Bowers & Wilkins A7: gewaltiger AirPlay-Lautsprecher im Test

| 16:33 Uhr | 0 Kommentare

Über ein halbes Jahr ist es mittlerweile her, dass wir den AirPlay-Lautsprecher Bowers & Wilkins A5 getestet haben. Wir haben dem A5 gute Leistungswerte bescheinigt. Sowohl beim Design als auch beim Klang konnte uns der A5 überzeugen.

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Nun war es Zeit, sich dem großen Brüder, dem B&W A7 (Amazon Link) zu widmen. Wir blicken vorab auf die technischen Details des Gerätes und anhand dieser werden die größten Unterschiede bereits klar. Der A7 wird wie folgt beworben.

  • Apple-AirPlay-Technologie
  • Digitale Signalverarbeitung (DSP)
  • Hochwertige Class-D-Verstärker
  • Schaltnetzteil
  • USB-Streaming vom PC/Mac
  • Flowport™
  • Fernbedienung inklusive
  • Chassis:
  • 2 x 25-mm-Aluminiumkalotten-Hochtöner mit Nautilus-Röhrentechnologie
  • 2 x 75-mm-Mitteltöner
  • 1 x 150-mm-Tieftöner
  • Frequenzgang: 40 Hz – 36 kHz ±3 dB an der Bezugsachse
  • Frequenzumfang (-6 dB): 36 Hz und 42 kHz
  • Verstärkerleistung:
  • 2 x 25 W (Hochtöner)
  • 2 x 25 W (Mitteltöner)
  • 1 x 50 W (Tieftöner)
  • Leistungsaufnahme 100W
  • Eingänge:
  • Netzwerk (RJ45 Ethernet bzw. WLAN)
  • Aux – analog/optisch digital (3,5-mm-Minibuchse)
  • Streaming, Synchronisation & Firmware-Updates (USB 2.0)
  • 220mm (Höhe) x 360mm (Breite) x 160mm (Tiefe)
  • Gewicht 5,7kg

Design
Der A7 ist im wahrsten Sinne der große Bruder des A5. Er wirkt monströs und edel zugleich. In allen Belangen hat er ein wenig mehr zu bieten als der A5. Der Bowers & Wilkins A7 ist 40mm höher, 60mm breiter und 40mm tiefer. Dabei bringt er mit 5,7kg stolze 2,1kg mehr auf die Waage als sein kleiner Brüder. Zum Design haben wir uns damals beim A5 bereits ausgelassen. Der AirPlay Lautsprecher wirk sehr hochwertig und edel. Die Mischung aus schwarzem Stoff und Aluminiumanteilen gefällt uns sehr gut und bietet die Möglichkeit, das Gerät nahezu überall neutral unterzubringen. Wir haben den Lautsprecher während des Tests im Wohnzimmer auf einem kleinen Schränkchen platziert und trotz seiner Ausmaße wirkte er nicht zu klobig oder zu groß.

Installation
Bei der Installation stehen euch verschiedene Möglichkeiten bereit. Ihr müsst zunächst die Entscheidung treffen, ob ihr den Lautsprecher per Netzwerkkabel oder per WiFi ansprechen möchtet. Für den Fall, dass es die kabelgebundene Variante sein soll, müsst ihr den Lautsprecher einfach nur per Ethernet-Kabel mit eurem Router verbinden. Fertig. Eine weitere Einrichtung war nicht nötig und der A7 konnte bereits als AirPlay-Lautsprecher von unserem iPhone angesprochen werden.

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Wenn ihr euch für die WiFi-Einbindung entscheidet, stehen euch drei Möglichkeiten bereit. Es gibt die passende iOS-App im App Store und eine OS X App. Wir haben uns für die iOS-Variante entscheiden. Einfach die Bowers und Wilkins Control App herunterladen und sich durch die Installation führen lassen. Fertig. Es ist zwar eine Kleinigkeit, aber sicherlich eine Verbesserungsmöglichkeit für B&W. Die Control App fordert zur Eingabe des Wifi-Passwortes auf, um den A7 mit dem WiFi-Netzwerk zu verbinden. Hier gibt es bereits die Möglichkeit, dass sich die App das WiFi-Passfort direkt vom iPhone „organisiert“ und nach Zustimmung des Anwenders an den A7 schickt. So haben wir es bereits bei anderen Zubehörartikel gesehen. Wir empfinden es einfach als angenehmer, das möglicherweise lange WiFi-Passwort nicht nochmal einzugeben. Ansonsten klappte die Einbindung perfekt und nach 1 Minute war der Bowers & Wilkins A7 Einsatz bereit.

Klang
Die Unterschiede zwischen dem A5 und A7 liegen eindeutig unter der Haube. Klar, das Gerät ist größer, schwerer etc., echte Unterschiede liegen jedoch im Inneren des Gehäuses. Beim A5 verbaut B&W lediglich 2 Hochtöner und 2 Tiefmitteltöner (Verstärkerleistung von je 2x20W).

Beim A7 setzt der Hersteller auf 2x25mm Hochtöner, auf 2x 75mm Mitteltöner und 1x 150mm Tieftöner. Bowers & Wilkins trennt den Tiefmitteltöner in einen Mittelötner und einen Tieftöner auf. Der Mitteltöner wird einen Hauch kleiner, da er nicht mehr für den Bass sorgen muss, dafür kommt jedoch ein 150mm Tieftöner zum Einsatz. Gleichzeitig erhöht Bowers und Wilkins beim A7 die Verstärkerleistung auf 2x 25 Watt (jeweils beim Hochtöner und Mitteltöner)und auf satte 50Watt beim Tieftöner.

Genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen beider Modelle. Auch nicht Musikexperten werden einen Unterschied merken. Neben klassischer Musik haben wir auch wieder rockigere Musik in Form von AC/DC durch die Lautsprecher geschickt. Ganz klar, die Klangqualität ist von subjektiver Natur. Wir können uns jedoch nur schwer vorstellen, dass wir von der allgemeinen Meinung des A7 stark abweichen.

Der Sound des A7 ist mächtig. Man merkt, dass der A7 einen eigenen Tieftöner hat. Der Bass ist nochmal kräftiger als beim A5 und es macht Spaß bassintensive Musik zu hören. Sowohl bei niedriger als auch bei hoher Lautstärke sitzen die Töne punktgenau. Es schrebbelt nichts und das kann man von so einem Lautsprecher auch erwarten.

Zu Testzwecken haben wir uns über AppleTV 3. Generation den Film Avatar angeguckt und AppleTV so konfiguriert, dass der Sound über den A7 ausgegeben wird. Wenn man dann zwischendurch den Sound zwischen Fernseher und A7 hin- und herschaltet wird der Unterschied zwischen einem normalen Fernsehlautsprechersystem und dem leistungsstärkeren A7 klar.

Fazit
Der Bowers & Wilkins A7 Test hat gezeigt, dass der A7 ein überzeugender AirPlay Lautsprecher ist. Musik kann vom iPhone, iPad oder iPod touch, sowie vom Mac oder PC drahtlos zum A7 transportiert werden. Gleichzeitig habt ihr die Möglichkeit, den AppleTV Sound über den A7 auszugeben. Unser Ohr hat einen deutlichen Unterschied zum A5 gehört. Die Frage ist allerdings, ob euch dieser verbesserte Sound (zum defnitiv guten A5) den Mehrpreis von 300 Euro (bezogen auf den Listenpreis) wert ist.

Anwender, die nach einem richtig guten Klang suchen, sind sicherlich mit dem A5 bedient. Für alle anderen Musik-Fans, bei denen es nicht auf den Euro ankommt und die ein vollkommeneres Musikerlebnis haben möchten, geht kaum ein wenig am A7 vorbei.

Festzuhalten gilt: Der A7 benötigt eine Stromquelle und kann nicht per Akku betrieben werden. Zudem muss er in ein WiFi-Netzwerk eingebunden werden, um betrieben zu werden. Er besitzt keinen Dock-Anschluss, in den ihr euer iPhone etc. einstecken und gleichzeitig aufladen könnt. Auf der anderen Seite erhaltet ihr ein optisch ansprechendes und hochwertig verarbeitetes Produkt mit überzeugendem Sound.

Preis & Verfügbarkeit
Eine gute Anlaufstelle ist wie immer Amazon. Während der Bowers & Wilkins A5 zum Preis von 459 Euro angeboten wird (auf Lager, keine Versandkosten), listet Amazon den Bowers & Wilkins A7 zum Preis von 719 Euro (auf Lager, keine Versandkosten). Dieser Preis liegt 80 Euro unter dem UVP und der Unterschied zum A5 ist mit 260 Euro auch nicht mehr so groß.

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