Test: iPad mini mit Retina Display

| 20:31 Uhr | 0 Kommentare

Nennen wir es Test, Review oder erste Eindrücke. Wir haben uns in den letzten Wochen nicht nur intensiver mit dem neuen iPad Air beschäftigt, sondern auch das iPad mini mit Retina Display regelmäßig in der Hand gehalten, ausprobiert, getestet etc. Nachdem unser iPad Air Test bereits online gegangen ist, wollen wir nun auch noch ein paar Worte zum iPad mini 2 verlieren.

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Voller Erwartungen wurde die erste iPad mini Generation im vergangenen Jahr zusammen mit dem iPad 4 vorgestellt. Kaum vorgestellt, war das Geschrei groß „Wie kann Apple das iPad mini ohne Retina Display vorstellen?“. Apple hat beim iPad mini den Fokus ganz klar auf die Gerätegröße und das Gewicht gelegt. Gleichzeitig wollte man die vom iPad bekannte Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden erreichen.

Ende 2012 war es Apple nicht möglich, dies in Kombination mit einem Retina Display zu erreichen und so wurde ein 7,9“ Display mit einer Auflösung von 1024 x 768 Pixel vorgestellt. Kein schlechtes Display, aber wer das Retina Display vom iPhone oder iPad gewohnt war, sah einen Unterschied.

Das iPad mini 1. Generation misst 200mm x 134,7mm x 7,2mm und wiegt dabei gerade mal 308g (WiFi). Die Größe und Breite hat Apple beim iPad mini mit Retina Display beibehalten, gleichzeitig ist das Gerät 0,3mm dicker und 23g schwerer geworden. Sowohl das Mehrgewicht als auch das dickere Gehäuse sind bei der Nutzung nicht wirklich spürbar. Auch beim längeren Halten des iPad mini 2 spielt der Gewichtsunterschied keine Rolle.

Die leichte Veränderung des Gehäuses sowie des Gewichts ermöglichte es Apple in Kombination mit dem A7 64-Bit und M7 Motion Coprozessor ein Retina Display und einen größeren Akku zu verbauen, um auf bis zu 10 Stunden Akkulaufzeit zu kommen. Ein Retina Display (2048 x 1536 Pixel) und die vierfachte Anzahl an Pixel verbrauchen deutlich mehr Strom als ein iPad mini ohne Retina Display. Anstatt auf 16,3 Wattstunden beim Akku zu setzen , verbaut Apple nun einen Akkumulator mit 23,4 Wattstunden. Das Retina Display ist hungrig.

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Das Retina Display beim iPad mini besitzt eine Pixeldichte von 326ppi, beim iPad Air sind es übrigens 264ppi und das iPhone 5S kommt ebenso auf 326ppi. Die Displaydarstellung ist überzeugend. Alles wird gestochen scharf dargestellt. Fotos, Texte etc. alles wirkt perfekt. Farben und Kontraste sitzen und die Displayausleuchtung gibt keinen Grund zum Meckern, auch wenn das iPad mini mit Retina Display eine etwas kleinere Farbpalette besitzt als das iPad Air.

Im Gehäuseinneren hat Apple das Retina iPad mini und das iPad Air auf das gleiche Niveau gebracht. In beiden Geräten schlägt der A7 64-Bit Chip, ein M7 Motion Coprozessor, zudem kommt eine verbesserte Frontkamera, eine 5MP iSight Kamera, verbessertes Wlan 802.11n mit MIMO-Technologie und ein leistungsstärkerer LTE-Chip, der nun Telekom, Vodafone und o2 unterstützt, zum Einsatz.

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Während sich iPad 4 und iPad mini 1. Generation unter der Haube noch deutlich unterschieden, hat Apple dies nun glatt gezogen. Die beiden Geräte unterschieden sich nun nur noch in ihrer Größe und genau das macht es dem Anwender schwieriger denn je, sich zwischen dem 9,7“ iPad und 7,9“ iPad mini zu entscheiden. Viele Anwender dachten im vergangenen Jahr, dass Apple dem iPad mini ein Retina Display spendieren müsste und schon sei es perfekt. Mit der Vorstellung des iPad Air und dem neuen Formfaktor sowie Gewicht ist das große iPad attraktiver denn je.

Wo liegen eure Prioritäten? Lieber ein größeres Display und etwas mehr Gewicht oder ein kleineres Display, weniger Gewicht und mehr Mobilität?

Was gibt es sonst noch zum iPad mini mit Retina Display zu sagen? Der LTE-Chip macht endlich Spaß. Im vergangenen Jahr wurde nur das LTE-Netz der Telekom in den Großstädten unterstützt. Dies ist nun nicht mehr der Fall. Sowohl o2, Telekom als auch Vodafone funken mit dem LTE-Chip des iPad mini 2, auf dem Land und in der Stadt.

Die Akkulaufzeit haben wir mittels „Video in der Dauerschleife“ mit 10 stunden 09 Minuten Stunden ermittelt. Auch eine längere Bahnfahrt oder eine Flug in den Urlaub können so gut überbrückt werden. Das zweit verbaute Mikrofon filtert Nebengeräusche raus und sorgt für eine bessere Sprachqualität beim FaceTime- oder Skype Videotelefonat.

Was fehlt jetzt noch beim iPad mini mit Retina Display? Touch ID? In unserem iPad Air Test sind wir bereits auf dieses Thema eingegangen. Wir empfinden Touch ID bei einem iPhone als wichtiger als bei einem iPad. Früher oder später wird Apple den Fingerabdrucksensor auch beim iPad verbauen. In diesem Jahr dürften die Produktionskapazitäten nicht gereicht haben, um sowohl iPhone 5S, als auch iPad Air und iPad mini mit Retina Display mit Touch ID zu versorgen.

Eine bessere Kamera? Klar, eine bessere Kamera geht immer. Da wir das iPad nur sehr selten als Fotokamera einsetzen und primär auf das iPhone 5S für Schnappschüsse setzen, spielt es für uns kaum eine Rolle, ob beim iPad eine 5MP Kamera oder das gleiche Kamerasystem wie beim iPhone 5S verbaut ist. Die iPad mini 2 Kamera macht bei guten Lichtverhältnissen ordentliche Schnappschüsse. Uns reicht das.

Zubehör
Neben diversen Lightning-Adaptern bietet Apple für das iPad mini ein iPad mini Smart Cover und ein iPad mini Smart Case an. Während wir uns beim iPad Air für das iPad Air Smart Case entschieden haben, kommt beim iPad mini das iPad mini Smart Cover zum Einsatz.

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Apple bietet das iPad mini Smart Cover in sechs unterschiedlichen Farben zum Preis von 39 Euro an. Das aus Polyurethan gefertigte Cover dient zum Schutz des Display und gleichzeitig als Ständer für das Tablet.

Das iPad mini Smart Case ist aus Leder, wird zum Preis von 69 Euro vertrieben und kann ebenso in sechs Farben bestellt werden. Neben dem Displayschutz bietet das Case auch eine Schützmöglichkeit für die iPad mini Rückseite.

Fazit
Das iPad mini mit Retina Display ist im Vergleich zum Vorgänger ein großer Schritt, wenn nicht sogar zwei Schritte nach vorne. Man hätte erwarten können, dass Apple der zweiten iPad mini Generation zwar ein Retina Display spendiert, beim Prozessor, Kamerasystem etc. jedoch auf abgespeckte Komponenten setzt. Kam beim iPad Mini 1 der A5 zum Einsatz haben wir in diesem Jahr den A6 bzw. A6X erwartet. Das Gegenteil war der Fall, Apple hat auch dem Retina iPad mini den leistungsstarken A7 64-Bit spendiert.

Alles in allem ist das iPad mini mit Retina Display eine runde Sache. Design und Leistung stimmen und mit dem Retina Display macht das Gerät mehr Spaß denn je. Wenn ihr den Fokus auf die Mobilität legt, dann hat das neue iPad mini im Vergleich zum iPad Air die Nase vorn. Auch wenn ihr das Gerät unter anderem zum Lesen einsetzen möchtet und keinen anderen eBook-Reader euer eigen nennt, so ist das Retina iPad mini aufgrund des Gewichts ganz klar die Nummer 1.

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Schwachstellen? Bislang sind uns keine wirklichen Schwachstellen aufgefallen. Von einigen Lesern gab es das Feedback, dass Apple den Preis hätte senken können. Doch über den Preis bei Apple Produkten lohnt es sich nicht wirklich zu diskutieren. Die Dinger sind nicht ganz billig, aber das erwartet man auch nicht wirklich. Je mehr Speicherkapazität man auswählt, desto geringer wird der Aufschlag pro GB.

Um einen niedrigen iPad mini Einstiegspreis zu gewährleisten, hat Apple das iPad mini ohne Retina Display im Programm behalten. Da geht es bereits bei 289 Euro los.

Preis & Verfügbarkeit
Erstmals bietet Apple beim iPad mini auch ein 128GB Modell an, somit habt ihr die Qual der Wahl zwischen einem 16GB, 32GB, 64GB und 128GB Modell. Zusätzlich müsst ihr euch zwischen dem WiFi und WiFi+Cellular Modell sowie den Farben spacegrau und silber entschieden. 16 verschiedene Modelle stehen parat.

Die Verfügbarkeit des iPad mini mit Retina Display hat sich mittlerweile stark verbessert. Fast alle Modelle sind mit „Versandfertig: 1 – 3 Geschäftstage“ gekennzeichnet.

Das iPad mini mit Retina Display WiFi schlägt mit 389 Euro (16GB), 479 Euro (32GB), 569 Euro (64GB) bzw. 659 Euro (128GB) zu buche. Für das iPad mini mit Retina Display WiFi+LTE müsst ihr 509 Euro (16GB), 599 Euro (32GB), 689 Euro (64GB) bzw. 779 Euro (128GB) auf den Tisch legen.

Das iPad mini ohne Retina Display hat Apple übrigens weiter im Programm behalten. Für dieses werden 289 Euro (16GB, WiFi) bzw. 409 Euro (16GB WiFi+Cellular) fällig.

Hier findet ihr das iPad mini mit Retina Display im Apple Store

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