Mehr Transparenz: Apple äußert sich zu Geheimdienstanfragen

| 9:11 Uhr | 3 Kommentare

Edward Snowden hat in den letzten Monaten für ordentlich Wirbel gesorgt. Der US-Geheimdienst steht spätestens seit den Enthüllungen in keinem guten Licht da. Apple hat es sich zur Aufgabe gemacht, für mehr Transparenz in dieser Angelegenheit zu sorgen.

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Demnach hat Apple mit dem Weißen Haus, dem Generalstaatsanwalt der USA, dem Kongress und dem Justizministerium zusammengearbeitet, um für mehr Transparenz bei den Geheimdienstanfragen zu sorgen. Apple glaubt, dass die eigenen Kunden ein Recht darauf haben, zu verstehen, wie mit persönlichen Daten umgegangen wird. Die US-Regierung hat die Bestimmungen angepasst, wie Unternehmen über Geheimdienstanfragen berichten dürfen.

Von diesem neuen Recht macht Apple nun Gebrauch und macht gleichzeitig darauf aufmerksam, dass man mit der Kombination aus Software und Hardware seinen Kunden den bestmöglichen Schutz bieten möchte. So werden beispielsweise iMessages mit einer end-to-end Verschlüsselung versehen.

Anfragen, die Apple erhält, dienen unter anderem zum Überführen von Straftätern. Jede Anfrage, die Apple erhält, wird einzeln auf ihre Rechtmäßigkeit geprüft. Die nun veröffentlichten Zahlen (PDF-Download) beziehen sich nur auf die USA und ersetzen die Zahlen von Anfang November 2013.

So erhielt Apple zwischen dem 01. Januar und 30. Juni 2013 insgesamt 927 Geheimdienstanfragen zur Strafverfolgung, die insgesamt 2330 Nutzerkonten betrafen. Bei 81 Prozent der Anfrage war Apple gezwungen Daten zur Strafverfolgung oder aus sonstigen Gründen zu übermitteln. Eine Gesetzesänderung erlaubt es Unternehmen in den USA ab sofort sich zu den Geheimdienstanfragen zu äußern und diese mit 6 Monaten Verzögerung bekannt zu geben. Apple ist das erste Unternehmen, welches hiervon Gebrauch macht und Kunden informiert. Bei mehreren Hundert-Millionen Kunden ist die Zahl von unter 1000 Anfragen verhältnismäßig gering.

Kategorie: Apple

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3 Kommentare

  • Breitbandopfer

    „Bei mehreren Hundert-Millionen Kunden ist die Zahl von unter 1000 Anfragen verhältnismäßig gering“ …bzw. wolln die uns das echt so glaubhaft machen ?!?!?!!?

    Noch Fragen ?

    28. Jan 2014 | 11:01 Uhr | Kommentieren
    • Steijner

      Dein Name ist wohl Programm 😉

      28. Jan 2014 | 14:29 Uhr | Kommentieren
  • Gringo

    Die Nachrichtdienste haben seit Jahren Profile von uns allen erzeugt und das Vollautomatisch. Alles was wir je im Internet/ Telefonie/ SMS/ usw. wird erfasst. Mit ner Software gibt man z.B „rebellisch“ , „links orientiert“, an uund tadaa man hat alle Personen, die in das Register passen, egal aus welchen Land. Das was das neue Gesetz in der USA bewirken soll, ist dovh klar: die wahren Straftaten zu verschleiern. Precrime halt….jetzt muss man nur noch definieren was ne Straftat ist und das machen ja unsere Häuptlinge

    28. Jan 2014 | 19:11 Uhr | Kommentieren

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