätigung fand er sicherlich in Tim Cooks enthusiastischer Vorstellung von iOS in the Car. Es sei „sehr, sehr wichtig“ und ein „Schlüssel“ in Apples zukünftiger Ausrichtung.

Im Unterschied zu vielen anderen OEM-Entwicklern scheint Apple die Schwierigkeiten also gut zu meistern. Große Probleme bereiten den Autoherstellern vor allem die Integration verschiedener Smartphones in die Systementwicklung. Der Entwicklungszyklus in der PKW-Industrie ist wesentlich länger als in der Mobilfunkbranche. Das heißt, wenn ein Infotainment-System eingeführt wird, weist es schon vergleichsweise veraltete Technik auf, die aber zu neueren Smartphone-Modellen und -Betriebssystemen kompatibel sein muss. Ein nahezu unlösbares Problem, das man natürlich am besten löst, wenn man nur auf einen Hersteller – zum Beispiel Apple – setzen würde. Das könnte das Inkompatibilitätsrisiko wesentlich verringern.

Dementsprechend sind die heutigen Infotainment-Systeme auch stark verbesserungswürdig. Eine Studie von Consumer Reports kritisiert vor allem die US-amerikanischen Anbieter. Durch deren Beschränkung auf proprietäre Software nehmen sich die Unternehmen selbst eine große Chance.

Der Einsatz eines freien Betriebssystems würde demgegenüber die Entwicklungskosten und den Gesamtaufwand je Hersteller und Serie drastisch verringern. Jeder Anbieter könnte damit operieren und pro einzelnem PKW-Modell wären nur noch geringfügige Anpassungen nötig, der Arbeitsaufwand könnte um bis zu 90 Prozent sinken.

Von der Weiterentwicklung des Grundsystems würden hierbei alle Nutzer profitieren, Inkompatibilitäten wären weitaus seltener. Doch davon scheint die Autobranche noch weit entfernt – ein Glück für Apple, dem mit seiner eigenen proprietären Software hohe Gewinne sicher sind. (via)

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