Taiwanische Wettbewerbshüter mahnen Apple wegen Preisforderungen ab

| 7:35 Uhr | 6 Kommentare

Die taiwanische Fair Trade Kommission hat nach einem Bericht des Wall Street Journals Apple mit einer Strafe in Höhe von 670.000 US-Dollar belegt, weil der Konzern versucht, den nationalen Mobilfunkanbietern und den Verkaufsstellen des Einzelhandels illegalerweise Preisvorschriften zu machen.

Apple Taiwan Verbot von Preisfestlegungen

Apple ist daran interessiert, dass seine Tablets und Smartphones nicht unter einer bestimmten Preisgrenze über den Ladentisch gehen. Den Verkaufsstellen allerdings vorzuschreiben, Mindestpreise aufrecht zu erhalten, geht den taiwanischen Unternehmen und nun auch den Behörden zu weit. Um Apple diese Politik zu untersagen, wurde der US-Smartphonegigant nun „abgestraft“.

Apple kann gegen das Urteil noch in Berufung gehen, momentan hüllt es sich jedoch in Schweigen über seine weitere Strategie in dieser Sache. Eine Missachtung des Verbots würde eine noch höhere Strafe nach sich ziehen.

Die Maßnahme dreht sich um die Verkaufs- und Weitergaberechte. Apple habe, so argumentieren die taiwanischen Behörden, mit seinen Verträgen mit den größten drei Mobilfunkanbietern auch das Recht auf die Preisfestlegung abgegeben. Chunghwa Telecom, Far Eastone Telecommunication und Taiwan Mobile stehe es völlig frei, nach eigenem Belieben auf die Erfordernisse des Marktes zu reagieren und die Verkaufspreise anzupassen, so das WSJ.

Bisher wurden die Preisabsprachen so organisiert, dass die Mobilfunkanbieter ihre geplanten Angebote zuvor von Apple absegnen lassen mussten. Damit ist nun offensichtlich Schluss, will sich Apple nicht noch größeren Ärger einhandeln.

Die aktuelle Entscheidung bezieht sich allerdings nur auf die iPhones, nicht auf Macs oder iPads, seltsamerweise. Der Grund liegt darin, dass im Mobilfunkbereich andere Regeln gelten als in der Computersparte.

Kategorie: Apple

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6 Kommentare

  • Joe

    Vermutlich ist das IPhone in Taiwan zu erfolgreich, jetzt müssen staatliche Sanktionen gegen Apple greifen. Apple praktiziert den Gedanken mit den Mindestpreisen weltweit. Auch Vodafon und Telecom können, wenn es die Marktsiutation erfordert, nach Rücksprache, die Preise ändern. Was bitte ist daran falsch, wenn eine Firma verhindern möchte, das ihre Produkte verschleudert werden? Der Aufschrei und Wehklagen der Händler ist immer groß, wenn ein Mitbewerber die Geräte billiger anbietet. Um Unruhe zu vermeiden ist dieses Vorgehen völlig legitim. Und noch etwas, sollen doch die Mobilanbieter in Taiwan die „Knebelverträge“, wenn sie es den so sehen, einfach nicht unterschreiben, schon ist das Problem gelöst.

    27. Dez 2013 | 8:20 Uhr | Kommentieren
    • Somaro

      Das nennt man Wettbewerb.
      Klagende Händler sind kein Argument, Händler klagen immer. Und Unruhen sind ja wohl ein Witz, was für Unruhen, glaubst du etwa die Händler rotten sich zusammen und randalieren durch die Straßen?

      27. Dez 2013 | 13:17 Uhr | Kommentieren
      • Joe

        Noch so ein geistiger Überflieger. Natürlich ist Wettbewerb, vor allem aus Sicht der Kunden, erwünscht, aber ich sehe schon, auch du bist offensichtlich nicht in der Wirtschaft tätig und kannst so einfache Zusammenhänge nicht nachvollziehen. Apple möchte vermeiden, dass ihre Produkte verschleudert werden und Verkaufspreise stabil bleiben. Jeden Tag die Preise im Store verändern müssen ist nicht so der Hit. Punkt 2. Große Abnehmer würden mIt Sicherheit SICH BEI Apple Beschweren, wenn Mitbewerber bevorzugt werden. Geht so ein einfacher Vorgang ist Oberstübchen?

        27. Dez 2013 | 16:20 Uhr | Kommentieren
  • P3le

    Joe selten so ein Mist gelesen…

    Ich bin ja ein Fan, aber wenn die Leute das mit sich machen lassen, kostet das iPhone bald 2000€

    27. Dez 2013 | 8:30 Uhr | Kommentieren
    • Joe

      Wo bist du den entkommen? Offensichtlich keine Ahnung von irgendwelchen Geschäftspraktiken und Strategien. Nur weil Apple auf Mindestverkaufspreise besteht, muss ein iPhone nicht automatisch 2000 Euro kosten. Keine Ahnung von nichts, aber gleich hier groß auf Besserwisser machen.

      27. Dez 2013 | 10:56 Uhr | Kommentieren

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